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Carcassonne
Carcassonne – ein Städtchen in Südfrankreich gab dem “Spiel des Jahres 2001” seinen Namen. (pub. april 03)
Publiziert am: 28.03.03 - Medienformen: Medienform Text




Die Geschichte Carcassonnes ist kurz erzählt: 600 v.Chr. gab es die ersten Ansiedlungen, die von den Germanen 300 v.Chr. richtig gut befestigt wurden. 122 v.Chr. kamen dann die Römer und bauten eine große Straße, später wurde sie eine der wichtigsten Weinstraßen. Noch mal 455 Jahre drauf gelegt, ist Carcassonne eine richtige Festung. Dank des klerikalen Terrors wurde im 12. Jahrhundert eine Kathedrale fertig gebaut und später trieb die römische Kirche ihr Unwesen in und um Carcassonne. Das ist die Geschichte und das ist auch das Spiel.

Gleich vorne weg. Beschrieben werden Grundspiel und Erweiterung, da zusätzliche Landschaftskarten mehr Spannung bringen und die maximale Spieleranzahl auf sechs steigt.

Jetzt geht’s los. Die Karte mit der dunklen Rückseite ist das Startfeld. Alle anderen Karten werden gemischt und verdeckt auf dem Tisch verteilt. Jeder Mitspieler erhält eine große und acht kleine Spielfiguren, eine davon muss man auf die Wertungstafel setzen. Der Startspieler zieht eine Landschaftskarte und legt sie mit einer Seite an die Startkarte an: Straße an Straße oder Stadt an Stadt oder Wiese an Wiese. Dann wird ein eigener Spielstein auf ein Bauwerk der neuen Landschaftskarte gesetzt. Damit ist das begonnene Bauwerk für die anderen Spieler tabu. ABER: Einzelne Städte oder einzelne Staßenabschnitte können zusammen wachsen. Auf einigen Karten sind Klöster, die von allen Seiten umbaut werden müssen. Ist ein Bauwerk vollendet, gibt’s Wertungspunkte: Eine Straße ist fertig, wenn sie einen Anfang und ein Ende hat, zum Beispiel Kreuzungen. Eine Stadt ist fertig, sobald die Stadtmauer alle Stadtteile umschließt. Jeder Bauabschnitt auf den Karten, der zum fertigen Bauwerk gehört, wird gezählt. Besteht eine Straße aus 10 Abschnitten, wird jede Spielfigur, die auf der Straße steht, um 10 Felder auf der Wertungstafel vorgesetzt. Liegt an der Straße ein See (Erweiterungsset) werden die Punkte verdoppelt. Das gilt auch für die Stadt: Jeder Abschnitt, jedes Wappen (auf einem Teil der Karten) wird gezählt und dann verdoppelt: Besteht eine Stadt aus sieben Feldern und drei Wappen dann gibt es für die fertige Stadt 20 Punkte. Steht in einer Stadt eine Kathedrale (Erweiterungsset), zählt diese zwar nicht, alle anderen Karten und Wappen der Stadt werden dafür verdreifacht. ABER: In den Städten bekommt - anders als beim Straßenbau - nur der Spieler mit den meisten Figuren Punkte. Nach der Wertung gibt es die Spielfiguren zurück. Spielfiguren können auch als Bauern auf die Wiesen gelegt werden, allerdings sind die bis zum Spielende auf der Wiese fixiert.

Ist die letzte Karte gelegt, ist das Spiel vorbei. Jetzt heißt es noch einmal Punkte zählen: Der Spieler mit den meisten Bauern auf einer Wiese, bekommt drei Punkte für jede fertige Stadt auf oder an der Wiese. Für jedes angefangene Bauwerk gibt es pro Teil und Wappen (bei einer Stadt) einen Punkt. ABER: Städte mit einer Kathedrale und Straßen, an denen ein See liegt, bringen keine Punkte mehr. Sie sollten also möglichst während des Spiels fertig werden. Wer auf der Zähltafel vorne steht, wird zum Sieger gekürt.
Und nun ein paar Hinweise: Bauern müssen nicht sein, sie verzögern das Spiel und oft fehlen dann Spielfiguren, um damit zu versuchen (um’s Eck sozusagen) in unfertige Städte anderer Spieler reinzukommen und mit abzukassieren. Kriegt man sogar die Mehrheit an Spielfiguren in einer Stadt, wird alleine gepunktet und wenn dann noch eine Kathedrale drin steht, dann gibt es richtig viele Punkte und man verzichtet gerne auf die Bauern.

Carcassonne ist ein schnelles Legespiel, geschicktes Taktieren ärgert meist die Mitspieler. Und wer gewinnt, steht oft erst am Ende fest. Am besten wirft man Grundspiele und Erweiterungen zusammen. Das garantiert größten Spaß beim Landschaftsbau!

Kasten:
Autor: Klaus-Jürgen Wrede
Verlag: Hans im Glück
Alter: ab 8 Jahre
Spieler: 2 bis 6
Dauer: mindestens 30 Minuten; abhängig von der Kartenanzahl
Preis: Grundspiel 12 Euro, Erweiterung 9 Euro
Weitere Ideen gibt‘s unter www.carcassonne.de


Kerstin Koch
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