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Goldfrapp
Schwarze Kirschen und eine psychedelische Reise.
(pub. mai 2003)
Publiziert am: 07.05.03 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal mai03 artikel Goldfrapp

Ein Traum. Leichte Streicher erzeugen eine weiträumige Atmosphäre, ein Klavier gibt uns einen Orientierungspunkt, an dem mensch sich festhalten kann und dann noch eine wundervolle bezaubernde Stimme, die durch die ganze Szenerie schwebt. In dem Ganzen ist genug Raum für die eigene Phantasie, für die Träume und die Gefühlen eines jeden Hörers. Wir sind ein Teil der Musik und nicht einfach nur ihre Konsumenten. Sie nimmt uns auf wie ein guter Film oder eine sinnliche Geschichte.
So könnte die Wirkung von Goldfrapps Debütalbum Felt Mountain auf den Hörer beschrieben werden. Felt Mountain ist eine musikalische, wie mentale Traumreise. Kiffen scheint unnötig um in den vollen Hörgenuss zu kommen. Golfrapp lässt die Aussage von Ton Steine Scherben „Unsere Musik ist akustisches LSD“, lächerlich erscheinen. Das was sie uns da bieten, scheint weit mehr ein psychedelischer Türöffner zu sein, als alles was die Scherben uns boten. Ok, da liegen Welten dazwischen, ich weiß.....
Nach ihrem clandestinen Erfolg mit Felt Mountain im Jahre 2000 ( 500.000 verkaufte Exemplare, ganz ohne riesige Werbekampagnen), veröffentlichten sie Ende April ihr zweites Album. Die Schaffungsstätte in der sie in 12 monatiger Studioarbeit ihr neues Werk kreierten, spiegelt nur zu gut den Charakter wieder. Wurde Felt Mountain noch als sehr durchdachtes und konzeptioniertes Album in ländlicher Atmosphäre produziert, ist Black Cherry in einer durch Neonlichter und dunklen Wänden geprägten Stadtwohnung entstanden und nach eigener Aussage eher spontan strukturiert. Es bleibt aber weiterhin ein Traum, nicht ganz so sphärisch und glattgeschliffen, eher etwas kantiger, urbaner und vor allem elektronischer. Jedoch läßt es nicht mehr so viel Freiraum. War ihr Debüt noch eine Traumreise auf der wir Goldfrapp begleiten konnten, folgen wir ihnen jetzt eher. Faszinierend und ergreifend bleiben sie aber immer noch. Verglichen sie Kritiker schon vor drei Jahren mit der isländischen Fee Björk, so drängt sich dies nun noch mehr auf. Wie Björk verbindet Alison Goldfrapp, klassisches Songwriting mit der Welt moderner elektronischer Musik und formt daraus ein psychedelisches Wunder.
Live wurden die Bandmitglieder Alison Goldfrapp und Will Gregory (Keyboarder, Arrangeur und Filmkomponist) bisher von weiteren Musikern unterstützt. Wie die Besetzung der diesjährigen Tour aussieht ließen sie noch nicht verlauten. Das sie ein Erlebnis sein wird ist sicher. Die letzten Konzerte in Deutschland waren allesamt restlos ausverkauft, von daher früh die Karten sichern. Und viel Spaß auf der Reise.



dates:
10.05. Berlin Universal Hall
11.05. Frankfurt U60311
15.05. Köln Prime Club

Christian Schlicht
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