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brettspiele
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Brettspiele
(Pub. Dezember 2003)
Publiziert am: 05.12.03 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 03dezember artikel

Noch wenige Tage und die Familie versammelt sich unter dem Weihnachtsbaum oder gibt sich der Völlerei hin. Wem der Sinn nach etwas völlig anderem steht, dem sei empfohlen sich mit einigen guten Freunden an einen großen Tisch zu setzen und ein Spiel in Angriff zu nehmen. Zeit hat man an den Feiertagen ja genug. Dieses Mal soll euch „Attack!“ und „Quest for the Dragonlords“ ans Herz gelegt werden. Sagt dem Weihnachtsmann Bescheid, dass er das Grundspiel und die Erweiterung einpacken soll.

„Attack!“ mit Erweiterung


„Attack!“ ist eine Kriegssimulation von Eagle Games. Kauft gleich die Erweiterung dazu, auch wenn dann mal wieder ein richtig großer Tisch notwendig ist, um die Weltkarte auszulegen. Denn erst all die schönen Dinge wie politische Aktionen, Technologien, Ideologien, Seegefechte und die Hälfte unserer schönen Welt machen „Attack!“ spannend. Alle weiteren Erklärungen beziehen sich auf die komplette Version von „Attack!“

Aller Anfang ist nicht schwer, sondern klein und genauso beginnt das Spiel. Die Spieler setzen in vier Startregionen (Länder) ihre Anfangsarmeen, eine davon in der Hauptstadt. Sie erhalten außerdem politische Karten, Ölzertifikate, Ökonomiekarten und Kohle.

Kommen wir zur Gesinnung: Zur Auswahl stehen Kommunismus, Demokratie, Monarchie und Faschismus. Geheim werden die Ideologien sowohl für die Spieler als auch für die unbesetzten Länder ermittelt. Die Ideologien beeinflussen sowohl den Spielverlauf als auch das Spielziel. So bekommt der Faschist einen Siegpunkt für jedes Land, in dem er mindestens drei feindliche Armeen vernichtet.

Der Spielablauf im Einzelnen: Aktion wählen, bezahlen und ausführen. Jede Aktion kostet Ölzertifikate. Folgende Aktionen sind möglich:
- Politische Karten ausspielen (um sich Vorteile oder dem Gegner Nachteile zu verschaffen)
- Technologien erforschen
- Neutrale Länder durch Würfeln übernehmen
- Armeen bewegen
- Krieg gegen Mitspieler oder neutrale Länder führen
- Neue Truppen kaufen
- Die gegnerische Produktion senken.

Sinn des Spiels ist es, möglichst viele Länder unter seine Kontrolle zu bringen und dasselbe bei den Mitspielern zu verhindern. Das Spiel endet, sobald einer der Spieler „vernichtet“ wird oder bis aus dem Stapel der politischen Karten 13 Karten mit einer besonderen Markierung - dem Adler (hüstel hüstel) - ausgespielt wurden. In beiden Fällen endet das Spiel sofort und es wird abgerechnet. Für jede eigene Region erhält man zwei Punkte. Dazu kommen die gesinnungsabhängigen Punkte. Wie fast immer gewinnt der mit den meisten Punkten.

„Attack!“ ist all denen zu empfehlen, die Lust auf ein gutes Kriegsspiel haben. An die „faschistischen“ Aggressoren: Es werden eh alle auf dich einknüppeln. Wen tötet man lieber als den Fascho. Aber es ist und bleibt nur ein Spiel.


„Quest for the Dragonlords“

Lust darauf als Ork oder Nekromant den Drachenlord zu finden, um mit seiner Hilfe alle gegnerischen Könige zu töten? Dann ist „Quest for the Dragonlords“ genau das richtige Spiel.
Mit der Erweiterung „“The Crystal of Power“, können bis sechs Spieler Questen erfüllen, um magische Gegenstände zu finden, die die Eroberungskämpfe und die Ausbeutung der Reichen erleichtern. Das Spiel ist mit vielen aufwendig gestalteten Plastikminiaturen, Zauberspruchkarten, Auftragskarten, einer großen Landkarte und nicht zuletzt mit kleinen Goldnuggets und den Kristallen der Macht ausgestattet. Mit einer Spielzeit bis fünf Stunden gehört „Quest for the Dragonlords“ zu den abendfüllenden Vertretern der Brettspielwelt.

Mit der Erweiterung haben sich neben dem verbesserten Spielmechanismus auch die Siegbedingungen geändert. Im Grundspiel gewinnt derjenige, der die Könige der anderen Völker bezwingt. „Es kann nur einen geben“ lässt grüßen! Dauert einem das zu lange, kann man das Spiel mit einer bestimmten Anzahl von Kristallen der Macht und/oder Ländern enden lassen.

Alles beginnt mit der Inbesitznahme eines Fleckens des Spielplans und dem Aufbau der Truppen. Achtet darauf, das Feld „Königreich“ im eigenen Gebiet besonders zu schützen. „Goldfelder“ bringen höhere Erträge und somit mehr Truppen. Und sichert die Zugänge zu den „Wastelands“, denn nur in den Ödlanden können Questen gelöst werden.

Der Spielablauf: Mit Gold Truppen kaufen. Danach folgt die Bewegung (ohne die neu gekauften Truppen!!). Entweder bewegt man seine Truppen zu Land oder zu Wasser und/oder es folgt die Questen-Bewegung. Trifft man auf gegnerische Einheiten, kommt es zum Kampf. Je mehr Länder man besitzt, um so mehr Einkommen hat man, welches jetzt ausgezahlt wird. Als letztes und nur jetzt werden die neu gekauften Truppen auf den Spielplan gebracht. Dann ist der Nächste dran.

„Quest for the Dragonlords“ ist erst mit der Erweiterung ein gutes Spiel, da ein gemeinsamer Abend sowohl Eroberung, Krieg als auch Abenteuer bietet. Mir erscheinen die Siegbedingungen der Grundvariante zu hart, denn da können ein oder gar mehrere Spieler schon Stunden vor dem Ende des Spiels rausfliegen.

„Haste mal Feuer?“ fragte er den Drachen und begann zu qualmen.


Beide Spiele sind Importspiele, die deutschen Reglen findet ihr im Internet.

„Attack!“
Autor: Glenn Drover.
Verlag: Eagle Games (www.EagleGames.net)
Spieler: zwei bis sechs
Dauer: stundenlang
Preis: jeweils ungefähr 30 Euro

„Quest for the Dragonlords“

Autor: Robert Johannessen
Verlag: Dragon Lords Inc. (www.questforthedragonlords.com)
Spieler: zwei bis sechgs
Dauer: stundenlang
Preis: zusammen um die 70 Euro

Unter www.fairplaygames.com findet ihr beide Spiele auch billiger.


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