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Wenn Redaktionsmitglieder streiten
(pub. feb.03)
Diskussionen rund ums Kiffen
Publiziert am: 01.02.03 - Medienformen: Medienform Text


Alle Hanf Zeitungen und Magazine schreiben über das Thema Hanf. Is ja logisch, oder? Aber niemand spricht über die scheinbar banalen Probleme und Themen eines Kiffers. Wie sieht der perfekte Joint aus? Sollten Kiffer politisch sein? Bedeutet Kiffen einfach nur Drogenspaß oder ist es eine Kultur? Fragen über Fragen, mit denen sich Kiffer immer wieder beschäftigen.
Werner und Katrin, die beiden euch bekannten Redakteure des Hanf Journals, tauchen ab in die Kifferszene und philosophieren für euch über den Joint und die Welt. Manchmal kommt es da auch schon zu Streit, aber lest am besten selbst, was sie euch zu sagen haben.

Dienstag abends. Nach ein paar Tüten und einer exzessiven Ally Mc Beal-Nacht zogen Katrin und Werner zu den heiligen Hallen des Hanf Journals. Eine Diskussion übers Kiffen. Kaputt und müde, beobachtete Werner Katrin beim ewigen Wühlen in der Tasche. Wo ist der Tabak? Nach endlosem suchen, auslehren und umkrempeln der Tasche, konnte es losgehen, oder?

Katrin: Hey, wenn wir jetzt hier diskutieren, brauche ich dazu Mucke.

Werner: Ja auf jeden Fall.

Werner schmeißt seinen Schleppi an und sucht nach Musik. Bei der Auswahl ist er hin und her gerissen. Sowieso ist sein Kopf heute „die totale Matschepampe“. Er entscheidet sich dann für „Chillum Dreams“, eine – wie er findet – coole Laberflashmucke.
Nach dem Drehen einer Kippe sucht Katrin ein Feuerzeug. Da packt Werner (der faule Sack!) die Gelegenheit am Schopf und schnappt sich die Kippe.

Werner: Deine Kippen sehen immer aus wie Stickis.

Katrin: Ich kann nicht anders bauen! Außerdem rauchst du sie ja anscheinend trotzdem gerne.

Na gut, jetzt kann es los gehen.

Werner: Reden wir zuerst über Papers. Ich persönlich mag Joints, die aus 3 Blättchen gedreht sind, total gerne.

Katrin: Naja, Longpapers (LPs) brennen aber nicht so schnell ab und produzieren nicht soviel Asche (die fliegt dann immer in der Gegend rum). Außerdem raucht sich ein Joint mit LPs viel smoother.

Werner: Für mich gehört das Zusammenkleben dreier kurzer Blättchen zum Bauritual dazu. Außerdem ist der Drehrhythmus irgendwie schöner, das Bauen geht einfacher und die Joints sehen oft besser aus. Und das wichtigste ist: Bei LPs sind bei mir voll oft Tabakknubbel im Joint. Bei dir auch?

Katrin: Ja, und das Dope ist dann oft nicht optimal auf den Joint verteilt. Aber da muss man halt einfach ein bisschen aufpassen und das Zeug ordentlich verarbeiten.

Werner: Das schnelle Runterbrennen und die viele Asche stören mich nicht so, weil ich eben Raucher bin.

Katrin: Wenn mensch bekifft ist, schiebt sie oder er ja oft einen Laberfilm. Da finde ich LPs praktisch, weil der Joint dann schnell ausgeht und man ihn einfach wieder anzünden kann. Wobei ich dazu sagen muss, dass ich Leute, die nen Joint in der Hand halten und die ganze Zeit reden, auch nervig finde. Vor allem wenn man ungeduldig auf die Tüte wartet. Bei kurzen Papers brennt der Joint einfach schneller runter. LPs sind also Laberfilmfreundlicher.

Werner: Ja stimmt. LPs bekommen 5 Punkte beim Laberflashfaktor!
(Seit wann vergeben wir Punkte? Na egal.)

Katrin: Entscheidend für den Erfolg eines Jointbaus sind Tipps. Das kann oft heikel werden, v. a. wenn manche Leute den Übergang zwischen Tipp und mische nicht gebacken kriegen.

