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breitspiele
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Breitspiele April 2004
Publiziert am: 30.03.04 - Medienformen: Medienform Text

Das Eckthema Die besten Verstecke der Welt

Den Japan Boardgame Prize 2003 in der Kategorie Fortgeschrittenen-Spiele gewann „Edel, Stein und Reich“ von alea. Der Ravensburger Spiele Verlag bringt unter diesem Namen Spiele für „Vielspieler“ heraus. „Tadsch Mahal“, „RA“, „Wyatt Earp“ und „China Town“ haben mittlerweile schon Seltenheitswert. Auch der Klassiker und Spiel des Jahres 1990 „Adel verpflichtet“ wurde bei alea neu aufgelegt. Grundsätzlich gibt es zwei Sorten, die im kleinen Karton kosten zwischen zwölf und 15 Euro, die im großen knapp 30. In dieser Ausgabe werden wir euch ein paar dieser alea-Spiele vorstellen. Eins vorne weg: ohne Karten geht in keinem der Spiele was.

Wer sich gerne bei e-bay rumtreibt, sei an dieser Stelle auf „Wyatt Earp“ und „Tadsch Mahal“ angesetzt:

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts zerfällt in Indien die Herrschaft der Großmoguln. Folglich versuchen bei „Tadsch Mahal“ Maharadschas und Stammesfürsten in zwölf Provinzen die Macht zu erringen oder zumindest eigene Paläste zu errichten. Dabei versuchen drei bis fünf Spieler sich reihum mittels Karten zu überbieten. Erfolgreiche Spieler kriegen so die ersten Punkte. Sobald alle Provinzen auf diese Weise versteigert wurden, kommt es zur Schlussabrechnung und es gilt mal wieder die meisten Punkte gemacht zu haben. „Tadsch Mahal“ ist kein so einfaches Spiel und man weiß nie, ob die eigene Strategie erfolgreich ist. Besteht doch ständig die Gefahr überboten zu werden.

Von Indien geht es in den Wilden Westen. Bei „Wyatt Earp“ nehmen zwei bis vier Spieler die Rolle konkurrierender Sheriffs ein und versuchen möglichst viele Outlaws wie Butch Cassidy, Billy the Kid oder Belle Starr dingfest zu machen. Je mehr Karten der einzelnen Bösewichte vor jedem Sheriff liegen, umso größer wird die Belohnung. Wer in mehreren Durchgängen als erster 25.000 Dollar Belohnung eingeheimst hat, gewinnt das Spiel. Wem Rommé zu langweilig ist, aber der Sinn nach einem Kartenspiel steht, dem sei „Wyatt Earp“ wärmstens zu empfehlen.

Edel, Stein und Reich

Bis zu fünf Spieler versuchen in drei Durchgängen das meiste Geld zu scheffeln. Wie? Durch das gleichzeitige Ausspielen einer von vier Aktionskarten. Mögliche Aktionen sind: Geld einsacken, Edelsteine einheimsen oder ein Ereignis ins Spiel bringen. Bei fünf Leuten gibt es noch die „freie Wahl-Karte“. Aber nur wer als Einziger eine Aktion ausgewählt hat, kann diese ausführen. Für die anderen gilt, die Aktion mit Hilfe von bunten Klunkern, auch Edelsteine genannt, zu ersteigern.

Wie viel Geld oder welche Edelsteine es gibt, zeigen die Edelsteinkarten an. Diese beenden einmal durchgespielt auch einen Durchgang. Es folgt die Wertung der Edelsteine – allerdings kriegt nur der Geld, der die meisten Edelsteine einer Sorte hat, die anderen gehen leer aus. Nach drei Durchgängen ist der Zauber vorbei und wie gesagt: der erfolgreichste Geldscheffler hat die Nase vorn.

Wer Lust hat mit bunten Plastikedelsteinen Aktionen zu ersteigern, aber keine auf ein Spielbrett wie bei „Tadsch Mahal“ hat, ist mit „Edel, Stein und Reich“ gut bedient.

