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PSYCHOAKTIVA - Teil IX
GHB, Liquid Ecstasy
Publiziert am: 07.04.04 - Medienformen: Medienform Text


Eine viel diskutierte Modedroge - gerade in der Diskowelt - ist das Gammahydroxybutyrat, kurz GHB. In den Schlagzeilen ist diese Substanz in den letzten Monaten als Vergewaltigungsdroge bezeichnet worden. Nichts ahnende Mädchen und Frauen würden in der Kneipe oder im Tanzsalon GHB (oft auch Ketamin) ins Getränk geschüttet bekommen und dann sexuell missbraucht. Leider muss ich offen lassen, ob dies tatsächlich der Wahrheit entspricht - glauben kann ich es nicht so ganz. Wir kennen ja schließlich unsere TV-Schergen.

Allgemeines:

GHB ist ein körpereigener Neurotransmitter (Summenformel C4H8O3) und gehört zur Stoffklasse der Anästhetika und Neuroleptika. GHB hat die chemischen Bezeichnungen g-Hydroxybutyrat, Gammahydroxybuttersäure und 4-Hydroxybutansäure. Auf der Straße erhält man den Stoff mitunter als Liquid Ecstasy, Anetamin, G-Juice, Gamma-OH, Na-Oxybat, 4-OHB, Somatomax PM, Soap, Scoop, Salty Water und Somsanit. GHB bzw. dessen Analogon GABA (Gamma-Amino-Buttersäure) kommt in so gut wie jeder Zelle des menschlichen Körpers vor.

Geschichte:

Die Substanz wurde 1960 erstmalig synthetisiert und in der Medizin als Anästhetikum und Neuroleptikum verwendet. Später wurde es als rezeptfreies Schlafmittel vertrieben. Synthetisches GHB ist seit 2002 in Deutschland illegal. Gammahydroxybutyrat wurde klinisch bei der Geburtshilfe und als Hilfsmittel zur Alkohol-Entwöhnung verwendet und war in den Achtzigern ein beliebtes Mittel der Bodybuilder, weil es den Muskelaufbau und die Fettreduzierung unterstützt.

Dosierung und Gebrauch:

Normalerweise wird GHB in Verdünnung getrunken, kann aber auch als Pulver geschluckt und auch injiziert werden. Eine durchschnittliche psychoaktive Einzeldosis liegt zwischen 0,75 bis zwei Gramm, als Betäubungsmittel in der Anästhesie zwischen vier und fünf Gramm.

Wirkungen:

GHB kann im Gegensatz zur GABA (Gammaaminobuttersäure) die Blut-Hirn-Schranke besser passieren. Es wirkt betäubend, einschläfernd, aphrodisisch, antidepressiv und sehr gefühlsbetont, - ein wenig wie Alkohol. Richtig dosiert, induziert GHB ein angenehmes Körpergefühl.

Gefahren:

Überdosierungen können den Konsumenten ins sofortige Koma fallen lassen. GHB darf wegen lebensbedrohlicher Wechselwirkungen nicht mit Alkohol kombiniert werden!

Eine Überdosierung kann auch epileptische Anfälle auslösen. GHB wird als körpereigener Stoff nicht per Drogenscreening erfasst. Die Substanz kann aber trotzdem innerhalb fünf Stunden nach Einnahme im Urin festgestellt werden.

Nebenwirkungen können sein: Übelkeit, Atemstörungen, Erbrechen, Bewusstlosigkeit, Epilepsien, Kopfschmerzen, Gedächtnisstörungen, Koordinationsstörungen, verlangsamte Herzfrequenz, verminderter Blutdruck, Herz-Kreislauf-Versagen und unkontrollierbare Muskelzuckungen.

Presse-Zitate:

„(. . .) Das Rauschmittel GHB (. . .) [ist] in den USA als „Date rape drug", als Vergewaltigungsdroge bekannt (. . .). Auch in Frankreich sorgt GHB immer wieder für Schlagzeilen. Heimlich ins Getränk gemischt, macht das Mittel Frauen wehrlos - und lässt sie später das Gedächtnis verlieren. (. . .) GHB (Gamma-Hydroxybutyrat) baut sich im Körper schon nach wenigen Stunden ab."

SPIEGEL 2004, Spiegel-online: http://www.spiegel.de/panorama/0.1518.281818.00.html

„Bestimmte Anästhetika legen tatsächlich das Erinnerungsvermögen lahm, so die berüchtigte Droge Gammahydroxybutyrat (GHB), die bei Vergewaltigungen durch dem Opfer bekannte Personen, so genannten date rapes, Verwendung fand."

WELTWOCHE 49/03 (Schweiz)

„Wir berichten über einen 20-jährigen Mann, der mit unklarem Koma auf die Notfallstation eingeliefert wurde. Die Pupillen waren (. . .) eng, Atmung und Kreislauf stabil. Nach fast zweistündigem, tiefem Koma erwachte der Patient innert kurzer Zeit vollständig und teilte mit, dass er drei Ampullen Gammahy-droxybutyrat (. . .) eingenommen habe. (. . .) In der Schweiz traten in den vergangenen Monaten zunehmend Fälle von unklarem Koma auf, die anamnestisch auf den Konsum von GHB zurückzuführen waren."

Ärztemagazin PRAXIS 2000, 89: 1326 -1330 (Schweiz)

Markus Berger


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