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The Day after Tomorrow
So politisch kann Action sein
(Pub. Juni 2004)
Publiziert am: 08.06.04 - Medienformen: Medienform Text


Roland Emmerich ist wieder am Start. Und zwar mit dem wahrscheinlich meistdiskutierten Film dieses Jahres. Das Werk mit dem bescheuerten Titel „The Day after tomorrow“ (hätte man nicht einfach „übermorgen“ sagen können?) bringt Politiker, Wissenschaftler und Umweltschützer auf die Barrikaden.


Die zentrale Frage all dieser Diskussionen ist: Wie realistisch ist das Weltuntergangsszenario, das uns hier gezeigt wird? Die klare Antwort gleich vorweg: Null. Aber das war wahrscheinlich auch nie geplant. Dinge wie die riesige Flutwelle, die New York überschwemmt, haben zwar mit dem Versiegen des Golfstroms absolut nichts zu tun, sehen aber so gut aus, dass sie ihren Platz im Film allein dadurch legitimieren. Auch physikalische Unmöglichkeiten, wie die vier Wirbelstürme, die gleichzeitig LA verwüsten, werden zwecks Effekthascherei einfach übergangen.


Aber eigentlich macht das auch gar nichts. Dafür bekommt man einen Bildersturm a la Roland Emmerich geboten, der einem den Weltuntergang anschaulich nahe bringt und für die recht schwache Story entschädigt. Und der reicht wohl, um so manchen Zuschauer zu verunsichern.


Die internationale Umweltbewegung ist direkt auf diesen Zug aufgesprungen. Wo sonst finden ihre seit Jahren proklamierten Horrorszenarien so viel Gehör wie im Kino? Das ist ganz im Sinne des Meisters, der diesen Film als Kritik an der Bush-Regierung verstanden haben möchte.


Inwiefern die Zuschauer aus diesem Film allerdings wirklich Lehren ziehen, bleibt offen. Denn immerhin gibt es natürlich wieder ein absolut hollywoodmäßiges Happy End. Es sterben zwar einige Millionen Menschen, aber am Ende sind die Protagonisten und alle Überlebenden trotzdem glücklich und freuen sich auf ihre neue Zukunft in Äquatornähe. Das zeigt uns doch, dass so eine Klimakatastrophe gar nicht so schlimm sein kann. Denn immerhin können sich wundervolle Liebschaften in ihr entwickeln und die Väter finden wieder zu ihren Söhnen.


Wie ihr seht, trieft das Ende mal wieder vor Schmalz, aber was hätte man von der Traumfabrik auch anderes erwarten sollen? Das nimmt dem Ganzen seinen belehrenden Anspruch. Wie viel effektiver (und auch realistischer) hätte es gewirkt, wenn einfach alle verreckt wären und die Erde als tote Eiswüste zurückbliebe. Das hätte mal wirklich Eindruck gemacht.


Martin Schwarzbeck


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