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Erste Hilfe für Kiffer
Die Hanfberatung im Hanfjournal
Publiziert am: 05.08.02 - Medienformen: Medienform Text


Hallo meine lieben Kiffer in der großen, bösen Welt. Wieder haben sich viele von euch an mich gewandt, damit ich mit Rat und Tat zur Seite stehe. Wenn auch du ein Problem hast und nicht weißt, wen du fragen sollst, dann mail mir dein Problem an: hanfberatung@hanfjournal.de

Sebastian (16) aus Münnerstadt will wissen:

„Hallo Kascha,
es gibt momentan viele Diskussionen um die Legalisierung von Cannabis. Und total viele Leute erzählen mir immer, dass sie gegen die Legalisierung sind, weil es so viele Drogentote wegen Cannabis gibt. Aber sag mal Kascha, gibt es wirklich Menschen, die an dem Zeug gestorben sind?“

Kascha:

„Lieber Sebastian.
Diese Behauptung vieler Leute ärgert mich wirklich sehr, denn sie ist einfach falsch. An Cannabis selbst sind noch nie Menschen gestorben und es wird auch nie welche geben! Dazu müsste man nämlich 2.000 Kilogramm reines THC konsumieren. Und das ist einfach unmöglich. Außerdem hat THC keinen Einfluss auf lebenserhaltende Grundfunktionen im Körper. Denn der Hirnstamm, der lebenswichtige Körperfunktionen wie die Atmung steuert, enthält keine bzw. kaum Rezeptoren für THC. Somit gilt THC als die „ungiftigste“ psychoaktive Substanz schlechthin. Also, lass dir keinen Bären aufbinden und sag den Leuten die Wahrheit über Cannabis! Weitere Informationen und Studien findest du unter www.cannabislegal.de und www.drogenpolitik.org.“


Ulli (22) aus Düsseldorf hat ein Problem:

„Hey Hanfberaterin,
du musst mir unbedingt weiter helfen, ich bin verzweifelt. Ich kiffe schon seit über vier Jahren und irgendwie auch immer mehr. Abhängig bin ich auch schon, jedenfalls drehe ich am Rad, wenn ich nichts zum Kiffen habe. Ich würde wirklich gerne aufhören oder zumindest weniger konsumieren. Kannst du mir nicht weiter helfen? Ich will aber nicht zu Drogenberatungsstellen gehen, ich vertraue denen nicht.“

Kascha:

„Lieber Ulli,
du klingst wirklich so, als könntest du Hilfe gebrauchen. Ich denke, du bist psychisch abhängig von Cannabis und du solltest schnellstens etwas dagegen tun.
Nimm dir erst einmal Zeit für dich. Denke in aller Ruhe darüber nach, warum du Drogen unbedingt brauchst. Kommst du mit deinen Problemen nicht klar, wie empfindest du den „nüchternen Zustand“? Außerdem muss dir klar sein, dass du es alleine kaum schaffen wirst, von Cannabis los zu kommen. Hol dir Hilfe bei deinen Freunden. Wende dich vielleicht mal an Nicht- Cannabis- Konsumenten. Vertraue dich ihnen an und bitte sie um Hilfe.
Es gibt auch professionelle Beratungsstellen, mit denen du offen und anonym sprechen kannst. Folgendes Angebot kann ich dir wirklich empfehlen: www.sinnflut.de/akzept oder www.duesseldorfer-drogenhilfe-ev.de . Ich wünsche dir alles Gute!“

Hacki (21) aus Ostfriesland fragt nach Rat:

„Hallo Hanfberaterin,
ich komme aus dem Landkreis Emsland / Ostfriesland (Niedersachsen). Ich wohne ca. 10 Kilometer von der holländischen Grenze entfernt. Ich fahre öfters rüber, um etwas für meinen privaten Verbrauch zu erwerben.
Jetzt meine Fragen: Wie viel Gramm Gras/ Hasch darf ich in Niedersachsen mitführen?
Und wie sieht's aus, wenn ich an der Grenze angehalten werde? Wie viel darf ich dann mitführen und was passiert, wenn der BGS mir einen THC-Tester an den Arm hält? Wie ist es allgemein mit dem Auto fahren und Kiffen? Darf man? Wie lange danach muss man warten?
Danke im Voraus!“

Kascha:

„Hallo Hacki.
Generell gilt, dass der Besitz einer auch nur verschwindend geringen Menge von Cannabisprodukten in Deutschland grundsätzlich strafbar ist. Handelt es sich um eine geringe Menge, kann die Staatsanwaltschaft von der Strafverfolgung absehen. Eine Gewähr für das Einstellen eines Verfahrens gibt es nicht! Im Gesetz selbst ist zudem nicht definiert, wie viel eine geringe Menge ist. Die bisherige Praxis der Bundesländer ist sehr unterschiedlich: In Niedersachsen gilt der Besitz von bis zu sechs Gramm Gras oder Haschisch als geringe Menge, während es in Schleswig- Holstein 30 Gramm sind. Autofahren unter Drogeneinfluss ist natürlich verboten und das ist auch gut so. Wenn du Cannabis konsumierst, musst du grundsätzlich damit rechnen, dass dir der Führerschein entzogen werden kann. Egal, ob du eine Stunde oder einen Monat vor dem Fahren gekifft hast.
Alle Aussagen, die man bei Grenzkontrollen macht, können gegen die Person verwendet werden. Auch wenn man nur mit dem Polizisten quatscht, gilt dies als Aussage. THC- Tester weisen nur die Abbauprodukte nach, aber nicht den wirklichen THC- Gehalt im Blut. Diese Tests sind also nicht verlässlich.
Wende dich trotzdem am besten an einen Anwalt, um alles noch mal genau zu erfahren.
Eure Kascha
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