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Breitspiele: Im Tal der Mamuts
Der nächste Winter hat sich schon angekündigt und was gibt es Schöneres als bei einem leckerem Teechen und einem Tütchen mit Freunden ein Spielchen zu wagen.
Damit euch die Wahl für ein Spiel etwas leichter fällt, stellen wir euch ab jetzt in jeder Ausgabe ein Brettspiel vor. Den Anfang macht „Im Tal der Mammuts“. Ein Spiel in dem jeder gegen jeden spielt und es dadurch auch die Spielfreude etwas länger anhalten kann. Sieg und Niederlage hängen in erster Linie vom eigenen Würfelglück ab.
(pub. okt.02)
Publiziert am: 08.10.02 - Medienformen: Medienform Text


Im Tal der Mammuts

Es ist Winter und wir befinden uns in der Steinzeit. Die Nahrungsvorräte in den Lagern werden knapp. Einziger Ausweg für die versprengten Menschensippen: Die Jagd auf Wölfe, Mammuts oder Säbelzahntiger. Aber der Winter ist besonders hart (Winter-Ereigniskarte), deshalb zählen die gejagten Tiere nur die Hälfte der Nahrungspunkte. Für ein paar Krieger und Frauen mögen die Fische aus dem See oder Fluss fürs Überleben reichen. Doch der Rest verhungert. Wenn es hart auf hart kommt, sterben alle. Stirbt ein ganzer Stamm vor dem Ende der ersten Winterrunde, kann man noch mal beginnen. Die Winterrunden zu überleben ist echte Schwierig. Doch haben es die tapferen Krieger und Frauen der Sippe geschafft, die letzte der drei - manchmal auch vier - Winterrunden zu überstehen, wird in den Lagern geboren und in den Ebenen ausgesät.

Es folgt der Sommer, der scheinbar friedlich ist. Aber sehr schnell tummeln sich einige Tiere, die sich zu Herden zusammenschließen auf dem Spielfeld. Die großen Tiere wie Nashörner oder Mammuts zerstören dabei nicht selten die frisch bestellten Felder. Und es lauern weitere Gefahren: Vulkanausbrüche, Überschwemmungen, Waldbrände. Wichtig dabei ist im Sommer viel Nahrung für den Winter zu sammeln. Gleichzeitig muss man - egal ob Sommer oder Winter – ständig darauf achten, die generischen Stämme am Errichten neuer Lager zu hindern. Denn Ziel des Spiels ist es: Vier Lager zu errichten und (gilt nur für die Fortgeschrittenenregel) sich Feuer zu beschaffen.
Um sich selbst Vorteile zu verschaffen oder anderen Stämmen zu schaden, gibt es am Anfang jedes Spiels für jeden fünf Sonderkarten, die wohlüberlegt eingesetzt werden sollten. Denn nur am Winter- oder Sommerende erhält man eine einzige neue Karte.

Der Spielablauf: Gespielt wird in Runden. Zu Beginn sind es zwei Sommerrunden, dann drei Winter- und drei Sommerrunden usw.

Nachdem alle Spieler reihum jeweils ein Lager mit fünf Kriegern und zwei Frauen gegründet haben, kann das Spiel beginnen. Zuerst kommen die Tiere aufs Spielbrett, die sich in eine ausgewürfelte Richtung bewegen. Sobald die Tiere auf ein Feld treffen, auf dem sich schon Tier oder Mensch befinden, bleiben sie stehen. Die Tiere müssen so laufen, dass gleiche Tierarten Herden bilden und so ihre Angriffsstärke erhöhen können. Anschließend bewegen sich die Menschen auf der Suche nach Nahrung, neuen Lagerplätzen oder um ein gegnerisches Lager zu überfallen. Treffen während der Bewegungsphase Tiere oder andere Stämme aufeinander, wird gekämpft. Zuerst bekämpfen sich die Menschen (nur die Krieger kämpfen, die Frauen laufen über, sobald alle eigenen Krieger weg sind). Manchmal hilft da nur die Flucht auf die Bäume (Sonderkarte). Es folgen die Kämpfe mit den Tieren. Hier können auch die Frauen kämpfen, besitzen aber keine Punkte.

Anschließend erhalten die Stämme noch Nahrungspunkte fürs Fischen und Beeren sammeln, um sie danach teilweise wieder ab zu geben. Pro Stammesmitglied muss ein Nahrungspunkt bezahlt werden. Am Ende der letzten Sommerrunde werden noch die Felder abgeerntet, wenn sie nicht von Mammuts oder Nashörnern zerstört wurden. Und es gibt, wie am Ende der Winterrunde, in jedem Lager Nachwuchs. Dabei kommen gleich erwachsene Krieger oder Frauen zur Welt (der Würfel entscheidet).

Jetzt setzt der Winter ein. Zu Beginn wird eine Winter-Ereigniskarte gezogen, die meist Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüche oder Überschwemmungen auslöst. Nun heißt es, Tiere aufs Spielbrett bringen und bewegen, Lager errichten, kämpfen und Überleben: Nahrung abkassieren und die eigenen Leute füttern.

So geht das Spielchen jetzt munter weiter und zwar solange bis ein Stamm vier Lager errichtet und sich das Feuer geholt hat. Aber der Haken an der Geschichte - am Ende der kommenden Runde muss der Stamm immer noch Feuer und vier Lager haben (wobei dies nicht dieselben Lager sein müssen). So werden sich alle anderen Stämme auf den vermeintlichen Siegerstamm stürzen und schon beginnt das Spiel mehr oder weniger von vorn. Es soll auch schon vorgekommen sein, dass kein einziger Mensch überlebte und Mammuts, Wollnashörner und Bisons die Regie übernahmen.


Autor: Bruno Faidutti
Verlag: Eurogames/Descartes Deutschland
Alter: 12 bis 99 Jahre
Spieler: 3 bis 6
Das Spiel könnt ihr unter www.spielenet.de für 24,95 Euro bestellen

Kerstin Koch
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