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PSYCHOAKTIVA - Teil XI
Nachtschatten-Alkaloide
Publiziert am: 08.06.04 - Medienformen: Medienform Text


Bislang wurden in insgesamt 34 Gattungen der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) psychoaktive Arten ermittelt, es dürften allerdings in Wirklichkeit viele mehr sein. Dabei enthalten die einzelnen Pflanzen nicht immer nur die Nachtschatten-typischen Tropanalkaloide, sondern auch andere Verbindungen, wie Cumarine, Alkaloide, Withanolide, Terpene, ja sogar Benzodiazepine, z. B. Diazepam (= Valium®) in der Kartoffel. Diese führe ich hier allerdings nicht alle auf. Diesmal geht es (in geraffter Form) um die vier wichtigsten Alkaloide aus dem Reich der Solanaceae, nämlich Atropin – das in der Schulmedizin seinen festen Platz hat, die Verwandten Hyoscyamin und Scopolamin und das bekannte Nikotin.


Allgemeines:


Atropin ist ein Tropanalkaloid (C17H23NO3) und ist nah verwandt mit Cocain, Hyoscyamin und Scopolamin. Atropin wird bei Augenoperationen und Asthma sowie zur Narkoseeinleitung und bei Herzversagen eingesetzt.

Hyoscyamin (C17H23NO3) wandelt sich unter Trocknung größtenteils in Scopolamin um und weist ein diesem analoges Wirkungsspektrum auf. Hyoscyamin findet als Mydriatikum und Spasmolytikum Verwendung und wird in der Behandlung der Parkinsonschen Krankheit und als Antidot bei Vergiftungen mit Phosphorsäure-Estern eingesetzt.

Scopolamin (C17H21NO4) wird medizinisch u. a. als Schlafmittel verwendet.

Das Alkaloid Nikotin (C10H14N2) ist die wohl bekannteste Nachschattendroge. Nikotin kommt in vielen Pflanzen vor und wird seit Tausenden von Jahren in der ganzen Welt genossen.


Wirkungen und Gefahren


Eine akute Tropanalkaloid-Vergiftung kennzeichnet sich symptomatisch in der Regel in krankhaft erhöhtem Pulsschlag, Pupillenerweiterung, Halluzinationen, geröteter, warmer und trockener Haut, u. U. in unregelmäßigem Herzschlag, Benommenheit bzw. Schläfrigkeit und motorischer Unruhe. Symptome bei Kindern sind Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle, Angstzustände und Harnverhalt.


Bei den sehr niedrigen Nikotinwerten der hierzulande erhältlichen Zigaretten wird es selten zu einem Notfallgeschehen durch Nikotin kommen, es sei denn, es handelt sich um kindlichen Konsum. Wenn ein Kleinkind eine Zigarette isst, wird nicht nur das enthaltene Nikotin eine Gefahr darstellen sondern in noch höherem Maße die weiteren Inhaltsstoffe, wie Parfüme, Abbrennstoffe und andere toxische Substanzen.



Markus Berger


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