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How do you call it?
(pub. nov. 2003)
Publiziert am: 05.11.02 - Medienformen: Medienform Text


Das ist nicht nur der Titel des neuen Albums von Patrice, sondern auch eine berechtigte Frage, die uns der 23jährige Hamburger da stellt. War sein Debütalbum "Ancient Spirit" noch klar der Sparte Reggae zuzuordnen, macht er nun deutlich, dass dies nur eine seiner Facetten ist.
Patrice rückt die Off-Beats weiter in den Hintergrund und spielt nun mehr mit Hip Hop- und R'n'B-Einflüssen. Heraus kommt ein warmer Sound, der von einer entspannten Grundstimmung getragen wird und sich keinem Genre zuteilen lässt. Die Tracks bieten so eine ausgesprochene Vielfalt und lassen Eintönigkeit im Keim ersticken. Auch im Gesang hat sich bei Patrice Babtunde Bart-Williams, so sein bürgerlicher Name, etwas geändert. Er singt nicht mehr so energievoll, sondern orientiert sich eher in Richtung Soul. Was aber nicht bedeuten soll, dass jeder Refrain von einem weiblichem Backup untermalt ist oder jetzt alles glatt und poppig klingt. Seine markante Stimme mit dem hellen Timbre fasziniert noch immer und bannt mich, wie ich das nur von wenigen Sängern kenne.
Produziert wurde das Album zum größten Teil von ihm selbst. Für drei Tracks zeigt sich der Londoner Produzent Cameron McVey verantwortlich. McVey arbeitete unter anderem auch mit Größen wie Massive Attack zusammen. Teilweise ist das sehr deutlich heraus zu hören ist, z. B. bei dem Track "Sunshine". Die Themen, die Patrice anspricht drehen sich größtenteils um das altbewährte Thema Liebe. Aber auch da bleibt er nicht beschränkt und beschert uns eine wunderbare Liebeserklärung an die Musik.
Eigentlich hatte ich von Patrice ein Sunshine Album erwartet, das mich durch den Sommer begleitet. Doch dies ist eher eine ruhige Platte, die mich sicher an so manchem nasskaltem Winterabend wärmen wird. Man ist vielleicht nicht beim ersten Hören überzeugt und muss sich ein wenig hinein hören. Wird dann jedoch nur schwer davon loskommen.
Im November wird es eine große Tour durch die ganze Republik geben. Patrice kann mit seinen jungen Jahren schon auf eine beachtliche Bühnenerfahrung bauen, die dafür spricht, seine Shows nicht zu verpassen. Lauryn Hill war so angetan von ihm, dass sie ihn als Support für ihre Tour engagierte. Er spielte schon häufig im Senegal und war Headliner auf einem großen französischen Festival. In unserem Nachbarland hat er übrigens schon fast die Rolle eines stillen Stars. Er verkaufte 30.000 Platten und ist dort einer der wenigen deutschen Künstler mit einem hohem Bekanntheitsgrad. Dies erklärt wiederum auch, warum seine offizielle Homepage nur auf französisch gehalten ist. Mal sehen, ob sich das in diesem Winter noch ändert.
Das Album "How do cou call it?" erscheint bei YoMama und ist ab Ende Oktober im Handel.
Christian Schlicht
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