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Hanfberatung im Hanf Journal
Erste Hilfe für Kiffer
Publiziert am: 08.06.04 - Medienformen: Medienform Text


Unglaublich aber wahr, die Fragen an unsere Redaktion nehmen kein Ende. Kascha R. Hat sich auch diesen Monat wieder ins Zeug geschmissen um eure Wissenslücken zu füllen. Wer mehr wissen will schreibt einfach an hanfberatung@hanfjournal.de


Raik (18) aus Voigtsdorf fragt:


Hi da,

ich hätte mal ne frage, angenommen ich will Hanf anbauen, was ich natürlich nicht mache, ist ja illegal . . ., was muss ich tun damit mein Pflänzchen prächtig gedeiht? Ich hätte ne Rotlichtlampe würde das irgendwas bringen, weil wenn ich anbauen würde, natürlich nur wenn es legalisiert werden würde, wächst das Hanf dann auch in meinem Zimmer am Fenster bei ca.22 Grad? Außerdem würde ich gerne mal wissen wie das mit den männlichen Pflanzen ist, kann ich die eigentlich gleich wegwerfen oder ist da noch irgendwas an THC zu retten? Und wie finde ich am schnellsten heraus ob das Hanf männlich oder weiblich wird? Ich weiß sind viele Fragen, ich hoffe ihr beantwortet alle, danke!!!“


Kascha antwortet:


Hey Raik,

angenommen der Anbau von Hanf zum Privatgebrauch würde endlich legalisiert, bräuchte die Pflanze zum richtigen Gedeihen vor allem Licht und den richtigen Boden, so wie ziemlich alle Pflanzen. Hanf steht weder auf zu lehmigen noch zu trockenen (sandigen) Boden. So Blumenerde aus dem Baumarkt ist okay, billiger ist Komposterde, wenn man einen entsprechenden Haufen im Garten hat. Der Topf muss ausreichend groß sein, in einem Joghurtbecher wird die Pflanze keinen Meter hoch.

Rotlicht bringt eigentlich relativ wenig außer Wärme, sinnvoll sind z.B. Natriumdampflampen. An einem sonnigen Fenster könnte das Licht für einen durchschnittlichen Ertrag allerdings schon ausreichen, solange wenigstens zwölf Stunden Licht in der Wachstumsperiode und danach auch so etwa zehn Stunden gesichert sind (sollte also von der Beleuchtung einem sonnigen Platz „draußen“ entsprechen. 22°C sind okay, du solltest aber auch auf eine ordentliche Belüftung und Luftfeuchtigkeit sowie regelmäßiges Gießen achten, da indoor die Luft einfach eine andere ist. Männliche Pflanzen kannst du so gut wie gar nicht gebrauchen, üblicherweise werden sie weggeworfen. Und nun zur Geschlechtsbestimmung: An den Nodien, also dort, wo die Blätter aus dem Stiel herauskommen, entstehen die ersten Blüten. Männliche Blüten hängen wie kleine Laternen an dünnen Stielen und sehen aus wie längliche Kugeln (über diesen Begriff kannst du dich mit deinem Mathelehrer streiten *g*). Weibliche Blüten sind eher kelchförmig mit einem dicken Bauch und einem dünnen Ende wo so kleine Härchen herausgucken. Mehr dazu findest du im Netz unter www.hanfjournal.de oder in der Rubrik Guerilla Growing.“


HighMountain und Habanero (ohne Alter und Wohnort) wollen wissen:


Hallo,

wir haben ein paar Fragen zum Outdoorgrowing: Ist es besser die Keimblätter (die Keimlinge sind fünf Tage alt) beim Umtopfen unter die Erde zubringen und wenn ja wann?

