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Die Hanfberatung im Hanf Journal - Erste Hilfe für Kiffer
(pub. jan.03)
Hallo Ihr Lieben da draußen,
wie immer im Dezember steht Weihnachten vor der Türe. Eine friedliche Zeit der Besinnung mit der lieben Familie. So sollte es sein. Tatsache ist, dass keine Zeit im Jahr so unweihnachtlich stressig ist wie Weihnachten. Deshalb ein Appell an euch: Lasst euch nicht stressen und bleibt entspannt! Macht auf was ihr Lust habt und lasst euch nicht von dem weihnachtlichen Konsumwahn- zwang mitreißen!

Bei Kummer und Fragen wendet euch wie immer an: hanfberatung@hanfjournal.de
Publiziert am: 09.01.03 - Medienformen: Medienform Text


Philipp (16) aus Stuttgart hat eine Frage:

„Hi Kascha,
Ich habe vor, bald am Bodensee Urlaub zu machen und wollte dann mal rüber in die Schweiz, um ein bisschen Weed einzukaufen. Kannst du mir sagen wie das dort läuft? Wie das genau mit dem Gesetz ist, wo man das kauft und wie die Preise im Vergleich zur Qualität sind?
Danke für deine Hilfe!“

Kascha:

„Lieber Philipp,
Es gibt in der Schweiz in allen großen Städten sogenannte Hanflädli, die Gras z.B. in Duftkissen verkaufen. Aber aufgepasst: Noch ist der Konsum von Cannabis in der Schweiz strafbar. Wobei in leichten Fällen von einer Strafe abgesehen wird und es meist nur zu einer Busse kommt. Auch in der Schweiz liegt die eigentliche Kompetenz für die Höhen der Strafen bei den Kantonen.
Nach den geplanten neuen Gesetzten wird der Verkauf von Cannabis straffrei sein. Jedoch legt die Schweiz großen Wert darauf, dass "keine Ein- und Ausfuhr ermöglicht wird". Konsumiert ein ausländischer Besucher Cannabis in der Schweiz macht er sich nach zukünftigem BetmG nicht mehr strafbar. Der Verkäufer hingegen, der sich nicht an die Bedingung hält, dass nur an Leute mit Wohnsitz in der Schweiz verkauft werden darf, muss damit rechnen, dass gegen ihn ein Strafverfahren eröffnet wird. Dies teilte uns zumindest das schweizer Gesundheitsministerium mit.


Jouseppe (19) aus Leipzig will wissen:

High Kascha,
„Wie viel Zeit sollte man haben um im Falle eines Urintests das THC durch Trinken usw. auszuschwemmen? Und wann ist ein Urinreiniger anzuraten?“

Kascha:

„Lieber Jouseppe,
bei einem bevorstehenden Urintest sollte mensch seinen Cannabiskonsum sofort einstellen. Außerdem kann man durch viel Trinken (mindestens 3 Liter am Tag) den THC-Gehalt im Blut senken bzw. ganz ausschwemmen. Blasen- und Nierentee eignet sich z.B. gut. Wie lange THC(-Abbauprodukte) im Urin nachweisbar ist, hängt vor allem von deinem Konsum ab. Das kann bei starkem Konsum schon einige Wochen dauern. Vor einer Untersuchung kann aber ein Urinreiniger prinzipiell nicht schaden, du solltest dich aber nicht nur auf ihn verlassen.

Tobias (18) aus München hat ein Problem:

„Hi Kascha,
hab da ein kleines Problem. Hab mich um eine Lehrstelle beworben. Deshalb wurde ich jetzt zu einem Test eingeladen, wo auch eine ärztliche Untersuchung dabei ist.
Wird da auch Blut genommen oder eine Urinprobe zwecks Dope?“

Kascha:

„Hallo Du,
deine Frage ist sehr brisant. Denn noch sind Drogentest bei Einstellungsuntersuchungen nicht gängig. Doch sie „breiten“ sich immer mehr aus. Der Test ist freiwillig, oder sagen wir besser so genannt freiwillig. Denn rein rechtlich, dürfen einem keine Nachteile daraus entstehen, wenn jemand einen Drogentest verweigert. Die IG-Metall hat in einem internen Papier an alle Betriebsräte aber schon einmal festgestellt: „Der einzelne Betroffene kann sich zwar weigern, eine Urin- und Blutprobe abzuliefern, muss aber mit der persönlichen Konsequenz rechnen, nicht in ein Ausbildungsverhältnis übernommen zu werden.“
Eines ist relativ klar, bevor du den Test ablehnst, solltest du auf jeden Fall Kontakt mit dem zuständigen Betriebsrat aufnehmen.
Es ist also deine persönliche Entscheidung, ob du den Test ablehnst oder nicht, falls du danach gefragt wirst. Viel Glück!“


Timo (15) aus Remseck braucht Rat:

„Hi Kascha,
Kannst du mir sagen, wie ich meinen Eltern beibringen soll, dass kiffen nicht so hart und schlimm ist wie alle denken. Ich danke dir noch mal, dass du meine Frage beantwortet hast. Ich hab da noch ein Problem: Warum werde ich beim Bong rauchen so schnell dicht und bei einem Joint nicht so arg? Woran liegt das oder bilde ich mir das nur ein?“

Kascha:

„Hallo Timo,
schön, dass ich dir schon einmal helfen konnte. Es ist immer das gleiche Problem mit den lieben Eltern. Ich kann dir nur raten, mit ihnen in Ruhe zu sprechen. Du solltest dich gut vorbereiten und sie mit Infomaterial versorgen. Wenn du Informationsmaterial benötigst, helfen dir Organisationen wie der VfD sicher weiter. Auch die Grünen haben eine Reihe sinnvoller und interessanter Broschüren im Bezug auf die Gefährlichkeit von Drogen. (www.dorgenpolitik.org oder www.bndrogenpolitik.de).
Nun zu deiner eigentlichen Frage: Beim Rauchen einer Bong bzw. Wasserpfeife wird normalerweise tiefer inhaliert, insbesondere mit Kickloch. Das verstärkt die Wirkstoffaufnahme und kann zusätzlich am Anfang auch zu einem stärkeren Nikotin-Flash führen, wenn eine Mischung geraucht wird. Dazu kommt, dass ein Bongköpfchen normalerweise schnell weggeraucht wird, während eine Tüte meist auch immer etwas vor sich hinraucht, wobei THC verloren geht.


Ich hoffe ich habe euch mal wieder geholfen und nun wie immer, ein kleiner Rausschmeißer. Diesesmal sogar ein Favorit von mir:
Drei Kiffer sitzen auf einer Parkbank. Ein Auto fährt vorbei. Eine halbe Stunde später sagt der erste: "Das war ein BMW!"Wieder eine halbe Stunde später sagt der zweite: "Nee, ein Mercedes!" Noch eine halbe Stunde später steht der dritte auf: "Ich gehe jetzt, ihr seid mir zu stressig."

Also immer entspannt bleiben!
Eure Kascha R.
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Mehr wissenswertes von Kascha gibt gibt es in den Dossiers

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