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Die Hanfberatung im Hanf Journal
- Erste Hilfe für Kiffer
(pub. Juli 2003)
Publiziert am: 26.06.03 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 03juli artikel Die Hanfberatung im Hanf Journal Erste Hilfe für Kiffer

Fragen über Fragen häufen sich in den Redaktionsräumen des Hanf Journals. Alle öffentnlich zu beantworten würde wie immer den Rahmen sprengen, aber natürlich drucken wir hier die Interessantesten für euch ab. Und alle, die schon ein bisschen auf die Antwort warten, keine Panik, sSie kommt bestimmt. Wenn du auch Probleme mit und rund um Cannabis hast, dann schreib einfach an Kascha R: hanfberatung@hanfjournal.de



Marcel (ohne Alters- und Wohnortangabe) fragt:

„Moinsen . . .
Ich hab’ da mal eine kleine Frage . . . Ich kiffe nun schon seit einiger Zeit und finde es ja auch ganz geil, aber dieser scheiß Fressflash nervt einfach!!! Ich hab keinen Bock weiter wie ein Hefekuchen aufzugehen! Ein paar Bekannte von mir meinen, sie haben ihn schon gar nicht mehr, die barzen aber schon seit fast zehn Jahren!!! Muss ich die nächsten sieben Jahre durchkiffen, nur damit dieser Scheiß aufhört!? Könntet ihr mir irgendwelche Tipps geben? Ob es was dagegen gibt (wie Augentropfen für die roten Augen) oder was man essen sollte . . . was, was gut stopft, aber nicht gleich fett macht!!! Ich bin echt am verzweifeln!!! Wär’ echt in Ordnung, wenn ihr mir weiterhelfen könntet . . .
thx, Marcel“

Kascha antwortet:

„Hey Marcel,
der „Fressflash“ tritt bei jedem Konsumenten unterschiedlich auf. Auch nehmen einige davon zu, andere nicht. Vom „Durchkiffen“ wird das auch nicht unbedingt besser. Du kannst ballaststoffreiche Nahrung und Obst zu dir nehmen, das stillt den Hunger ohne gleich dick zu machen. Auch wenn man im ersten Moment lieber Schokolade essen würde, kann man auch auf einen leckeren Apfel oder eine Banane einen guten Geschmacksfilm schieben. In der Apotheke und im Supermarkt bekommt man appetitdämpfende Tees, meist auf Mate-Tee-Basis, die auch hilfreich bei deinem „Problem“ sein könnten. Außerdem solltest du das was du isst natürlich gut kauen, wenn man alles runterschlingt, isst man meist mehr als man braucht um satt zu werden. Wenn das alles nichts hilft musst du wohl versuchen ein bisschen Sport zu treiben, um das, was du dir auf deinem Fressflash anfutterst, wieder runter zu bekommen.“

Carsten (23) aus Köln fragt:

„High Kascha -
ich hab’ mal eine ganz theoretische Frage. Wie lange und wie kann man Kiffen eigentlich nachweisen und wie bekommt man es gegebenenfalls wieder aus dem Körper? Kann es sein, dass es bei ’ner Routineuntersuchung beim Arzt gefunden wird (z. B. Allergietest) und besteht dann Schweigepflicht? Wie wird im Straßenverkehr getestet? Danke!
Carsten“

Kascha antwortet:

