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anderswo
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Mexiko - Im Land der Zapoteken (Oaxaca)
(pub. Juni 2003)
Publiziert am: 02.06.03 - Medienformen: Medienform Text


....da war ich wieder, nach zweitägiger Busreise von Mexiko-Stadt bis an die südliche Pazifikküste im Bundesstaat Oaxaca kam ich endlich in meiner Basis, San Antonio, einem kleinen Fischerdorf mit 200 Einwohnern an. Miguel, ein Freund erwartete mich schon und nachdem ich mein Zimmer direkt am Strand bezogen hatte, hielt er mir einen „Bob Marley“, wie hierzulande riesige Joints genannt werden, hin.

Nach dem Flug und der Busfahrt hatte ich 3 Tage nichts zu rauchen und entsprechend genoss ich das pure Mexican Sativa. Ich kaufte – nachdem ich die Qualität des „Mota“ als gut befunden hatte – noch ca. 15 g für umgerechnet 10 Euro und hatte erst einmal genug, um mich die nächsten drei Tage zu entspannen und zu akklimatisieren. Nach drei Tagen fuhr ich dann in einen Nachbarort, um meine Emails zu checken. Mein Freund Juan hatte mir geschrieben, dass ich unbedingt die nächsten Tage nach San Luis kommen sollte. San Luis liegt in 3000 m Höhe in den Bergen Oaxacas. Die Region ist eines der Hauptanbaugebiete und bietet qualitativ das beste „Mota“ in Mexiko. Außerdem hatte sich Juans Familie seit einiger Zeit darauf spezialisiert, Haschisch herzustellen – allerdings nur für den Eigenbedarf und für gute Freunde wie mich. Also überlegte ich nicht lange und sagte meinem Wirt, dass ich in drei Tagen wieder kommen würde. Ich fuhr mit dem „Quajalotero“, einem uralten Bus, nach San Luis um Juan und seine Familie zu besuchen. Nach viereinhalbstündiger Fahrt auf einer der kurvenreichsten Routen Mexikos kam ich an meinem mit Pinienwäldern umgebenen Zielort an.

Juan erwartete mich in dem kleinen Restaurant der Pension seines Vaters, wo ich mich einquartiert hatte. Wir kannten uns seit 5 Jahren und deshalb wusste er, dass ich begeisterter Haschischraucher war, wobei Haschisch in Mexiko offiziell gar nicht existiert. Als ich mein Essen bestellt hatte, rief er nach seinem Vater, der einfach der „Tio“ (Onkel) genannt wurde und dieser 65 Jahre alte Zapoteke legte mir 3 Kugeln Haschisch in die Hand. Jede hatte einen anderen Braunton und wog ca. 11 Gramm. Er grinste und fragte, ob ich zufrieden sei und ich nickte. Nach dem Essen – es war schon dunkel – zog ich mich mit Juan in meine Cabaña zurück und wir testeten ausgiebig das Hasch.

Ich schlief bombastisch gut und am nächsten Morgen - nach einem leckeren Frühstück mit „Huevos a la Mexicana“ und einer Tasse original Oaxaca Kakao (Kakao stammt aus Oaxaca)– machte ich mich auf die Suche nach meinem Freund Juan, um ihn zu fragen, ob ich Fotos von seiner Plantage machen dürfe. Er verneinte dies, aber er versprach mir, dass ich die Plantage sehen dürfe. Allerdings sollte ich mir den Vormittag alleine vertreiben, weil er einen Deal mit Althippies aus den USA abwickeln müsse, die selbst mit ihrer Cessna kommen, um 250 kg zu kaufen. Ich dachte so etwas gäbe es nur im Film, aber kurze Zeit später, als ich zum Zeitvertreib spazieren ging, kreiste tatsächlich eine kleine Privatmaschine über mir und landete in einem nicht weit entfernten Tal.

Am Nachmittag holte mich Juan endlich ab, um mit mir eine der familieneigenen Felder zu besichtigen. Nach längerem Fußmarsch kamen wir dann in ein entlegenes Tal, in welchem auf einer Fläche von 5 ha unsere geliebten Pflanzen angebaut werden. Allerdings waren die Pflanzen nur ca. 50 cm hoch, da - es war April - in diesen Höhenlagen (3000 m) erst ab Ende März die Samen ausgebracht werden. Wie schon erwähnt, durfte ich trotz des großen Vertrauens seitens der Familie keine Fotos machen, weil die Menschen hier sehr große Angst vor der DEA (Drugs Enforcement Agency-USA) haben. Auf den Fotos könnten eventuell DEA-Agenten anhand des Bodens und der umliegenden Vegetation erkennen, wo sich der Standort der Felder befindet. Naja, vielleicht beim nächsten Besuch!? Als Grower war ich auf jeden Fall überglücklich eine Plantage von solch einer Dimension sehen zu dürfen.


Die Redaktion


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