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Buchbesprechung - Stupid White Men
Von Michael Moore
(pub. maerz 2003)
Publiziert am: 03.03.03 - Medienformen: Medienform Text


Kaum jemand kann es derzeit wagen kiritische Töne über Amerika zu verlieren, ohne immer den Zusatz zu bringen: Ich habe nichts gegen Amerika! Antiamerikaner will keiner sein. Nein das nicht. Micheal Moore ist das auch nicht. Er will nur sein Land retten und fordert deshalb die UNO auf nach Amerika zu kommen und sie von den Bösen Menschen, die sich einfach die Macht geklaut haben, zu befreien.

Mit seinem Film „Bowling for Columbine“ ist er nun für den Oskar nominiert. Unerwartet und Überraschend zugleich, denn jeder der Micheal Moore kennt, weiß dass er ein großer Bush-Kritiker ist. Mit seinem Buch „Stupid White Men“ rechnet er mit Bush ab. Und auch dieses Buch steht fast überall – sowohl in Amerika wie auch in Deutschland – oben in den Bestsellerlisten.
Die Lektüre dieser hoch intelligenten und gallebitteren Satire rüttelt auf. So ist etwa die fragwürdige Machtergreifung, des bei den Präsidentenwahlen stimmenzahlmäßig unterlegenen Kandidaten der Republikane,r kaum mehr Thema. Sehr wohl bei Michael Moore, der Bush Junior mit betont unfairen Schlägen unter die Gürtellinie als trotteligen Unsympathen und Ignoranten vorführt.
Das Who´s who der US-Regierung in seinem Buch hat einen ganz klaren Grund: "Sie repräsentieren die bescheidenen und selbstlosen Funktionäre der amerikanischen Wirtschaft. Ich habe sie aufgeführt, damit die Truppen der UNO und NATO sie leichter zusammentreiben können, wenn sie endlich kommen, um Ordnung und Demokratie wieder herzustellen."
Moore nimmt nicht nur die politischen Missstände im Land mit ätzendem Sarkasmus aufs Korn, sondern auch Rassismus, Wirtschaftskollaps, Umweltkrise, Arbeitslosigkeit, das marode Gesundheitssystem, den bedrohten Weltfrieden und so fort. Dabei zieht er derart lustvoll über dümmlich-naive Landsleute her und den American Way of Life durch den Kakao, dass es - wenn auch nicht für jeden - eine wahre Freude ist.



Werner Graf
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