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Hanfberatung im Hanf Journal
Erste Hilfe für Kiffer
(Pub. Februar 2004)
Publiziert am: 10.02.04 - Medienformen: Medienform Text


Unglaublich aber wahr, da gibt es das Hanf Journal nun schon im zweiten Jahr und anscheinend gibt es immer noch Fragen rund um Cannabis. Ein deutliches Zeichen für uns mit dem Hanf Journal doch noch weiter zu machen und auch den Rest der Fragen endgültig zu klären. Wenn du auch mithelfen willst dann schick einfach deine Fragen hanfberatung@hanfjournal.de und die Aufklärung kann weiter gehen.


David (ohne Alter und Wohnort) fragt:

„Hi
Ich habe mal eine Frage. Ich würde gerne Gras bei mir zuhause anpflanzen, aber ich habe überhaupt keinen Plan, was ich so zu beachten habe und was ich alles dafür brauche. Könnt ihr mir bitte kurz und knapp schreiben was ich brauche und was ich zu beachten habe? Oder eine Seite im Netz, wo man das nachlesen kann?
Danke im Voraus
David“

Kascha antwortet:
„Hi David.
Das kommt ganz darauf an, ob du drinnen oder draußen anpflanzen möchtest. Ich gebe dir einfach mal einen kurzen Überblick:
Zuerst brauchst du natürlich Samen oder Stecklinge. Außerdem vernünftige Erde und einen guten Stellplatz bzw. beim Anbau im Haus (so genannter Indoor) Beleuchtung und Belüftung. Beachten solltest du vor allem die Pflanzzeiten (April/Mai Aussaat) und ein vernünftiges Verhältnis aus Bewässerung, Beleuchtung und Düngung, denn nur dann ist das Ergebnis optimal. Der Outdoor-Anbau, also draußen, ist meist eher einfach. Du nimmst vernünftige Erde (nicht zu sandig, nicht zu lehmig, am besten Erde aus deinem Growshop), schüttest die in ein Loch und setzt den Samen oder Steckling rein. Den Samen in einem Margarinebecher vorkeimen lassen ist eine gute Idee, wenn du dir ansonsten schlecht merken kannst, wo du den Samen hingepflanzt hast. Soll ja vorkommen und man will ja nicht aus versehen drauf latschen. Na ja, hin und wieder gießen und das wächst dann von alleine.
Indoor kannst du viel mehr rumprobieren, normal auf Erde anbauen oder hydroponisch, diese Lampe und jene Bewässerung und die Sorte mit der anderen kreuzen (draußen kann es sein, dass der Nutzhanf neben dem Vogelhaus deines Nachbarn deine Pflanze bestäubt und du auf einmal lauter nutzlose Samen in den Blüten stecken hast). Am besten guckst du mal auf www.hanfjournal.de unter „Growing“ nach, da findest du viele Berichte und Infos.
In Deutschland ist das alles aber immer noch verboten. Nur die Bewohner der Niederlande oder von Belgien dürfen sich Gedanken machen so etwas anzubauen. Der Staat will euch ja beschützen.“


Anja (17) aus Hannover möchte Rat:
„ Ho,ho Kascha.
Ich brauch da mal deine Hilfe!! Ich kiffe jetzt seit guten drei Jahren ohne Nebenwirkungen.
Aber hier bei uns gibt es nur zwei Leute, die gut verkaufen, aber es heißt das scheppert so schön, weil da Schore (Heroin) drin ist!! Also bitte hilf mir, woran erkennt man das? Ich hab schon so gut wie jeden hier gefragt und keiner kann mir eine Antwort geben . . . ich will rauchen ohne Schiss dass ich Schore mitrauche, also bitte sage mir, wie ich es erkenne! Ich sag dann schon mal danke.
Byebye“