Werner: Dafür habe ich immer einen kleinen Trick: Beim Bauen lasse ich den Tipp ein Stück aus dem Joint vorne rausstehen. Wenn ich das Paper dann zugeklebt habe, schiebe ich dieses Stück Tipp noch in den Joint rein, so wird der Übergang schön fest. (Natürlich hat Werner das nicht wirklich so logisch erklärt! Aussprüche wie „du weißt schon“ oder „da rein halt, vorne da“ kamen auch vor. Aber wir wollten ja doch, dass ihr es kapiert!)

Katrin: Das Papier für den Tipp darf auf keinen Fall zu dick und fest sein. Ich hasse zum Beispiel Tipps aus Zigarettenschachteln!!! Und wie ich sie hasse!

Werner: Ich finde die ganz gut, weil man dieses Stück aus der Kippenschachtel (v.a. der Deckel) nicht zuschneiden muss.

Katrin: Am besten sollte man seinen Tipp (wenn kein Block in greifbarer Nähe ist) mit einer Schere zuschneiden. Wenn schon ein Tipp, dann sollte es auch ein Guter sein. Ich mag übrigens den Tippblock der Grünen Jugend am liebsten (ein bisschen Schleichwerbung muss sein!).

Werner: Der Block von den Silly Walks ist aber auch opti. (Schleichwerbung schlägt zurück!) Ich kann zu lange Tipps nicht leiden. Und sie dürfen nicht zu eng zusammengedreht sein. Ach noch was, bei den Papers mag ich zum Beispiel die schwarzen Slim-LPs oder eben die kurzen, blauen Standardblättchen von OCB.

Katrin: Ich verstehe übrigens die Kiffer nicht, die nach dem Bauen den Tipp ankokeln und anfeuchten. Finde ich ziemlich eklig und ich frage mich immer, was das bringen soll. Warum machen die das?

Werner: Da habe ich auch keine Antwort drauf. Aber herzallerliebste Katrin, ich gebe dir recht. Ich finde es auch blödsinnig, den Joint vorne zuzudrehen und dann anzuzünden. Was soll das? Man kann das überschüssige Paper doch schöner abbrennen, wenn man es nicht vorne zudreht. Das sieht dann auch noch cool aus, die kleine Fackel eben!

Katrin: Stimmt. Aber wenn nichts Gutes zum Stopfen da ist, muss man halt den Joint schütteln und vorne zuhalten, dann dreht sich der vorne automatisch zu. Man braucht eben was Gutes zum Stopfen wie ne Kippe oder ein Stift.

Werner: Bei Drehtabak reicht ja auch oft Klopfen. Kippen für Joints zu verwenden ist total bescheuert und das Bauerlebnis ist echt scheiße.

Katrin: Ist halt schwieriger mit Kippen, aber zur Not geht’s schon. Meiner Meinung nach darf Drehtabak aber nicht zu alt und trocken sein, sonst ist er ekliger als Kippen. Aber wie stehst du eigentlich zur Form des Joints? Dick oder dünn?

Werner: Dünn natürlich. Erstens muss man nicht soviel Tabak reinmischen, bei dicken Tüten wird man oft vom Tabak erschlagen. Das Rauchvergnügen ist angenehmer, wenn die Tüte schmal ist. Ne richtig gute Tüte muss dünn sein, aber trotzdem von vorne nach hinten breiter werden.

Katrin: Ne du. Ein Joint muss aussehen wie eine Tüte, ein richtig fettes und dickes Teil eben. Ich will da nicht so einen dünnen Stummel in der Hand halten. Die Tüte muss Stil haben und das hat sie nur, wenn sie auch aussieht wie ein klassischer Joint. Und der ist nun mal dick und breit. Ok, man muss oft mehr Dope reinmischen, finde ich aber nicht schlimm.

Werner: Dicke Tüten sehen voll oft scheiße aus und haben dann null Stil. Da vergeht mir dann die Lust auf den Rausch.

Katrin: Ist Geschmackssache. Aber Tüten müssen auf jeden fall lang sein, oder?

Werner: Ja absolut. Aber Hauptsache, man erhält den gewünschten Effekt: Frei und breit sein!
Naja, lass uns mal Einen bauen....

Kiffer können eben nicht wirklich streiten.

In der nächsten Ausgabe könnt ihr euch auf eine Diskussion über die Themen „Was kotzt uns bei Kiffern an?“, „Wie sieht ein typischer Kiffer aus?“ und „Wie viel Kifferschnickschnack braucht die Welt?“ freuen.
Ach übrigens: Ihr habt ein Kifferthema, das das Hanf Journal unbedingt diskutieren muss? Dann her damit. Schreibt einfach eine Mail an: redaktion@hanfjournal.de

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