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2raumwohnung - "in wirklich"
"Es ist alles Mathematik" heißt es in einem Lied aus dem neuen Album von 2raumwohnung. Eigentlich auf unser Liebesleben bezogen passt der Refrain gut zu dem, was uns die Musikindustrie hier mal wieder auftischt. Ein vermeintlicher Kopierschutz, lässt uns im Dunkeln, ob diese Scheibe überhaupt auf unserem CD-Player läuft und zickt erst einmal herum, wenn es darum geht, sie einfach nur auf dem Computer anzuhören. Aber wie gesagt, alles ist Mathematik und jeder Kopierschutz hält nicht lang. So ist das Album schon längst in den einschlägigen Internet-Tauschbörsen erhältlich und mit ein paar Kniffen oder einem anderen Betriebssystem als Windows, kommt mensch auch zu seiner Privatkopie für die Küche.
(pub. jan.03)
Publiziert am: 09.01.03 - Medienformen: Medienform Text


Aber nun zum eigentlichen Thema, die Musik: Viel hat sich im Vergleich zu ihrem letzten Album nicht verändert. Es ist der selbe Berlin Mitte Elektro-Pop, der einem zum Mitwippen bringt und vielleicht auch zu mehr. Der Sound bleibt schön minimalistisch, wird wie bisher vornehmlich von einer Akkustik-Gitarre bereichert und bietet aber nicht viel neues. Da gibt es wieder ein paar flockige Clubnummern zum Hüfteschwingen und die ruhigeren Varianten zum Träumen und Teetrinken. Von einer musikalischen Weiterentwicklung oder ein paar experimentellen Schritten nach vorne, die sie bei dem Erfolg sicher hätten wagen können, ist nichts zu spüren. Auch textlich hat sich nicht viel getan. Inga Humpe, die schon zu NDW-Zeiten Erfolge feierte, singt wieder fast ausschließlich über die Facetten der Liebe. Sie schafft es jedoch wieder, mit ihrer melancholisch - monotonen Stimme eine faszinierende Stimmung aufzubauen, in die mensch alle seine Sehnsüchte und Liebe fallen lassen kann. Diese Stimmung ist es auch, was diesen typischen 2raumwohnungs Sound ausmacht und der wieder perfekt getroffen wurde. Eigentlich gibt es nur zwei Lieder, die nicht in die Liebesthematik passen. Die Partysingle „ich und elaine“ und die Wegbeschreibung zum Glück „wirklich sein“, die für mich ein etwas makabren Anschein bekommt, wenn ich mir vorstelle, dass sie das Lied an die Werbung verkaufen könnten. Im Großen und Ganzen ist es ein nettes Album, dass den Fans gefallen, aber keine neue gewinnen wird.
Christian Schlicht
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