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PSYCHOAKTIVA - Teil X
Alkohol
Publiziert am: 04.05.04 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal mai04 artikel TEIL X:PSYCHOAKTIVA Alkohol

Im zehnten Teil meiner kleinen Info-Reihe geht es um die weltweite Modedroge Nummer eins – das Psychoaktivum, welches fast zeitlos auf allen Kontinenten dieses Globus konsumiert wurde und wird, den Alkohol. Warum eigentlich erst so spät? Nun, der Alkohol ist für mich eines der langweiligsten Themen. Erstens, weil mir die Substanz noch nie irgendwas geben konnte. Zweitens, weil der Stoff ständig thematisiert wird und drittens, weil Alkoholika als legale Rauschdrogen vom Wissenschaftlichen her wohl die wenigsten Hänflinge interessieren dürften. Trotzdem ist es jetzt endlich an der Zeit, diese (freilich neben Nikotin und Koffein) beliebteste und gleichzeitig gefährlichste (und am meisten verharmloste) Stoffklasse zu beleuchten.

 

 

Allgemeines:

 

Die Stoffklasse der Alkohole (chemische Bezeichnung: Ethanol, Ethylalkohol) enthält organische Ethanol-Verbindungen und Lösungsmittel mit der Summenformel C2H5OH. Der Siedepunkt liegt bei 78,3 °C, die Dichte beträgt 0,79 g/cm³. Alkohol wird durch Gärung von Hefezellen produziert und weltweit aus den verschiedensten Gewächsen und auf unterschiedlichste Weise hergestellt. Gängige Pflanzen, aus denen Alkohol bereitet wird, sind Agave, Mais, Reis, Wein, Weizen, so gut wie alle Obstsorten und viele andere. Im menschlichen Körper – genauer im Blut – findet sich im natürlichen, nüchternen Zustand eine Alkoholkonzentration von 0,02 bis 0,03 Promille.

 

 

Geschichte:

 

Der Alkohol ist als Rauschmittel bei Tier und Mensch seit Urzeiten bekannt und beliebt. Primaten bedröhnten sich schon lange vor der Homo-Spezies an vergorenen Früchten. Schon 5.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung frönten beispielsweise die Menschen in Ägypten dem Alk-Konsum. Der bekannte und einflussreiche Drogenforscher Louis Lewin aus Berlin (8.11.1850 bis 1.12.1929) beschrieb in seinem Standardwerk „Phantastica“ den Fund von sechs verschiedenen Weinen und vier Biersorten in den frühesten bekannten ägyptischen Gräbern. Griechenland hatte mit Bacchus gleich einen gutgelaunten Gott des Weines – in so gut wie allen Ländern sind alkoholische Zubereitungen seit Tausenden von Jahren bekannt.

 

 

Wirkungen und Gefahren:

 

Bei geringer Dosierung können den Alkohol-Konsumenten leichter Schwindel, Stimmungsaufhellung, ein warmer Kopf, Übelkeit sowie Sprach- bzw. Wortfindungsstörungen ereilen.

Bei hoher Dosierung sind oftmals Koordinationsstörungen, Sprachschwierigkeiten, Übelkeit, Erbrechen und Bewusstlosigkeit, und (wenn’s stark übertrieben wurde) auch das Delirium zu beobachten.

 

Die häufigsten Nebenwirkungen eines übermäßigen Alkholgenusses sind Aggressivität, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schmerzunempfindlichkeit und ein Magnesiummangel-bedingter Kater am nächsten Tag.

Bei Überdosierungen können Bewusstlosigkeit, Erblindung, irreversible Hirnzellenschädigung, Delirium, im schlimmsten Falle ein Koma und der Tod eintreten.

Viele psychoaktive und auch nicht aktive Verbindungen induzieren in Verbindung mit Alkohol mitunter gefährliche Synergismen bis hin zu erheblichen körperlichen Gesundheitsrisiken. Wegen der Gefahr einer akuten Atemdepression sollte einer stark alkoholisierten Person kein Benzodiazepin-Derivat, wie Diazepam (Valium®) oder Midazolam (Dormicum®) verabreicht werden.

 

Zum Schluss noch zwei Buchtipps:

 

Wer sich näher mit der Thematisierung des Alkohols auseinandersetzen mag, der sollte sich folgende Werke unbedingt reintun. Es existieren etliche Bücher – viele miese, wenige gute – aus dem Psychedelic Underground nur einige. Die zwei besten stelle ich jetzt vor.

 

Als erstes ist da natürlich Christians „Urbock – Jenseits von Hopfen und Malz“ (Rätsch 1996, AT Verlag). Das Buch bietet alles Mögliche und Unmögliche zum Bier -, u.a. auch ein Kapitel über die wahrhaftig psychedelischen Cervesa-Mixturen. Pflichtprogramm auch für Nicht-Alkler.

Vom mittlerweile nicht mehr existenten Raymond Martin-Verlag gibt’s ein schmales Büchlein mit dem Titel „Wein & Likör selbst hergestellt“ von Andi Haller (1996). Auf 58 Seiten erhält der Leser Infos und Rezepte rund um Likör- und Weinzubereitungen. Das Teil für Selbstbesorger.

See ya next time.

 

 

 

 

Markus Berger


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