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laugh and dance
(pub. Juli 2003)
Publiziert am: 26.06.03 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 03juli artikel laugh and dance

Lachen und Tanzen. Gerne doch, natürlich am liebsten in angenehmer Umgebung, mit der passenden Musik und im Sommer mit Vorliebe unter freiem Himmel. Um das alles unter einen Hut zu bringen empfehlen wir euch das Antaris-Project-Festival in der Nähe von Berlin.
Ok, die passende Musik ist eigentlich eine Geschmacksfrage, doch auf der Antaris bekommt ihr (sogar wissenschaftlich belegbar) die tanzbarste Musik. Denn es ist eines der größten Goa-Festivals der Republik. Goa Trance (auch bekannt als Psychedelic Trance) ist eine Stilrichtung der elektronischen Musik, die sich Ende der 80er-Jahre aus Trance entwickelt hat. Benannt nach einem indischen Bundesstaat, der sich zu einer Art Mekka von Hippies, Rucksacktouristen und anderen Aussteigern der westlichen Industrieländer entwickelte, was auch schon sehr viel über den Sound aussagt. Dieser ist sehr spacig, treibend, teilweise sehr von Tribal beeinflusst und gerne auch mal mit Gitarrensounds unterlegt. Doch das entscheidende sind die Beats pro Minute (BPM), denn die bewegen sich bei Goa im Rahmen von 135 bis 150 BPM. Mit dieser Frequenz kommt vereinfacht ausgedrückt das menschliche Rhythmusgefühl am besten klar und macht die wenigsten Fehler (die selbst bei dem besten Schlagzeuger unterlaufen würden). Das Gehirn ist nicht mehr so stark damit beschäftigt im Takt zu bleiben, sondern kann sich anderen Dingen hingeben. Solche Schlagfrequenzen werden daher auch in rituellen Zeremonien benutzt um Trancezustände herzustellen, deswegen auch der Name Goa Trance. Psychedelische Trance-Erfahrungen sind also nicht nicht nur mit irgendwelchen Substanzen zu erleben, sondern auch allein durch Tanzen.
Auf der Antaris lädt ein Dancefloor mit einem Durchmesser von 44 Metern zum ausschweifenden Tanz. Eine „Electro Voice“-Anlage mit acht Boxentürmen rund um den Floor und zusätzlichen Acht-Bass-Systemen in der Mitte wird die Tanzgemeinde mit einen äußerst voluminösen Sound versorgen. Für die Schallwellenverbreitung werden über 150.000 Watt zur Verfügung stehen, was wohl einmalig für eine Goa-Party ist. Mit einer solchen technischen Ausstattung dürften die diversen DJs (unter denen auch internationale Größen vertreten sind) und natürlich auch die Live Acts die besten Voraussetzungen geboten sein neue Klangwelten und ergreifende Sphären zu schaffen.
Die Antaris ist neben der VOOV (die im August stattfindet) das wohl älteste europäische Trancefestival und ist mittlerweile eine feste Größe mit Kultstatus. Die erste Party feierten sie im Jahre 1993 im Berliner Umland . Nach einer zweijährigen Pause wurde dann im brandenburgischen Tarmow zum Tanz gebeten. Tarmow zog dann auch in den folgenden sieben Jahren zahlreiche Besucher an und wird wohl auch noch in den nächsten Jahren die Location in Form einer Kuhweide stellen. Das Festival selbst wird von einer Handvoll Menschen organisiert, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, die eigenen Träume, Sehnsüchte und Vorstellungen in die Realität umzusetzen. Das heißt ein Stück Natur, wo sich sonst nur Kühe verwirklichen, in einen brodelnden Kessel aus spacigem Licht, Farben, Psytrance und einem kräftigen Schuss Spaß zu verwandeln. Das auf Goa-Partys viel Wert auf eine entsprechende (also auf eine alles andere als von dieser Welt kommende) Dekoration gelegt wird, steht für sich, doch die Antaris wollen ihre internationale Partygemeinde diesmal besonders beglücken und kündigen für dieses Jahr die höchste Deko an, die je in Europa geschaffen wurde. Na, wenn das mal nichts verspricht. Verantwortlich dafür wird Ananto vom Fluorecent Network, Infin-E.T. aus Berlin sein. Des weiteren werden Laser-Installationen und Performance-Künstler aller Art für ein visuelles Vergnügen sorgen.
Selbstverständlich gibt es nicht nur einen main floor, der zum Tanzen einlädt, sondern auch einen zweiten, der jedoch eher zum Abkühlen geeignet ist. Allein auf dem second floor erwarten euch rund 20 DJs aus aller Welt zum Kraft tanken. Für das leibliche Wohl wird natürlich auch gesorgt und eine internationale und bunte Mischung aus Buden lädt zum Shoppen. Um das Angebot absolut zu vervollständigen gibt es auch einen Badesee. Der Eintritt liegt mit 32 Euro in einem absolut fairen Rahmen. Tarmow liegt an der A 24 zwischen Berlin und Hamburg und ist daher relativ problemlos zu erreichen. Ein bus shuttle macht es möglich das Auto mal stehen zu lassen und stressfrei anzukommen (mehr Infos auf www.reiselogistik.de).


Christian Schlicht
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