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Breit spielen
Fische Fluppen Frikadellen
(pub. mai 2003)
Publiziert am: 07.05.03 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal mai03 artikel Breitspiele Fische Fluppen Frikadellen

Die UNO-Drogenkonferenz ist vorbei. Deshalb sind es in dieser Ausgabe wieder zwei Spielbesprechungen. Handelsspiele sollen es sein. Während bei den “Händlern von Genua” aus dem Hause Ravensburger das Ausführen von Aufträgen Kohle bringt und der mit der meisten Kohle gewinnt, ist bei „Fische Fluppen Frikadellen“ der schnöde Mammon, genannt Florint, nur Mittel zum Zweck. Denn was die Spieler in der großen Jubiläumsausgabe zum 10-Jährigen des 2F-Spiele Verlags wirklich zum Sieg verhilft, sind Fetische. Und zwar drei an der Zahl. Auf geht‘s.


Irgendwo in den finnischen Fjorden stehen entlang der Flüsse Fachhändlerhäuser und wollen Fische, Fluppen, Frikadellen, Fusel, Fenchel und Fetische loswerden. Insgesamt gibt es 36 Fachhändler, aber nur 12 davon kommen pro Spiel zum Einsatz: An- und Verkäufer (grün-graue Karten), Tauschhändler (rot-braun) und ein Fetischhändler (gelbe Karte). Die Händler werden in die Häuser, die Flöße auf die Ankerplätze gelegt. Bei jedem An- und Verkäufer einen Frachtmarker der dort produzierten Ware legen. Am Anfang kosten alle Waren 50 Florint (Preistabelle ist auf dem Spielfeld). Für jeden gibt’s 150 Florint Startkapital und einen Fortschritt (bringt kleine Vorteile oder ärgert die anderen). Spielbeginn ist im Hafen.

Grundsätzlich darf sich jeder Spieler drei Felder zu Fuß oder per Floß weit bewegen, dabei zählen
Händler als Feld, Spielfiguren können übersprungen werden. Nur in der ersten Runde, da geht der erste drei Felder weit, der zweite vier usw. Jeder soll ja in der ersten Runde was abkriegen. Endet ein Zug bei einem der Händler, darf gekauft, verkauft oder getauscht werden.

Es folgt eine kurze Händlerbeschreibung: Nehmen wir die frustrierte Freya (Nr. 35): Die An- und Verkäuferin produziert/verkauft Frikadellen und kauft Fusel. Der Verkaufspreis wird folgendermaßen ermittelt: Aktueller Preis laut Preistabelle minus Anzahl der Frachtmarken beim Händler. Auch wenn man selbst nicht handelt, müssen die Zusatzaktionen ausgeführt werden, bei der frustrierten Freya sind das die Produktion von Fusel (auf jeden An- und Verkäufer, der Fusel verkauft, einen Fusel-Frachtmarker legen), Zusatzaktion zwei: eine beliebige Warensorte sinkt im Preis (Frachtwertanzeiger um eine Stufe nach unten schieben).

Ware gekauft? Und jetzt? Vielleicht bei einem Tauschhändler eintauschen oder wieder verkaufen? Okay, es soll getauscht werden? Die fähige Fausta (Nr. 34) zum Beispiel tauscht Frikadellen gegen Fisch. Maximal zwei Frikadellen gegen maximal 4 Fische. Und an die Zusatzaktionen denken. Einige Händler fallen ein wenig aus der Rolle, das sind der fischige Fred (Nr. 8), der feilschende Franz (Nr. 16) und die fahle Felicitas (Nr. 25). So gibt’s beim feilschenden Franz jede Warensorte zum aktuellen Preis.

Hat man lange genug gehandelt, getauscht und immer noch ein paar Florint übrig, kann man ja mal einen Ausflug zum Fetischhändler machen. Fetische gibt es beim forschenden Fridolin (Nr. 2) für gleiche Frachten, bei Friedemann Friese (Nr. 14) für verschiedene Frachten und beim fröhlichen Frank für zwei Frachtsorten. Der erste Fetisch kostet 3, der zweite 4 und der dritte 5 Frachten. Außerdem gibt es einen neuen Fortschritt. Aber immer dran denken: Maximal sieben Frachtmarker darf man haben, so dass es gegen Ende des Spiels immer schwieriger wird, die passenden Frachten zu kriegen.
Was fehlt noch? Während der Preis nur durch Zusatzaktionen steigt, fällt er nach jedem Verkauf um eine Stufe. Also immer schön als erster billig einkaufen und teuer verkaufen, um zuerst die Fetische zu kriegen, um als Sieger in den finnischen Fjords die Fee Fabula zu freien oder so.

Das Besondere an diesem Spiel? Besitzt man zwei oder sogar drei Spiele, sind spannende Runden für 10 bis 15 Mitspieler an zwei oder drei Tischen möglich, wobei man im Lauf des Spiels den Tisch wechseln muss. Aber auch an einem Tisch in kleiner Runde ist es ein witziges und taktisches Handelsspiel und wie gesagt: Florint sind nicht alles.

Autor: Friedemann Friese
Grafik: Maura
Verlag: 2F-Spiele
Alter: ab 10 Jahre
Spieler: 2 bis 5, bei zwei Spielen bis 10, bei drei Spielen bis 15
Dauer: ungefähr eine Stunde
Preis: 24 € (laut 2F-Spiele)

Kerstin Koch
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