„Hallo Carsten,
Das mit den Nachweisbarkeitszeiten ist etwas unübersichtlich. Am einfachsten ist es in den Haaren: so lang wie die Haare lang sind. Dabei entspricht ein Zentimeter einem Monat. Im Blut kann man THC nur sechs bis zwölf Stunden nachweisen, aber Abbauprodukte (THC-COOH) bis zu sechs Wochen. Im Urin sind die Abbauprodukte bis zu drei Monate nachweisbar. Das hängt alles vor allem von deinem Stoffwechsel, deinem Körper an sich (THC wird im Fettgewebe eingelagert) und der Konsumhäufigkeit/-menge ab. Bei den Haaren hilft nur Abschneiden, in der Regel werden fünf Zentimeter von der Haarwurzel an getestet. Ansonsten muss man eben sehr viel trinken, am besten Wasser und Entschlackungstees, und sich bewegen und schwitzen um das Fett mit dem eingelagerten THC abzubauen. Wenn der Urin beim Test sehr dünn ist (das wird in der Regel anhand der Kreatininwerte bestimmt), ist der Test ungültig und muss wiederholt werden. Bei bis zu fünf Nanogramm THC-COOH im Blut wird übrigens in der Regel noch kein regelmäßiger Konsum angenommen, das ist dann also kein Problem für den Führerschein - soweit keine Fahrfehler vorlagen und kein aktives THC im Blut war.
Bei Routineuntersuchungen beim Arzt wird in der Regel nicht auf THC-Konsum getestet, da ja jeder Labortest Extrakosten verursacht. Wenn es nicht gerade ein Verkehrsarzt ist, der die Fahrtauglichkeit oder -eignung feststellen soll, besteht auch Schweigepflicht.
Im Straßenverkehr wird bei Verdacht auf Betäubungsmittelkonsum (rote, wässrige Augen, unsicherer Gang, Fahrfehler (Schlängellinien o. ä.) und verwaschene Aussprache, Hanfgeruch, Jointreste oder Konsumutensilien (Bong, Longpapers) im Auto) in der Regel ein Urin- oder Schweißschnelltest angeboten. Wenn dieser abgelehnt wird, geht es auf die Wache zum Bluttest.“


Mona (16) aus Hannover fragt:
„hi ..
ich hab gleich mehrere fragen:
mit wieviel gramm kann man erwischt werden ohne eine anzeige zu kassieren?? und noch eine frage zur wirkung: kann es sein, dass man sich das high-sein auch einbilden kann? weil ich glaub’, das ist bei mir oft! ich brauch oft nur einen zug zu nehmen und kann mich anders fühlen - das geht doch nicht, oder? was sind die typischen symptome fürs „high“-sein? meine letzte frage: es gibt ja verschiedene sorten von grass, schlägt das alles gleich an?“

Kascha antwortet:

„Hi Mona,
eine Anzeige kassierst du auf jeden Fall. Bei der polizeilichen Vernehmung brauchst du nichts weiter auszusagen, wenn du es tust kann alles gegen dich verwendet werden. Nur vor Gericht kann dann unter Umständen das Verfahren eingestellt werden (bei einer geringen Menge und ohne Fremdgefährdung (z. B. Verkauf)). Was eine geringe Menge ist, ist in jedem Bundesland anders definiert, außerdem MUSS in einigen Ländern das Verfahren eingestellt werden, in einigen KANN es eingestellt werden. Wie das genau in jedem Land geregelt ist, steht auf http://www.cannabislegal.de.
Auch sehr geringe Dosen können schon verschiedene Wirkungen hervorrufen. Die krampflösende, entspannende Wirkung tritt beispielsweise schon unterhalb der psychotropen, also psychisch wirksamen, Dosis auf. Vielleicht ist es das, was du schon nach einem Zug bemerkst. Dosisabhängig treten dann auch Heiterkeit, Verwirrung, Sprachstörungen, Müdigkeit bis hin zu Angst oder Desorientierung auf.
Es gibt sehr viele verschiedene Züchtungen, von denen einige je nach Sorte und Aufzuchtbedingungen mehr und einige weniger anschlagen. Manche rufen ein eher körperliches „High“ hervor, wo man sich also eher nicht mehr so koordinieren kann; andere rufen eher „Filme“ hervor, also ein eher psychisches „High“.“

Und hier wieder eine Situation zum Nachdenken und Nachmachen:

Kommt ein Hippie zu seinem Dealer und sagt:
„Ey, du hast dich gestern um ’nen Zwanziger geirrt!“
„Das hättest du schon dann sagen sollen, jetzt ist es zu spät!“
„Behalt ich ihn halt . . .“

Einen sonnigen Sommer wünscht,


Eure Kascha R.
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