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Blumentopf
Das Interview zur Tour
(Pub. Maerz 2004)
Publiziert am: 09.03.04 - Medienformen: Medienform Text


Am 31.10.2003 verwandelten Nico Suave in Begleitung von Dj Sparc und Phanthom Black und der Hauptact Blumentopf die Saarbrücker Messehalle in einen tobenden Schwitzkasten. Als mir die Jungs in der Messehalle entgegen kamen, sah ich es ihnen schon von weitem an, eine Grippewelle hatte sie erwischt. Alle außer Holunder, er war noch gesund, gesellten sich mit mir in einen Büroraum und wir führten ein sehr entspanntes Gespräch.

Hanf Journal: „Erzählt doch mal wie es euch ergangen ist, von Beginn der Tour an bis jetzt. Habt ihr den Eindruck, dass ihr mit eurer neuen CD ankommt, wie ist die Reaktion der Leute?“

Sepalot: „Man kann sagen, dass es unsere erfolgreichste Tour war, bis jetzt.“

Heinemann: „Wir haben auf jeden Fall eine Steigerung gegenüber den letzten Touren von den Besucherzahlen her. Ich bin erst mal krank in den Bus eingestiegen und habe den Rest angesteckt. Mittlerweile musste, bis auf den Holunder, jeder da durch.“

Hanf Journal: „In dem Lied "Manajah" redet ihr ja über Jah. In wie fern steht ihr mit Jah bzw. mit Gott in Verbindung. Seit ihr wirklich so gläubig, dass ihr Gott blind vertraut?“

Kung Schu: „Wir vertrauen einfach auf unsere positive Einstellung zum Leben. Der Chorus mag vielleicht den Eindruck vermitteln, aber wenn man sich den Text anhört merkt man schon, dass wir auf keinen Fall unsere religiöse Überzeugung zum Ausdruck bringen wollen, sondern es basiert auf dem Wortspiel aus Manager und Manajah.“

Hanf Journal: „Also, das hat überhaupt nichts mit Reggae, Rasta und Jah zu tun?“

Sepalot: „Jah, steht da für ´ne Übermacht, der man halt vertraut. Es ist als Synonym zu verstehen für gesunden Optimismus.“

Hanf Journal: „„Jeder Zweite linkt dich“ gefällt mir sehr gut, vor allem der Beat. Linkt ihr die Leute echt so?“

Kung Schu: „Im Normalfall nicht, bis auf die erste Geschichte mit den Drinks, da war ich sehr besoffen und habe ich mir den Abend von den Fans finanzieren lassen, indem ich ihnen meine leeren Drinks vor die Füße geschmissen habe und sie dann aufforderte mir bitte meinen nächsten Drink zu bezahlen.“

Hanf Journal: „Also stimmt es doch, dass du nicht ganz so der nette Kerl bist?“

Kung Schu: „Ja, ja, da sieht man, dass die Türsteher nicht ganz so unrecht hatten, hihi . . . Aber, daraus ist es halt entstanden. Der Roger hat dazu den Beat gemacht und wir haben das Ganze zusammen fertiggestellt.“

Sepalot: „Ideen kommen ja nicht aus dem Nichts, sondern von irgendwas, was du vorher erlebt hast. Irgendeiner schmeißt einen Baustein hinein und wenn der cool ist, dann greifen sich die anderen den und bauen etwas darauf auf.“

Hanf Journal: „Letztes Jahr habe ich euch gefragt ob ihr immer noch beim HipHop bleiben wollt, ist es noch so, dass ihr eurem Stil treu bleibt?“

Kung Schu: „Klar werden wir bei dieser Musik bleiben, weil sie auch verdammt cool ist und uns sehr gut gefällt. Ich habe mir heute auch nur HipHop-Platten gekauft, obwohl ich gestern losgezogen bin und mir Metall-Platten gekauft habe.“

Sepalot: „Und ich habe mir heute Katja Ebstein gekauft. Mit einer geilen deutschen Version von „Mother leschilds“ das ist so ein Soulclassic. Aber wir als Blumetopf . . . unser nächstes Album wird mit Sicherheit wieder ein HipHop-Album sein.“