Eiszeit

Werden es deine Jäger schaffen die Mammutherden zu verfolgen und damit eure Versorgung zu sichern? Bei Eiszeit übernehmen drei bis fünf Spieler je einen Stamm von Eiszeitmenschen. Ziel ist es, innerhalb von vier Runden durch das geschickte Platzieren von Jägern – möglichst in Felder in denen Mammuts stehen – die meisten Punkte zu machen. Die Jäger werden mittels hellen oder dunklen Karten positioniert. Helle Karten haben positive Auswirkungen für den Ausspielenden, wie neue Jäger oder Mammuts auf den Plan zu setzen. Sie kosten allerdings Steine, die schwere Währung damals. Die dunklen Karten erlauben es den Mitspielern Aktionen auszuführen, bringen dem Ausspielenden aber Steine ein. Außerdem muss darauf geachtet werden, die Versorgung der Jäger zu sichern und eine Überbevölkerung zu vermeiden.

Am Ende jeder Runde steht eine Abrechnung, bei der jeder Jäger Punkte bringt, Mammuts im gleichen Feld erhöhen die Punktzahl. Allerdings stellt sich auch erst jetzt genau heraus, wie viele Jäger ernährt werden. Sind alle Felder abgerechnet, darf der Spieler mit den wenigsten Punkten noch ein Gletscherstück auf den Spielplan legen, was alles Leben dort unter sich begräbt.

„Eiszeit“ ist ein ansprechendes Spiel, das mich besonders durch die Möglichkeit die Mitspieler zu ärgern angesprochen hat. Allerdings ist die Spielzeit für ein eher kleines Spiel mit bis zu zwei Stunden recht lang.

San Juan

Wer „Puerto Rico“ kennt, weiß, dass in „San Juan“ überzählige Kolonisten gelagert werden. Und in dieser Metropole sind – wie schon auf der Insel – Runde für Runde Jobs zu vergeben. „San Juan“ ist ein reines Kartenspiel, wobei das Besondere daran ist, dass die Karten alle Funktionen übernehmen, sie sind Bauwerke gleichermaßen wie Zahlungsmittel oder Waren. Es wird so lange gespielt bis einer der zwei bis vier Spieler zwölf Gebäude errichtet hat. Dann heißt es noch Siegpunkte zählen und der mit den meisten gewinnt.

Das Spielprinzip entspricht dem von „Puerto Rico“: Rolle aussuchen und die entsprechende Aktion ausführen: Gebäude bauen, Waren produzieren oder verkaufen, Gold suchen oder als Ratsherr eine zusätzliche Karte erhalten. Und je mehr Karten, umso besser. Denn die sind eher zu knapp. Da heißt es gut abwägen, welche Gebäude man baut und welche Karten man zum Zahlen benutzt. „San Juan“ ist derzeit das kurzweiligste und beste neue alea-Spiel. Und ein Spiel für alle, denen „Puerto Rico“ zu lange dauert. Obwohl es nach einer Runde „San Juan“ meist heißt: noch eins?

Schwer geschafft vom Spielen grüßen Veit und Kerstin

Wyatt Earp

Autor: M. Borg und M. Fitzgerald

Spieler: 3–4

Alter: ab 12 Jahren

Dauer: knappe Stunde

Kosten: je nach dem

Tadsch Mahal

Autor: Reiner Knizia

Spieler: 3–5

Alter: ab 12 Jahren

Dauer: ’ne gute Stunde

Kosten: je nach dem

Edel, Stein und Reich

Autor: Reinhard Staupe

Spieler: 3–5

Alter: ab 9 Jahren

Dauer: eine Stunde

Kosten: knapp 15 Euro

Eiszeit

Autor: Alan R. Moon und Aaron Weissblum

Spieler: 3–5

Alter: ab 10 Jahren

Dauer: kann schon mal zwei Stunden dauern

Kosten: knapp 30 Euro

San Juan

Autor: Andreas Seyfarth

Spieler: 2–4

Alter: ab 10 Jahren

Dauer: knappe Stunde

Kosten: knapp 15 Euro


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