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PSYCHOAKTIVA - Teil II
Psilocybin und DMT
Publiziert am: 02.09.03 - Medienformen: Medienform Text


Dieser zweite Teil meiner kleinen Serie behandelt die wundervollen Substanzen Psilocybin und Dimethyltryptamin (DMT) in der gleichen Weise, wie dies in Teil 1 mit LSD geschehen ist -- nicht in Form einer Monografie, sondern aus wissenschaftlicher, philosophischer und praktischer Sicht.

Psilocybin und DMT sind halluzinogene Tryptaminverbindungen und eng miteinander verwandt. In ihrer Wirkung lassen sie sich aber gut voneinander unterscheiden. Während Psilocybin (4-Hydroxy-N,N-Dimethyltryptamin-Phosphatester) bei ausreichender Dosierung annähernd wie LSD wirkt, also eine Erfahrung hervorruft, unter welcher man meistenfalls noch durchaus in der Lage ist, sich zu artikulieren oder umherzulaufen, so induziert DMT (N,N-Dimethyltryptamin) bei entsprechender Menge und Applikation einen Trip, bei dem es nicht möglich ist, das normale Wachbewusstsein zu erhalten. Um ein wenig Klarblick im Dschungel der Chemie und chemischen Nomenklatur zu verschaffen, hier ein kurzer Überblick über DMT-Derivate. Ein Blick auf die chemische Bezeichnung dahinter sollte für ein kleines Aha-Erlebnis sorgen.


Tabelle 1: N,N-Dimethyltryptamin-Derivate

Psilocybin 4-Hydroxy-N,N-Dimethyltryptamin-Phosphatester
Psilocin 4-Hydroxy-N,N-Dimethyltryptamin

DMT N,N-Dimethyltryptamin
5-MeO-DMT 5-Methoxy-N,N-Dimethyltryptamin
Bufotenin 5-Hydroxy-N,N-Dimethyltryptamin


Bei einer richtigen (was ist richtig?) DMT-Einfahrt durchlebt man seine Geburt und seinen Tod, transformiert in Tierkörper, löst sich auf, wird eins mit dem Kosmos, durchfliegt die Zeitspirale rückwärts und erhält Einsicht in die elementaren Prinzipien und spirituelle Weisheit. Falsch angewendet, kann DMT deinen Geist zerblasen, auf Nimmerwiedersehen, und dafür sorgen, dass du dich zerstörst, wahnsinnig wirst, den Faden verlierst.

Nimm DMT niemals allein! Achte darauf, dass immer ein möglichst Trip-erfahrener Sitter dich nüchtern beaufsichtigt. Nimm Pilze nicht zum Spaß, außer du kannst mit ihnen umgehen, getreu des Musiker-Mottos „Es darf nur der die Regeln brechen, der sie beherrscht!“. Die Pilz- und Pflanzengeister mögen keine Dummheit!

Ich werde keine Hinweise auf DMT-Quellen geben, jeder sollte schließlich Phragmites australis (Gemeines Schilfrohr) und Phalaris arundinacea (Rohrglanzgras) in seinem Heimatort von selber finden. Auch eine Angabe zu den heimischen Psilos spare ich mir, verweise aber gleichzeitig auf den Artikel „Psilocybin-haltige Pilzarten im europäischen Raum“, den ich zusammen mit Jochen Gartz geschrieben habe und der in „Entheogene Blätter“ 2/03 erschienen ist. Der 15-seitige Artikel stellt alle in Europa auffindbaren Psilocybinpilze monografisch dar und erläutert deren Geschichte.

Noch Fragen? Na dann heißt es, warten bis nächsten Monat. Dann kommt der dritte Teil der Drogenreihe.


Markus Berger
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