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Musik ist Politik ist Musik
Publiziert am: 28.03.03 - Medienformen: Medienform Text


Was ist die Schnittmenge von Bands wie Rage Against The Machine, Atari Teenage Riot und Manu Chao? Alle repräsentieren in ihrer Stilrichtung eine konsequente Verbindung von Politik und Musik. Das Ansprechen sozialer Missstände, rassistischer Alltäglichkeit und kapitalistischer Verwertungslogik fusioniert mit ihrer Musik. Die Politik ist kein Etikett mit dem sich diese Bands schmücken und was sie vor sich her tragen, sondern ein unabwendbarer Teil ihres Sound und ihres kompletten Auftreten.
Auch der Name Asian Dub Foundation steht für eine solche Fusion. Die ersten Gigs der Londoner Jungle Punks fanden Mitte der 90er Jahre auf anti-rassistischen Festivitäten statt, größtenteils stammen die Bandmitglieder aus der alternativen Szene Londons und der Rapper Deeder Zaman, der einer der Gründungsmitglieder von ADF war, verließ im Jahre 2000 die Band, um sich intensiver der politischen Arbeit widmen zu können. Die Herkunft und Zusammensetzung der Band lässt also schon vermuten, was beim Hören ihrer Musik - speziell ihrer Texte - nicht mehr überhörbar ist. Politik ist Programm. Und wie R.A.T.M. oder die hardcore-electronics Atari Teenage Riot, präsentieren sie ihr Programm mit äußerst viel Energie und einer geballten Kraft. Die Fundamente ihrer Musik liegen zum einen - wie ihr Name ja schon verrät - im Dub, aber auch elektronischen Stilrichtungen, wie Techno oder Ambient, und Funk legen den Grundstein ihres Sounds. Heraus kommt ein Mix der irgendwo zwischen Jungle, Drum and Bass und einer Art Hard-Ragga einzuordnen wäre. Nicht zu vergessen sind jedoch ihre indischen Einflüsse. Diese drücken sich unter anderen in der Sitar-Gitarre aus, die viele Stücke untermalt. Hier haben ADF eine gewisse Vorreiterrolle gespielt, nach ihnen haben sich einige andere Produzenten an asiatischen Klängen bedient. Diese formten damit den easy-listening Sektor, der diverse Cafés und Bars beschallt, und mit dem ADF-Sound nichts am Hut hat. Dieses ist alles andere als einfach. Er lässt einem schon mal die Seele aus dem Körper tanzen, erinnert an alte Punk Zeiten, ist aber trotzdem kein hartes Brett, sondern eher ein energiereicher Ritt auf einem Surfbrett.
Bekannt geworden sind die Londoner vor allem durch ihre unzähligen und weltweiten Konzerte, so waren sie 1998 Vorgruppe der Beastie Boys auf ihrer USA Tour, treten auf großen Festivals in Europa auf und spielen regelmäßig in Japan. Auf ihrer diesjährigen Tour, die sie wieder einmal rund um die Welt führt, werden sie Ende April auch den deutschsprachigen Raum beschallen. Und als Bonbon wird auch noch der Londoner Dub-Pionier Adrian Sherwood mit dabei sein! so, don‘t miss it!
„theire are many different languages spoken in this land, but only one language that the fascist understand...“
ADF- Facts and Fictions (1995)


mehr infos zur Band: www.asiandubfoundation.com
und zur Tour: www.contour-music.de

dates:
23.04.2003 Darmstadt Centralstation
24.04.2003 München Muffathalle
25.04.2003 Stuttgart Zapata
26.04.2003 Berlin Universal Hall
27.04.2003 Hamburg Grosse Freiheit
29.04.2003 Köln Live Music Hall
30.04.2003 Bielefeld PC 69


Christian Schlicht
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