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"Hanf Journal" on tour
Hamburger Hanffest
Publiziert am: 01.11.03 - Medienformen: Medienform Text


Jedes Mal wenn ich in letzter Zeit meine Mailbox geöffnet habe, fiel mir eins auf: In Hamburg ist Hanffest. Dem Bombardement an Neuigkeiten, das da veranstaltet wurde, konnte man sich gar nicht entziehen. Die Mails sagten vieles, aber in einem waren sie sich einig:

Dank dem engagierten Macher Sven Meyer, der sich von keinem der Fehlschläge und Probleme der letzten Jahre hat aufhalten lassen, darf auch dieses Jahr wieder in Hamburg dem Hanfe gefrönt werden.

Das dürften wir uns natürlich nicht entgehen lassen! Und so tuckerten wir mit einem altersschwachem VW-Bus in das ferne Hamburg.

Schon die Lage des Hanffestes war ziemlich genial. Mitten in St. Pauli, nur eine Querstrasse von der Reeperbahn entfernt, steht ein altes C&A-Kaufhaus. Das Erdgeschoss ist dauerhaft von Technoclubs besetzt und der erste Stock leer. Na ja, außer zu dieser einen Woche. Zu Zeiten des Hanffestes nämlich sind diese Räume ein Basar der Möglichkeiten. Lust auf Chillen? Kein Problem, im „Kino“ steht eine Couchburg und es laufen schräge Comics. Lust auf Inspiration? Bernd Warmbiers Bilder sind da genau das richtige. Hunger? Natürlich wurde auch daran gedacht. Und glaubt mir, die wissen was Kiffern schmeckt!

Das war jetzt gerade einmal das Rahmenprogramm (und noch nicht mal das komplette). Die Höhepunkte der jeweiligen Hanffest-Tage waren nämlich eindeutig die Vorträge. Die ganz Großen der Szene hatten gerufen und ihr Ruf war nicht ungehört verhallt. Die Veranstalter bescheinigen eine durchweg gute Auslastung. Und die Vortragenden hielten, was sie versprachen: Kompetent servierte Informationen, keine Scheu vor kritischen Themen und direkte Kommunikation mit dem Publikum.

Besonders aufgefallen ist der (aufgrund seiner Inhaftierung eher selten zu sehende) ehemalige Koksbaron Miehling der mit verblüffenden Informationen über die Bonzendroge Nr.1 die Zuschauer in Atem hielt. Habt ihr gewusst, dass das allerbeste in Deutschland erhältliche Koks einen Reinheitsgrad von nur 50 Prozent hat? Ich auch nicht, er schon.

Das war der große Pluspunkt des Hanffestes: In dieser beinahe familiären Atmosphäre fiel es anscheinend allen relativ leicht, gesellschaftlich sensible Themen direkt und mit einer klaren Sprache anzugehen.

Das war nicht immer so. Zu Zeiten, in denen die Hamburger den Hanf noch draußen feierten, war von Offenheit nicht soviel zu spüren. Das repressive Hamburg warf den Veranstaltern immer wieder Steine in den Weg. Aber jetzt, in den geschlossenen Räumlichkeiten ist mit derlei Verhalten nicht mehr zu rechnen. Es darf gechillt werden!

Das kam natürlich der Party sehr zugute, die dann, zumindest am Samstag auch sehr gelungen war.

Also: Vielen Dank, Hamburg, wir sehen uns wieder. Spätestens zum Hanffest!


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