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Wenn Redaktionsmitglieder streiten
Diskussionen rund ums Kiffen
Publiziert am: 03.08.03 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 03august artikel Wenn Redaktionsmitglieder streiten Welcome to the Hanf Journal Laber Battle. Das Streitgespräch gibt’s diesmal zu dritt statt zu zweit. Mit dabei im Streitgespräch

Welcome to the Hanf Journal Laber Battle. Das Streitgespräch gibt’s diesmal zu dritt statt zu zweit. Mit dabei im Streitgespräch der Redaktion unser neuer Praktikant Martin (M), unsere altbekannte Nicht-mehr-Redakteurin Katrin (K) und der andere Dauergast: Werner (W).

Wo wir grad’ all unser Diskussionsrunden-Zubehör auf dem Tisch verteilen, fällt uns auch das erste Thema direkt ins Auge: Gras oder Hasch – eine Grundsatzentscheidung(?).
K: Gras. Ich mag nur Gras. Hasch nimmt man doch nur, wenn nix besseres da ist.
M: Ich find es gibt auch Gelegenheiten, wo’s einfach mal Hasch sein muss.
K: Also ich hab ja schon so schlechte Erfahrungen mit Hasch gemacht. Was einem da oft für ein Scheiß aufgezwungen wird. Und bei Gras kann halt nicht viel schief gehen.
W: Dünger kann schon drin sein.
M: Bei Hasch kann schon auch oft viel Scheiß reingemixt sein, aber man kann ziemlich gut testen wie lecker das ist. Vielleicht sogar besser als bei Gras. Man kann’s anzünden und riechen, und wenn man ein bisschen ne geschulte Nase hat, kann man schon erkennen ob das taugt oder ob irgendein Scheiß drin ist.
K: Ja das stimmt schon, aber da braucht man ’ne geübte Nase. Ich persönlich geh’ da lieber auf Nummer sicher. Außerdem raucht sich Gras schöner und man sieht noch, dass das mal ne Pflanze war. So ein brauner Popel erinnert mich nicht so an was Leckeres.
M: Aber ist es nicht so, dass Gras eher high und Hasch eher stoned macht? Und manchmal will man ja auch eher stoned sein, so nach Party oder so.
W: Ne, das liegt eher an der Grassorte: Indica macht eher breit, und weil das immer eher schlechteres Gras gibt, machen die da meistens das Hasch draus.
M: Das wär’ auch ’ne Erklärung für mein Phänomen – dass Hasch eher breit macht.
W: Ja, aber halt nicht immer.
M: Ok, dann kommt jetzt mein Hasch-Argument Nummer zwei: Shisha mit Gras kannste haken! Das schmeckt so widerlich und kratzt nur noch.
K: Ja, da haste Recht. Aber ich rauch halt fast nie Shisha.
W: Also ich hab’ früher auch lieber Hasch genommen, aber Gras ist halt einfach praktischer! Man braucht kein Feuerzeug und man kann sich meistens schon auf so ’ne Standardqualität verlassen.
K: Also mein Favorit ist ja beides gemischt.
M: Ne, das ist ja Frevel, als ob man Weinsorten panschen würde.
W: Also ich trink gern Rosé, und der is’ ja gepanscht.
K: Ich weiß noch was, wo Hasch echt supercool ist: Beim Ernten, wenn man das so zwischen den Fingern reibt und Schwarzen selber macht. Das ist besser als jedes Gras! (Katrin freut sich wie ein Kind . . .)
M: Oder kennt ihr die action, wo man ’ne Nadel mit Schwarzem drauf in ein Glas steckt, es verqualmen lässt und abzieht? Das ist auch ziemlich lecker und geht nur mit Hasch.
K: Das ist ja witzig, das kannte ich noch gar nicht.
W: Wo wir grad schon beim Ernten waren, was sind denn so eure bekifften Lieblingsbeschäftigungen?
K: Ernten, ganz klar ernten!
W: Am allerliebsten guck ich ja eigentlich Ally McBeal wenn ich bekifft bin.
K: Jaa! Und bekifft Kettenkarussell fahren!
W: Oder Mitfahrer im Auto sein. Coole Mucke, Füße hoch, Film einlegen.
K: Oder bekifft Bahnfahren ist auch toll.
W: Und ist immer wieder lustig wenn man zu mehreren vom Kiffen aus dem Klo kommt, und ’ne alte Dame steht davor.
M: Gesellschaftsspiele sind bekifft auch echt locker. Normalerweise ist das immer voll der Stress, da können Freundschaften dran zerbrechen, aber bekifft spielt sich’s echt easy.
K: Ich hab letztens bekifft Ligretto gespielt. Kennt ihr Ligretto?
W: Das haben wir zusammen gespielt, Katrin. Ich musste Auto fahren und war nüchtern und die haben sich die ganze Zeit gewundert, dass sie verloren haben.
K: Das ist aber auch so ein Stress-Spiel! Bekifft schwimmen ist übrigens auch super.
M: Nur wenn man nicht weit oder schnell schwimmen muss.
K: Ja am besten mit Luftmatratze. Ich geh auch voll gern in den Wald zum Kiffen. Bekiffte Menschen achten immer voll auf die Details und wenn man bekifft in den Wald geht, erkennt man so voll die Kleinigkeiten und freut sich drüber. So Wunder der Natur und so.
M: Sagt mal, ich hab mich schon immer gefragt, wie das richtig heißt: Die Kiffer oder die Kifferinnen.
K: Also ich sage KifferInnen, weil man nur dann sowohl die weiblichen als auch die männlichen anspricht. Und man sollte schon immer beide ansprechen, find’ ich.
M: Also mein Gegenargument ist, dass „die Kiffer“ ja ’nen weiblichen Artikel hat, was quasi wieder ausgleicht, dass „Kiffer“ männlich ist.
W: Ja, aber der Artikel steht nicht immer dabei. „Liebe Kiffer“ wär’ ja schon wieder diskriminierend. Und die Sprache hat ja auch immer Einfluss auf das Denken. Ich find’ das eigentlich schon richtiger die längere Formulierung zu nehmen, aber in der Zeitung mach ich’s ja auch nicht.
K: Ich find das ist ein Wandel der schon lange überfällig ist. Wie würdet ihr euch denn fühlen, wenn ich plötzlich nur noch die weibliche Form benutzen würde?
M: Ich glaub’, das fänd’ ich nicht schlimm. Machen wir es doch so, die Frauen nennen alles weiblich und die Männer machen so weiter.
K: Ne, es sollte schon jeder über seinen Horizont hinauskommen und die anderen Mitmenschen einbeziehen.

