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Hanfberatung im Hanf Journal - Erste Hilfe für Kiffer
(Pub. April 2004)
Publiziert am: 30.03.04 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 04april artikel Die Hanfberatung im Hanf Journal >>Erste Hilfe für Kiffer

April, April, der weiß nicht, was er will. Tja, aber da die Fragen von euch noch im März bei uns eingetroffen sind, wisst ihr ganz genau was ihr wolltet beziehungsweise nicht genau wusstet. Und damit ihr auch diesen Monat nicht blöd sterben müsstet, erklärt euch Kascha mal wieder wie’s wirklich ist. Bei eigenen Fragen, Problemen oder Unklarheiten einfach an hanfberatung@hanfjournal.de schreiben – der Rat sei dir gewiss.

Ein anonymer Leser fragt:

„Hallo, ich habe da eine Frage:

Wenn das Samenkorn eine circa drei bis vier Millimeter lange Wurzel bekommen hat, muss ich es in einen kleinen Blumentopf mit guter Erde einpflanzen? Die Frage ist, ob die rausgewachsene Wurzel nach Norden oder nach Süden sein muss, damit der hoch wachsen kann? Ernsthafte Frage!“

Kascha antwortet:

„High,

dazu musst du wissen, dass der Samen keine Wurzel sondern einen Keimling bekommt. Und dieser muss, da er keine Wurzel ist, vor allem nicht in die Erde hinein, sondern herausragen. Darum muss man sich allerdings nicht allzu viele Gedanken machen, das schafft eine gute Pflanze alleine. Am besten machst du mit dem Finger ein circa ein Zentimeter tiefes Loch in die Erde, legst den Samen hinein und deckst locker Erde darüber. Das Ganze musst du dann nur gut feucht (aber nicht nass) halten, damit dein kleines Pflänzchen nicht austrocknet. Die Himmelsrichtung spielt dabei keine Rolle, damit deine Pflanze schön hoch wird, ist es aber sinnvoll, sie an einen Ort mit leichtem Luftzug zu stellen oder den Stiel gelegentlich ein wenig zu schütteln, dann wird der Stiel kräftiger. Außerdem sollte der Blumentopf groß genug sein, dass sich die Wurzeln ausreichend ausbreiten können. Auch dann wird die Pflanze größer.“

Spiky (ohne Alter und Wohnort) hat auch Fragen:

„Servus,

ich find eure Zeitung und die Hanf-Beratung echt klasse und lese auch jeden Monat artig mit. Ich habe mal zwei Fragen, wie psychoaktiv sind eigentlich die groben Hanfblätter noch nicht erblühter Skunks? Und die andere ist, was kann man tun, um den starken, wahrlich starken Geruch meiner erblühten Pflanzen zu übertünchen? Ich habe mal an Eukalyptus gedacht, aber wenn nirgends Euka wächst und es nach Euka riecht, ist das ja auch verdächtig.

Grüße und keep growing,

Spiky“

Kascha hat Antworten:

„Hey Spiky,

Danke für dein Lob. Mal sehen ob ich dir helfen kann.

Erst einmal zu den Blättern: Die Hanf-Blätter selbst sind, da sie so gut wie kein THC enthalten, nicht psychoaktiv. Allenfalls die Blattspitzen können THC enthalten, wie viel, ist von Sorte zu Sorte unterschiedlich und hängt, wie der THC-Gehalt allgemein, auch wesentlich von den Bedingungen ab, unter denen die Pflanze aufgewachsen ist (What you grow is what you get . . .).

Zu deinem Geruchsproblem: Ich gehe davon aus, dass die Pflanzen indoor wachsen (draußen wirst du ja sicher zurzeit keine stehen haben)? Dann solltest du es mit einer gefilterten Entlüftungsanlage, elektrischen Raumerfrischern oder einem Ozonerzeuger probieren. Das bekommst du alles im Grow Shop, was am besten hilft, kann ich dir leider nicht sagen, es hängt auch von der Größe und Beschaffenheit des Grow-Raumes ab. Optimal ist eine Kombination. Wie das mit der gefilterten Belüftung funktioniert, erfährst du unter „Guerilla Growing“ auf www.hanfjournal.de oder wirf einfach einmal einen Blick in die neue Sonderausgabe Growing des Hanf Journals.

Outdoor kannst du sicherlich alles zwischen deine Pflanzen pflanzen, was starken Geruch hat, Pfefferminze beispielsweise ist auch weniger „auffällig“ als Euka, weil es ja in der Gegend öfter wächst. Auch stark riechende (oder „duftende“ sagt man in diesem Fall) Blumen bieten sich an (wie zum Beispiel Flieder). Da würde ich einfach experimentieren. Wenn Pflanzen an windigen Ort stehen, kann sich meist der Geruch auch nicht so stauen. Viel Erfolg!“

Fabian (15) aus Linz (Österreich) fragt:

„Hallo Kascha,
ich habe im Hanf Jurnal gelesen, dass früher Hanf als Heilmittel gegen z. B. Hühneraugen und Kopfschmerzen verwendet wurde. Nun würde ich gern Näheres darüber wissen, wie Hühneraugen mit Hanf bekämpft werden können. Ich habe nämlich welche auf meiner Ferse, die mich schon seit geraumer Zeit schmerzen und ich will sie nicht mit etwas Synthetischem bekämpfen, geschweige denn herausschneiden. Wie muss ich Hanf anwenden, damit ich diese Dinger loswerde? Und muss in diesem Produkt THC enthalten sein oder ist das unwichtig?

Ich danke dir schon im Voraus für deine Antwort!

mfg

Fabian“

Kascha antwortet:

„Hi Fabian,

da hast du recht. Laut einer etwa 100 Jahre alten Zeitungsannonce „ist und bleibt“ Haschisch „das idealste Mittel gegen Hühneraugen, Hornhaut und Warzen“. Damals wurde allerdings ein alkoholischer Extrakt verwendet, der damalige Kilogrammpreis lag bei etwa 15 Mark (1924), ein Pfund Butter kostete vergleichsweise etwa 2,40 Mark. In diesen Produkten war nicht nur THC enthalten, sondern es war wohl der Hauptwirkstoff.

Die alkoholische Tinktur wurde als Lokalanästhetikum (also Betäubungsmittel) beim Entfernen der Warzen und Hühneraugen angewendet sowie in Hühneraugenpflastern. Die Berichte über die Wirksamkeit sind leider sehr politisch geprägt, da der Hanf oft aus England importiert wurde, die als Kolonialmacht potenzieller Konkurrent waren, daher kann ich dir nicht sagen, ob es wirklich geholfen hat.

Da THC ja auch immer noch illegal ist, darf ich dir nicht einmal zum Selbstversuch raten, zumal dieser sicherlich kostspieliger wäre, als wenn du ein synthetisches Präparat aus der Apotheke verwendest. Auch wenn das sicherlich nicht das ist, was du hören wolltest, bist du jetzt vielleicht schon mal ein bisschen schlauer. Ansonsten rate ich dir, die neue Artikelreihe im Hanf Journal, „Klüger werden mit dem Hanf Journal – Dr. Franjo Grotenhermen klärt auf!“, aufmerksam zu verfolgen, denn hier wird auf die verschiedensten Facetten des Hanfes näher eingegangen.“

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