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Villa Paletti & Pueblo

(pub. maerz 2003)
Publiziert am: 03.03.03 - Medienformen: Medienform Text


Spiel des Jahres 2002 wurde Villa Paletti. Zuerst dachte ich, naja, ein Jenga-Verschnitt, nur bunter. Kenn ich schon, spiel ich nicht. Bei unseren Nachbarn in den Bergen – den Ösis – bekam ebenfalls ein 3D-Bauspiel namens Pueblo den Titel “Spiel der Spiele” 2002 (so heißt das in Österreich). Inzwischen habe ich etliche Pueblos und Villen gebaut und beide Spiele haben ihren Reiz und fanden mit dem Mauerbauspiel ihren Weg in diese Ausgabe.


Villa Paletti

Ein alter Dielenboden mit wackeligem Tisch. Auf dem Tisch liegt eine runde unebene bunt angemalte Pappe. Darauf steht eine recht wackelige Baukonstruktion aus bunten Säulen und bunten unebenen Holzplatten. Jeder Schritt auf dem Boden lässt das Bauwerk erbeben. Mit einem Metallhaken (Spielmaterial) versucht jemand eine Säule unter einer Platte hervor zu ziehen. Zitter! Dann ein falscher Schritt, die Diele gibt zu sehr nach, ein kurzes Atemanhalten. Zu spät. Die Villa Paletti kracht zusammen und die Holzsäulen können vom Boden wieder eingesammelt werden. Scheiße, wieder nur die gelbe Ebene erreicht.

Also wieder von vorn. Auf die Pappe ungleichmäßig alle bunten Säulen verteilen, mit der größten unebenen hölzernen Platte abdecken. Nacheinander müssen die maximal vier Mitspieler die Säulen unter der Platte hervorziehen und auf die neue Ebene stellen. Und das ist von Anfang an eine äußerst wackelige Angelegenheit (nicht nur bei alten Holzdielen). Als Hilfsmittel ist ein mitgelieferter Haken zugelassen. Auch darf die Platte beim Rausziehen der Säulen etwas angehoben werden. Denn beim genauen Hinsehen wird deutlich, dass selbst die Säulen alle krumm und schief sind.

Kann einer der Mitspieler irgendwann keine Säule mehr nach oben stellen, darf er die folgende Platte (Reihenfolge ist vorgegeben) auf mindestens drei der Säulen legen. Jetzt kommt es auch darauf an, welche Säulen man nach oben stellt. Es gibt dünne (1 Punkt), eckige (2 Punkte) und dicke (3 Punkte) Säulen, wer die meisten Punkte hat erhält das Baumeistersiegel. Was natürlich öfter wechselt.
Fällt die Villa Paletti um, gewinnt derjenige, der das Baumeistersiegel besitzt. Schmeißt er die Villa selbst um, gewinnt der Vorbesitzer des Siegels. Ein witziges Bau- und Geschicklichkeitsspielchen.

Autor: Bill Payne
Verlag: Zoch Verlag
Alter: ab 8 Jahre
Spieler: leider nur 2 bis 4
Dauer: 20 bis 30 Minuten
Preis: zwischen 20 und 30 Euro




Pueblo

Unter den Augen des großen Häuptlings errichten zwei bis vier Baumeister ein Pueblo auch “mehrstöckige Terrassenhaussiedlung” genannt. Der quadratische Spielplan besteht aus 64 (8x8) Feldern. Dort verbauen die Spieler abwechselnd ihre farbigen und neutralen Bauklötzchen. Dabei muss der Baustein immer auf drei Flächen aufliegen. Nach jedem Bausteinsetzen läuft der Spieler mit dem Häuptling noch bis zu vier Felder auf seiner Laufleiste, die den Bauplatz begrenzt, vor. Sieht er in der jeweiligen Reihe, auf die er von seinem Feld aus blickt, farbige Bausteine, gibt es Strafpunkte. Alle betroffenen Spielfiguren werden auf der Zähltafel um die Anzahl der Strafpunkte nach vorne gesetzt. Je höher man baut, um so mehr Strafpunkte gibt es. Also die farbigen (möglichst eigenen) Bausteine so platzieren, dass sie allseitig von neutralen Bausteinen umbaut werden können. Da die farbigen und neutralen Bausteine immer abwechselnd zu setzen sind, ist das nicht so einfach.
Sind alle Steine verbaut, läuft der Häuptling noch einmal Feld für Feld rund um den Bauplatz und es regnet, je nachdem wie viele farbige Flächen zu sehen sind, richtig viele Strafpunkte. Logischerweise gewinnt der Spieler mit den wenigsten Strafpunkten.
Zwei Varianten bietet Pueblo ebenfalls. So kann man das Pueblo wieder abbauen. In der Profivariante verkleiden Innenhöfe den Bauplatz.

Autor: Michael Kiesling und Wolfgang Kramer
Verlag: Ravensburger
Alter: ab 10 Jahre
Spieler: 2 bis 4
Dauer: ca. 60 Minuten
Preis: 29,95 € bei spielenet.de

Villa Paletti ist das spaßigere und spannendere Spiel, bei dem vor allem auch die Geschicklichkeit gefordert ist. Pueblo ist eher ein strategisch-taktisches Spielchen. Manche finden es langweilig. Geschmacksache finde ich. In der Tat gibt es anspruchsvollere 3-D-Bauspiele, wie zum Beispiel Java.

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