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Hanf Journal hört auf zu rauchen
24. März (Beginn 19. Dezember) = 97 nikotinfreie Tage
(Pub. April 2004)
Publiziert am: 30.03.04 - Medienformen: Medienform Text


Das nikotinfreie Kiffer die besten Drogenkonsumente der Erde wären, würden wir ja nie sagen. Aber denken dürfen wir es ja noch, oder? Naja und wenn wir schon so beim Denken sind, wollen wir mal wieder bilanzieren. Im Hanf Journal-Büro sind wir immer noch drei eiserne Nikotinfaster. Zwar gesellte sich zur Fastenzeit ein vierter mit dazu – unglaublich wie sehr sich christliche Rituale sogar in unserem Arbeitsumfeld einschleichen – der jedoch schon während einer zwölfstündigen Autofahrt mit dem Fasten gebrochen hat und wieder tödlichen Tabak um sein Gras wickelte. So, nun sagen wir halt, dass wir die Drei sind, immer noch am Joint oder an der Pfeife nuckeln und überhaupt den Umstieg auf Vaporizer oder gar Essen noch nicht wirklich angedacht haben! Aber er wird kommen.

Da uns bis dahin wohl nichts anderes übrig bleibt, werden wir hier einmal wieder dem Pur-Konsum huldigen und die schlimmsten aller Nichtrauchererlebnisse schildern.

Also: Hier kommt die ultimative Huldigung des Pur-Genusses, auf dass wir doch noch den einen oder anderen Leser auf unsere Seite ziehen können. Wir wollen doch nur euer Bestes! Und so lang ihr eure Füße unter unsere Zeitung steckt, ähh, oder so ähnlich, na ihr wisst schon.

Punkt eins: Je mehr der Geruchssinn infolge der Abwesenheit von Tabakrauch zurückkehrt, desto eher weiß man den einmaligen Geruch und Geschmack einer jeden Sorte, gar einer jeden einzelnen Blüte zu würdigen. Man merkt das vielleicht als Mischkonsument gar nicht so sehr, aber mit Tabak vermischt schmeckt irgendwie alles gleich. Da ist eine objektive Einschätzung des Beigemischten quasi gar nicht mehr möglich.

Punkt zwei: Scheiß auf Gen-Gras (siehe Seite 1).

Ja wirklich, kaum ist man Pur-Konsument, lernt man Billig- und Scheißgras zu schätzen. Schließlich bringt erst das schlechte Gras den erhofften Rauchgenuss und ballert dich nicht nach dem ersten Zug sofort zehn Stunden in die nächste Ecke. Gen-Gras ist definitiv für Mischer des schlechten Geschmacks gemacht, wir bleiben beim guten alten Schweizer Outdoor (oder wenn’s sein muss auch der deutschen Hecke).

Punkt drei: Es funktioniert viel besser! Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Tabak und Weed sich überhaupt nicht vertragen und gegenseitig in ihren Wirkungen beschneiden. Soll heißen, wer mit Tabak mischt, merkt weniger von der Qualität seines Grases. Ist ja auch nur logisch, denn schließlich ist Nikotin ein Upper und wirkt somit antagonistisch zu dem eher beruhigenden Weed.

Punkt vier: Das beste am Nicht-Mehr-Tabak-Raucher-Sein ist die Möglichkeit des altklugen Auftretens. Ständig kann man Nikotin-Junkies belehren, Sprüche wie „Nikotin tötet“ oder „Raucher sterben früher“ gehören mittlerweile zu unserem Grundrepertoire und erhellen und beglücken so manche Raucherrunde. „Ja, es ist möglich, auch für dich, mein Freund!“ Dabei ist es immer wichtig glücklich zu strahlen und eine allwissende Mine aufzusetzen. Die angedachten Heiligenscheine fanden wir schlussendlich doch zu überheblich – es reicht ja, wenn sie nach unserem Tod auf allen Bildern eingefügt werden.

Punkt fünf: Deine Mama wird so stolz auf dich sein! Scheiß drauf, ob ihr Kind weiterhin jeden Abend fett rote Augen hat oder sich sonst irgendwie zuknallt (Heroin, Crack, Angels Dust usw. – ihr kennt das ja, ne?) – sie hat immer ne tolle Geschichte, die sie im Kreis befreundeter Mütter erzählen kann: „Und mein Kind hat jetzt aufgehört zu rauchen, ich bin so stolz und das alles nur wegen dem Hanf Journal!“ *räusper* *räusper*

Nach all den guten Seiten des tabakfreien Lebens wollten wir an dieser Stelle noch erzählen welchen Schwierigkeiten, Versuchungen und heimtückischen Fallen wir erlegen oder zumindest ausgesetzt waren. Doch dagegen sprechen nun genau zwei Punkte: Erstens werden wir auch im nächsten Monat wohl noch immer keine Vaporizierer sein und zweitens:

„Warum bin ich so müde so müde so müde so ausgesprochen müde so müde war ich nie ich war schon öfters müde ganz müde ja müde doch so verblüffend müde war ich bis jetzt noch nie – das war es für heut es hat mich gefreut bis zum nächsten Treff hier im zdf!“ Alfred J. Kwak

Bis bald eure Redaktion +1

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