(Erste oder Zweite Woche?) Wir würden gerne die Pflanzen möglichst klein und buschig haben. Deswegen würden wir gerne wissen nach dem wievielten Blattpaar wir die Pflanze beschneiden sollen? Können wir den abgeschnittenen Zweig (Steckling) zur Wurzelbildung bringen oder ist das verschwendete Energie, die Pflanze erst in die Höhe wachsen zu lassen und anschließend zu beschneiden. Und wächst die junge Pflanze (zwei bis drei Wochen alt) überhaupt nach dem Beschneiden schnell genug nach? Als letztes würde wir gerne wissen wie das Runterbinden funktioniert und wie oft die Pflanze insgesamt beschnitten werden soll?“


Kascha berät:

High ihr zwei,

mal sehen was man da machen kann. Erst einmal, natürlich, der Hinweis, dass man in Deutschland keinen Hanf ohne Genehmigung anbauen darf. Wenn man es trotzdem macht und dabei erwischt wird droht Strafe.

Theoretisch ist es am besten, wenn die Keimblätter über der Erde sind. Fünf Tage alte Keimlinge dürften dafür schon lang genug sein. Wenn der Anpflanzort nicht genau vor der Haustür ist sollte man vielleicht die Pflänzchen noch ein oder zwei Wochen in einem Margarinebecher oder ähnliches vorziehen bis sie so zehn Zentimeter hoch sind.

Vor dem Beschneiden sollte die Pflanze auf jeden Fall bis zur fünften Nodie gewachsen sein. Nodien sind die Stellen, wo das Blatt aus dem Stiel herauskommt, also sozusagen das fünfte Blattpaar. Die Keimblätter zählen allerdings noch nicht als Blattpaare.

Wenn es nur um die Höhe geht ist allerdings herunterbinden ratsamer, da die Pflänzchen das in der Regel besser verkraften. Wenn ihr allerdings Stecklinge haben wollt, sollte der Teil den ihr abschneidet selbst mindestens drei Nodien (ich sage nicht Blattpaare, weil es manchmal auch mehr als zwei Blätter sind) haben. Stecklinge, die vom Haupttrieb abgenommen wurden wachsen in der Regel ziemlich schnell.

Das mit dem Herunterbinden ist ganz einfach, trotzdem gibt es ein paar Sachen zu beachten: Ihr bindet einfach die Spitze der Pflanze, die bis zur fünften Nodie gewachsen sein muss, an einen Bastfaden (Wichtig: kein Draht oder ähnliches der die Pflanze wenn sie dicker wird stranguliert und einschneidet). Das andere Ende des Fadens befestigt ihr einfach mit einem Hering (so ein Ding vom Zelt) oder etwas vergleichbarem im Waldboden, ungefähr so straff wie ihr die Pflanze biegen wollt. Die Pflanze sollte nicht zu viel beschnitten werden, halt so oft, wie ihr es für notwendig haltet.“



Joe (ohne Alter und Wohnort) hat eine Frage:


High!

Also seid einigen Monaten hab ich nun eine Freundin und wie das so ist quatscht man auch mal über das Rauchen von feinen Gräsern! Da ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr geraucht habe, wollte ich wissen wie das bei ihr so ist. Na ja und da hat sie mir erzählt, dass sie davon schon einen epileptischen Anfall hatte, wohl in Verbindung mit Alk.

Jetzt wollt ich von Euch wissen ob das sein kann, also ob so ein Anfall durch das Hanf hervorgerufen werden kann!

Danke, grüße, weiter so!“


Kascha hat eine Antwort:


Hey Joe,

soweit mir bekannt ist wurde wissenschaftlich keine anfallsauslösende Wirkung bei Cannabis festgestellt. Im Gegenteil scheint THC Anfälle sogar zu verhindern. Auch Alkohol gilt eigentlich (in Maßen) nicht als anfallsauslösend. Wenn deine Freundin Epileptikerin ist dann können solche Anfälle unter anderem auch durch unregelmäßige Tabletteneinnahme oder Schlafmangel ausgelöst werden. Vielleicht hat auch das THC die Alkoholwirkung verstärkt, Mischkonsum ist im Allgemeinen nicht ratsam, da die Folgen nicht leicht kalkulierbar sind. Das Trinken von Flüssigkeitsmengen über drei Liter am Tag kann Anfälle übrigens auch fördern und es gibt noch verschiedene andere mögliche Auslöser.“

Eure Kascha
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