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"Die Mauer"
-ein Spiel von Thomas Fackler
(pub. maerz 2003)
Publiziert am: 03.03.03 - Medienformen: Medienform Text



Bei "Die Mauer" handelt es sich um eine schlaue Knobelei für 3 bis 6 Maurer ab 8 Jahren. Die Spielsteine, aufbewahrt in einem schönen Leinenbeutel, zeigen die verschiedenen Teile einer alten Stadtmauer.
Zunächst fünf verschiedene Mauerstücke, die sich durch die Anzahl der Zinnen unterscheiden, sodann ein Turm und ein Tor für jeden. Zusätzlich gibt es noch den sog. "Bauherrenstein". Die Aufgabe heißt, eine gemeinsame Mauer über den Tisch zu bauen. Dabei soll jeder Spieler seine Bauteile möglichst schnell loswerden. Wem es zuerst gelingt, der hat gewonnen, die Spielrunde ist beendet und die übrigen Mitspieler bekommen für ihre noch nicht verbauten Mauerstücke Minuspunkte aufgeschrieben. Eine Spielrunde besteht aus aufeinander folgenden Baurunden, und jede Baurunde besteht aus Planungsphase und Bauphase. Zu Beginn des Spiels bekommt ein Spieler den Bauherrenstein und ist damit erster Bauherr. Beim Mauerbau ist zu beachten, dass sich die Mauer nicht verzweigen darf. Neue Bauteile dürfen immer nur an den zwei Enden der vorhandenen Mauer angesetzt werden. Turm und Tor dürfen nur an Mauerstücke, nicht an Turm oder Tor stoßen. Der Bauherr wählt in der Planungsphase, mit welchem Mauerteil er zu bauen anfangen möchte. Allerdings hat er einen Test zu bestehen. Seine Mitspieler dürfen versuchen, den Startstein, den der Bauherr in geschlossener Hand auf den Tisch legen muss, zu erraten. Dazu verbergen die Mitspieler ihrerseits Steine in der Hand, jeder den, von dem er glaubt, dass es auch der Startstein des Bauherrn sei. Oder sie spielen mit "hohler Hand", lassen ihre Hand also leer, was einige weitere Spielvarianten eröffnet. Mit dem Öffnen der Fäuste beginnt die Bauphase. Bauen darf, wer das Vorhaben des Bauherrn erraten hat. Errät kein Mitspieler den Bauherrenplan, baut dieser. Hat er selbst die "hohle Hand" gewählt – auch der Bauherr darf mit hohler Hand spielen –, kann er mit einem Mauerstück seiner Wahl beginnen.
Entscheiden sich mehrere Mitspieler für die "hohle Hand" baut niemand. Gewonnen hat, wer als erster seine Mauerstücke verbaut hat. Alle anderen erhalten für die Bauteile, die sie übrig behalten, Minuspunkte: pro Mauerzinne je einen, für ein Tor 10 und für einen Turm 15. Zu Beginn des Spieles sollte man ausmachen, wie viele Runden das Spiel dauern soll, und am Ende den Gesamtsieger errechnen.

"Die Mauer" von Thomas Fackler ist das perfekte Knobelspiel für zwischendurch. Es ist schön gestaltet, alle Stücke sind aus Holz und angenehm schlicht in Farbe und Form. Dank des Leinenbeutels kann man "die Mauer" leicht einstecken und überall hin mitnehmen. Die Regeln sind knapp, gut verständlich und mit Beispielen bebildert. Man hat sie bald gelernt und das Regelheftchen wird entbehrlich. Alles in allem ein exzellentes Reisespiel für 3–6 Personen. Die Spielzeit liegt zwischen 10 Minuten (eine Runde) und einer Stunde (6-10 Runden), gerade wie mans braucht. Mit zunehmender Spielerzahl mag das Spielgeschehen etwas chaotisch werden. Ab 4 Mitspielern fällt es nämlich nicht mehr so leicht, sich zu merken, wer was schon gebaut hat, welche Steine noch im Vorrat sind. Aber das tut dem Spielspass keinen Abbruch. Im Gegenteil. Also: macht den andern was vor, lasst sie glauben, ihr würdet genau das bauen, was sie vermuten. Und seid vorsichtig mit der "hohlen Hand".

Viel Spass beim Zocken und lassts qualmen.


Veit Schnetker
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