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No Drugs - No Future
Günther Amendts neustes Buch zum Thema Drogen
(Pub. Januar 2004)
Publiziert am: 08.01.04 - Medienformen: Medienform Text


So lautet der Titel von Günther Amendts neusten Buch zum Thema Drogen. In seiner üblichen, sehr treffsicheren Weise stellt Amendt verschiedene Probleme dar. Als Beispiel: „In einer Welt, in der Drogen für alle Lebenslagen längst zum selbstverständlichen Bestandteil des Alltags geworden sind, fragt man sich verwundert, wie es möglich war, dass ausgerechnet Cannabis, die harmloseste aller psychoaktiven Substanzen, derart dämonisiert werden konnte.“ Recht hat der gute Mann, und das trifft auf sehr vieles in seinem Buch zu, egal ob es um den von den Amerikanern proklamierten „War on Drugs“, Drogen im Sport oder die ökologische Seite der Drogenproduktion und Prohibition geht. Zum Beispiel: Das die Amerikaner im kolumbianischen Urwald Herbizide einsetzen um Kokapflanzen zu zerstören, ist eine allseits bekannte Tatsache, aber wisst ihr auch, dass wenn die Amerikaner bis 2015 so weitermachen werden, über 2/3 des Urwalds in Ödland verwandelt sein wird?
Was Amendt fordert, ist eine Drogenpolitik der praktischen Vernunft. Das heißt für ihn: „Das Szenario einer differenzierten Drogenlegalisierung ist vernünftig und wissenschaftlich fundiert. Es ist frei von Ideologien und Moralismen.“ Er weist aber auch auf die Probleme hin, die wahrscheinlich entstehen würden, wenn der Cannabisverkauf der Maxime der Gewinnorientierung angepasst werden würden. Die Tabakkonzerne würden im Falle einer Cannabis-Legalisierung ohne Auflagen wahrscheinlich sofort damit beginnen, Fertig-Tüten herzustellen und genauso aggressiv vermarkten wie Zigaretten. Das ist aber nicht im Sinne der von Amendt geforderten Drogenpolitik. Er möchte das man sein Material in einer Abgabestelle erwirbt, die den Stoff nur unverarbeitet an den Kunden weitergibt, also keine Fertig-Tüten und keine Fertig-Spacecakes. Das ist aus verschiedenen Gründen sicher sinnvoll, aber wenn man mit der Legalisierung auch Drogenfachgeschäfte einführt und den Verkauf aller Drogen (also auch Alkohol und Zigaretten) in diese Geschäfte verlagert, dann verstehe ich nicht, wieso die Produktpalette nicht größer sein darf als nur der pure Stoff?
Fazit: Das Buch ist sicher sehr lesenswert und vielleicht auch mal als Geschenk für die kritischen Eltern gut, allerdings ist die Sprache der sich Amendt bedient nicht die einfachste, ein Fremdwörterlexikon ist da schon echt hilfreich.
Benni Kierdorf
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