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Die Siedler von Catan - Jetzt auch zum Lesen.
(Pub. November 2003)
Publiziert am: 01.11.03 - Medienformen: Medienform Text


Nicht nur, dass weltweit Millionen Menschen dem Spiel verfallen sind, wurde jetzt noch ein knapp 800-Seiten-Wälzer nachgeschoben. Muss das sein? Wahrscheinlich nicht, obwohl mir das Buch gut gefallen hat. Angesiedelt ist es bei den Wikingern, die im 9. Jahrhundert Island besiedelten, so ist im Vorwort von Klaus Teuber zu lesen. Nur ist Island nicht Catan.

Elasund ist die Heimat von Candamir und Osmund, den beiden Protagonisten des Buches. Als sie eines Nachts im heimatlichen Fjord ein Wettschwimmen veranstalten, wird ihr Dorf von den Turonländern heimgesucht. Die nehmen ihnen alles weg, was nicht niet- und nagelfest ist. Deshalb fassen die Elasunder einen Entschluss: Im nächsten Frühjahr, wenn sie den eisigen Winter noch überleben sollten, würden sie mit ihren Schiffen losfahren und eine neue Heimat suchen. Olaf, der irgendwie den Chef der Gruppe mimt und so sämtliche Antipathien des Lesers auf sich zieht, weiß von einer Insel, zu der sie ein Sturm bringen wird. Gesagt, getan. Im folgenden Frühjahr wird alles, was noch übrig ist, auf Schiffe gepackt und los geht es. Und irgendwann landen die Überlebenden auch auf der Insel namens Catan. Erschaffen von Odin. Wie es die Legende vorhergesagt hat.

Was dann folgt, ist eine Geschichte über den Aufbau und die Entwicklung einer Dorfgemeinschaft. Aber das gestaltet sich nicht so einfach. Sind die Siedler doch in ihren alten Strukturen und ihrem Glauben gefangen. Nur wenige sind angetan von den Ideen eines christlichen Sklaven und einer Frau, die sich ihnen während der Fahrt angeschlossen hat. Aber auch alte Machtkämpfe wurden nicht in Elasund zurückgelassen, sondern auf Catan ausgetragen. So hat das Buch einige Überraschungen parat. Und man taucht ein in das Leben der Wikinger. Wenn es denn so gewesen ist, vorstellbar ist es allemal. Natürlich geht es auch um Religion, was stellenweise ein wenig anstrengend ist, um die Freundschaft von Candamir und Osmund, um weiße und schwarze Raben, um Intrigen, verletzte Eitelkeiten und letztendlich um Macht. Oder kurz gesagt um das tägliche Leben im 9. Jahrhundert. Diese Alltäglichkeiten hat Rebecca Gablé ganz spannend beschrieben. Und das bis zur letzten Seite. Was vor allem Osmund und Candamir zu verdanken ist.

Die Siedler von Catan ist im September im Ehrenwirth Verlag erschienen und kostet 24,90 Euro. Gibt es auch als Hörbuch.
Allerdings würde ich auf die Taschenbuchausgabe warten, außer man ist ein Fan historischer Romane oder der Hardcover-Bücher oder man hat zuviel Geld.


Kerstin Koch
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