Hanf Journal: „Das habt ihr letztes Jahr auch schon gesagt.“

Heinemann: „Siehst du, man kann uns beim Wort nehmen.“

Sepalot: „Wir haben auch alle sehr viele andere Einflüsse drauf, die wir dann aufnehmen und wiedergeben. Aber letztendlich wird es sicherlich auf einem HipHop Kontext basieren!“

Hanf Journal: „Esther und Sepalots Debutalbum: Eskapaten! Kannst du mir ein wenig darüber erzählen?“

Sepalot: „Wir haben das aufgenommen zwischen den zwei Blumentopf Alben. Wir haben einfach angefangen. Es war gar keine feste Intention dahinter, sondern: lass uns mal ausprobieren, das ist doch ganz cool. Es hat uns beiden einfach so viel Spaß gemacht und hat auch extrem gut funktioniert, dass wir immer mehr gemacht haben . . . dann ist es ein Album geworden.“

Hanf Journal: „Mit wem würdet ihr gerne mal die Bühne rocken?“

Kung Schu: „Was extrem viel Spaß gemacht hat war mit Clueso „Manajah“ und " Ich komm klar" zu machen. Wir haben gemerkt, dass wir ohne Clueso keine Reggaesachen machen können. Auf der Platte, sind sehr viele Feature Sachen drauf. Aber bei den Liedern wäre es schon gut, wenn Leute dabei wären wie E-la, die bei dem „Frauenflüsterer“ den weiblichen Part übernommen hat.“

Hanf Journal: „Da in letzter Zeit von Seiten der Plattenfirmen viel über Verluste durch illegale Musikdownloads geklagt wurde und von "angeblichen" Millionenverlusten gesprochen wird, versuchen sich immer mehr Plattenfirmen darin, ihre Musik durch´s Netz zu verkaufen. Wie denkt ihr darüber?“

Heinemann: „Es ist auf jeden Fall besser, wenn man dafür löhnen muss, als dass man alles umsonst kriegt.“

Sepalot: „Es ist schon ´ne gute Idee. Leider hat die Musikindustrie jahrelang geschlafen und nur in Kopierschutz investiert, anstatt sich ne neue Vermarktungsart einfallen zu lassen. Die Plattenfirmen leiden darunter, aber in erster Linie leiden die Künstler. Wer nur gebrannte CDs zuhause herumliegen hat, soll sich nicht beklagen, dass im Fernsehen nur noch „Deutschland sucht den Superstar“ kommt. Was ich aus künstlerischer Sicht nicht so gut daran finde ist, dass das Album auseinandergerissen wird. Der Vorteil aus dieser CD-Brennerei ist, dass man Leute erreicht, die einen vorher nicht gekannt haben und die dann aufs Konzert kommen. Was ich da immer sage: Wenn die gebrannte CD zur Lieblings CD wird, spätestens dann soll man so fair sein und sich das Original kaufen.“

Kung Schu: „Wenn die Platte im Netz als Download zur Verfügung steht und die Leute müssen dafür zahlen, ist es aber noch lange nicht das gleiche, wie das ganze Produkt mit Cover und Artwork, welches im Laden steht. Daten aus dem Netz runtergeladen haben einen ganz anderen Wert.“

Hanf Journal: „Was kann in euren Augen die Kunst erreichen? Was wollt ihr mit eurer Musik für die Menschen erreichen?“

Skung Fu: „Wir möchten sie in erster Linie unterhalten und zwar auf einem gewissen Niveau. Es ist immer schön, wenn eine gewisse Massage dahintersteckt. Wenn die Leute sie hören und Spaß dabei haben und beim zweiten Mal hören ein bisschen darüber nachdenken. Manche Lieder sind auch nur zum Tanzen.“

Nachdem Nico Suave die Massive mit heißen Beats aufgetaut hatte, stürmten die Töpfe die Bühne. Binnen weniger Minuten tobten die Fans, fast alle kannten die Songtexte in und auswendig. Zum Höhepunkt des Abends bahnten sich die Jungs ihren Weg durch das Publikum.

Ich bedanke mich bei den Jungs von Blumentopf für dieses gute Interview und ein Grippe habe ich auch nicht bekommen.

www.blumentopf.com 

Sista


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