Kascha antwortet:
„Hi Anja,
erst einmal danke ich dir für deine Frage. Das ist ein interessantes Thema, zu dem es kaum verwertbare bzw. objektive Informationen gibt. In der Tat ist es nicht unüblich, Dope zu strecken. Dabei werden aber meistens eher „wirkungslose“ Substanzen beigemischt, um es schwerer, größer oder schöner zu machen (also Henna, Schuhcreme, Zucker, Haarspray oder ähnliches) was nicht unbedingt zur Folge hat, dass das Dope besser „scheppert“. Es ist natürlich nicht gut, regelmäßig Schuhcreme und Haarspray zu rauchen. Merke: gestrecktes Dope knallt in der Regel nicht nur weniger, sondern ist auch schädlicher.
Opiate wie Heroin und auch andere Drogen wie LSD, mit denen Dope angeblich oft „gestreckt“ wird, sind einfach viel zu teuer um sinnvolle Streckmittel zu sein.
Wenn du trotzdem befürchtest, dass in deinem Dope Heroin sein sollte: Heroin schmeckt beim Rauchen eher ziemlich bitter, das sollte dir schon auffallen. Es ist gibt aber soweit ich weiß keinen dokumentierten Fall, in dem Dope mit Opiaten gestreckt wurde. Absolute Sicherheit, dass im Haschisch nur Haschisch ist, hat man leider nur in kontrollierten Drogenfachgeschäften und die gibt es dank der „der Volksgesundheit dienlichen“ Betäubungsmittelgesetzgebung, die hier in Deutschland üblich ist, leider nicht. Auch Drugchecking für Cannabis habe ich leider bisher nicht erlebt, also gilt weiterhin die Devise: Know your Dealer.“

Frank (20) aus Berlin fragt:
„Hi Kascha,
ich kiffe noch nicht so lange und habe der Einfachheit halber meistens Pipe geraucht. Ich versuche aber immer wieder Tüten zu drehen. Das klappt auch immer besser. Nur verwirrt mich die riesige Anzahl verschiedener Papers. Was ist da am besten? Dünne, dicke, schmale, breite, lange, kurze? Meine Freundin klebt immer drei kurze Zigarettenpapers zusammen, weiß aber auch nicht mehr, warum. Also, was empfiehlst du?“

Kascha erklärt:
„Hallo Frank,
du hast recht, die Produktvielfalt bei Papers ist riesig und nicht mehr sehr übersichtlich. Es gibt drei wesentliche Unterscheidungsmerkmale: Material, Stärke und Format.
Das Material kann z. B. Hanf, Flachs, Mischungen aus beiden sein. Das ist hauptsächlich eine Sache des Geschmacks und des Abbrennverhaltens. Probieren geht über studieren.
Die Stärke unterscheidet sich in dicke Sorten, dünnere und die hauchdünnen. Mit abnehmender Papierstärke schmeckt man das Papier weniger und der Joint brennt langsamer. Für langsam brennende Rauchware wie Haschisch ist also dünneres Papier besser geeignet, wenn’s schnell gehen soll, macht sich dickeres Papier nicht schlecht. Schmeckt nur wie gesagt meist nicht.
Das Format ist der kontroverseste Punkt: es gibt breites kurzes, langes schmales und auch alle anderen Kombinationen. Die Länge ist klar: je länger das Paper, desto länger der Joint. Viele meinen, mit breiten Papers besser drehen zu können. Die Joints werden dann auch oft umso dicker. So genannte „slim papers“ sind dann eher für schmale, lange Joints geeignet. Weil die nicht so dick gewickelt sind, raucht man auch weniger Papier.
Wenn man kurze Papers aneinander klebt, ist man nicht mehr davon abhängig, ob die Tankstelle Longpapers im Sortiment hat und kann die Größe auch individuell festlegen (eins, zwei, drei oder vier Papers, alles ist möglich. Man kann, wenn man will, übrigens auch große Papers aneinander kleben.).
Außerdem gibt es übrigens noch Blunt Papers, mit denen man sich so etwas wie Zigarren drehen kann, sowie aromatisierte und bunte Papers (vor allem in niederländischen Souvenirläden). Dass letztere der Lunge sonderlich zuträglich sind, bezweifle ich allerdings.“
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