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Löwenherz - "Der König kehrt zurück"
(pub. Juni 2003)
Publiziert am: 02.06.03 - Medienformen: Medienform Text


Zwei bis vier Fürsten versuchen in einem Land, in dem Anarchie und Chaos herrschen, Ordnung zu schaffen. Das funktioniert hierzulande nun mal so, dass zuerst Grenzen gezogen werden. Nur Grenzen schaffen Gebiete. Hat man erst einmal ein Gebiet, geht es fast zwangsläufig nur noch darum, möglichst schnell auf Kosten der anderen die eigene Position zu stärken und bei Bedarf die eigenen Gebiete zu erweitern oder durch Bündnisse eigene Gebiete und damit Siegpunkte zu sichern. Denn die Rückkehr von Löwenherz naht.


Jeder Spieler kriegt ein wenig Startkapital und drei Machtkarten vom Nachschubstapel, die er verdeckt hält. Das Spielfeld sieht bei jedem Spiel anders aus, da es aus neun Einzelkarten besteht. Auf jeder Einzelkarte sind 16 Felder: Wiesen sind Bauplätze für Burgen und Ritter, Wälder sind Bauplätze ausschließlich für Ritter, Dörfer, die Kaiserstadt und Minen. Zu Beginn stellen alle ihre Burgen abwechselnd auf ein beliebiges Wiesenfeld mit einem Ritter an ihrer Seite. Eigene Burgen müssen einen Mindestabstand von sechs Feldern voneinander haben. Stehen alle 12 Burgen, kann das Spiel beginnen.

Der Spielablauf: Einkommen nehmen. Solange niemand ein Gebiet besitzt, gibt es auch kein Einkommen, ansonsten pro Minensorte 1 Dukaten. Hat man genug Geld, kann man eine Machtkarte ausspielen, dafür den angegebenen Preis bezahlen und die Aktion auf der Karte ausführen. Oder zweite Möglichkeit, wenn man zu wenig Geld hat, eine Machtkarte an den Machtmarkt verkaufen. Egal, ob man eine Machtkarte kauft oder verkauft, wird jetzt noch eine neue Karte vom Machtmarkt genommen oder vom Nachschubstapel gezogen. So haben die Mitspieler immer drei Handkarten. Ohne Gebiet kann man anfangs nur was mit den Machtkarten “Grenzen ziehen” und “Ritter bauen” anfangen. Um an Geld zu kommen, bleibt einem nichts anderes übrig als Machtkarten an den Machtmarkt zu verkaufen. Dann ist der nächste dran. Total einfach.

Wann hab ich denn ein Gebiet? Sobald ein Bereich des Spielfeldes lückenlos von Grenzen umschlossen ist und innerhalb der Grenzen genau eine Burg und die dazugehörigen Ritter stehen. Sobald ein Gebiet fertig ist wird gepunktet: für Wald, Dorf, Kaiserstadt und mindestens drei Minen einer Sorte gibt es Siegpunkte, jede Minensorte bringt Einkommen. Aber so schnell wie man Punkte macht, kann man sie wieder verlieren. Denn stoßen zwei Gebiete aneinander, können weitere Machtkarten ausgespielt werden: “Gebiet erweitern”, “Bündnis schließen” und “Überläufer”.
Die Machtkarte “Gebiet erweitern” kann gespielt werden, sobald der Angreifer mehr Ritter in seinem Gebiet hat als der Gegner. Dann nimmt er dem Gegner durch das Versetzen von zwei Grenzen bis zu zwei Felder weg und vergrößert das eigene Gebiet um eben diese. Sind das Felder, für die es Punkte gibt, wird der Siegpunktanzeiger des Eroberers auf der Zählleiste entsprechend vor, der des Verlierer zurück gesetzt. Eine Gebietserweiterung zwischen zwei Gebieten lässt sich für den Rest des Spiels mit der Karte “Bündnis” verhindern. Mit dem “Überläufer” klaut man einem Gegner einen Ritter.

Na ja, und ehe man sich versieht, ist der Machtkartenstapel aufgebraucht und somit die letzten Runden eingeläutet. Jetzt dürfen noch die Handkarten ausgespielt oder verkauft werden, neue gibt es nicht mehr. Sobald alle mit leeren Händen dasitzen, die restliche Kohle zählen, dafür gibt es nochmal Siegpunkte. Wer jetzt am weitesten vorne steht, hat Anarchie und Chaos besiegt und kann alleine als Sieger auf Löwenherz warten, wenn das Spiel nicht schon früher beendet ist. Und zwar sobald einer der Spieler das Königs-Chip-Feld auf der Zählleiste erreicht. Der kann sich dann Großgrundbesitzer nennen und hat das Spiel gewonnen.

Egal ob zu zweit, zu dritt oder zu viert Löwenherz macht Spaß. Ist es in der Zweiervariante taktischer, können einem in der Viererrunde fehlende Machtkarten alle Pläne zunichte machen. Letztendlich entscheiden die Grenzen über Sieg oder Niederlage.


Autor: Klaus Teuber
Verlag: Kosmos
Alter: ab 12 Jahre
Spieler: 2 bis 4
Dauer: ungefähr 60 Minuten
Preis: zwischen 25 (michael@milan-spiele.de) bis 35 € bei Karstadt
Kerstin Koch
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