STOP

Nach ausgiebigen Diskussionen zum Thema Schönheitsoperationen (weiß der Teufel wie wir da drauf kamen), vor denen wir euch aber verschonen wollen, widmet sich unsere Redaktion der Frage: Dürfen Kiffer CDU wählen?

PLAY

K: a.) In Deutschland ist es eigentlich so vorgeschrieben, dass jeder Mensch (leider erst ab 18) wählen darf welche Partei er oder sie möchte.
M: Darf ich b.) sagen? Bitte!
W: Ok
M: b.) Nein
(Lange blicken verdutzte Gesichter auf Martin!)
M: Ach so, muss ich’s auch noch erklären?
K: Ja, erklär mal!
M: Ok. Also es ist ja so, dass man prinzipiell immer auf seine Freiheiten und Rechte achten muss. Und es ist bei vielen Kiffern so, vor allem bei denen die noch nie erwischt wurden, dass die sich sagen, so bisschen Repression, so ein bisschen mehr Polizei, das schützt mich ja auch vor den bösen Kriminellen. Aber das ist nicht wahr, am Ende greift man selber in die Scheiße damit. Also ist es schon ziemlich irrational als Kiffer CDU zu wählen.
W: Manchen sind halt einfach andere Punkte wichtiger, auch wenn ich’s nicht verstehen kann, aber manchmal gibt es Menschen, denen ist dann die Finanzpolitik wichtiger als ein liberaler Staat. Natürlich dürfen Kiffer CDU wählen. Aber ist halt schon ein bisschen eine komische Einstellung.
M: Schon ein bisschen irrational.
W: Das ist CDU-Wählen doch immer.
K: Auf alle Fälle ist Aufklärung wichtig, die Kiffer müssen schon aufgeklärt sein, welche Partei in welchen Punkten wofür steht, und wenn sie dann immer noch wollen, können sie ruhig CDU wählen. Und es ist ja auch so, dass für die wenigsten Menschen die Drogenpolitik an vorderster Stelle steht.
M: Auch wenn’s das Thema ist, das am schnellsten ihre persönlichen Freiheiten beschneiden kann?
W: Ja. Aber normalerweise erkennt man als Kiffer ja schon die Probleme, die die Repression mit sich bringt und drückt das in der Wahlentscheidung dann aus.
Die Redaktion
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