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Die Hanfberatung
Kascha R. und eure Fragen
(pub. mai 2003)
Publiziert am: 07.05.03 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal mai03 artikel Die Hanfberatung im Hanf Journal Erste Hilfe für Kiffer

Auch diesen Monat erreichten uns wieder viele Fragen. Sei es die Aktion Sorgenkiffer als auch die normale Hanfberatung. Wir versuchen wie immer eure Fragen so schnell und Kompetent zu beantworten. Und hier findet ihr einmal wieder einen Auszug der Fragen und unserer Antworten.


Heiner (22) aus München fragt:

„Hey Kascha,
da jetzt ja prinzipiell Pflanzzeit ist hätte ich ein paar Fragen zu diesem Thema. Erst mal würde mich interessieren ob es legal ist, Samen zu kaufen. Außerdem wüsste ich gerne ob man am Samen erkennen kann, ob es eine männliche oder weibliche Pflanze wird.“

Kascha antwortet:

„Hallo Heiner,
zu deiner ersten Frage muss ich dir leider eine etwas merkwürdige Antwort geben, da die Gesetzeslage dazu ziemlich undeutlich ist. Wenn du in ein Geschäft gehst das Hanfsamen verkauft, und du die Absicht hast, diese Samen auszusäen, machst du dich strafbar. Wenn du in dasselbe Geschäft gehst, die Samen aber z.B. essen oder an Vögel verfüttern willst, ist das völlig legal. In der Praxis gibt es also zum Beispiel die Situation, dass du im selben Headshop wo du die Samen kaufst auch ein Sortiment Lampen und Spezialdünger erwirbst. Dann kann man davon ausgehen, dass du anbauen willst. Außerdem geht man nicht davon aus, dass Samen zum Stückpreis von 2-3 Euro (bei „potenten“ Samen nicht unüblich) zum Verzehr gedacht sind, vor allem wenn man nur 5 oder 6 Stück kauft. Auch die Aussaat von Nutzhanf (die Samen gibt es im Baumarkt oder im Bioladen) ist übrigens genehmigungspflichtig.
An den Samen kann man eigentlich nur erkennen, ob es Hanf ist oder nicht. Ob Pflanzen männlich oder weiblich werden entscheidet sich erst während sie wachsen. Auch ob am Ende wirklich so viel THC „drin“ ist wie die Sorte verspricht ist von Faktoren wie Licht und Boden abhängig.“


Claudia (16) aus Leipzig fragt:

„Hallo Kascha,
ich habe gehört dass es ein Gesetz gibt, dass man 5g Haschisch haben darf ohne dass die Polizei etwas machen darf. Stimmt das oder werden da zum Beispiel meine Eltern benachrichtigt oder muss ich Strafe zahlen?“

Kascha antwortet:

„Hi Claudia,
da bist du leider etwas ungenau informiert. Es gibt in der Tat die Möglichkeit, bei dem Besitz „geringer Mengen“ unter bestimmten Bedingungen (keine Fremdgefährdung z.B. durch Verkauf oder Konsum in der Nähe von Schulen oder im Straßenverkehr) straffrei auszugehen. In Sachsen liegt die Höchstgrenze bei 6g, man darf aber innerhalb des letzten Jahres nicht schon mal erwischt worden sein. Genauere Informationen zu den einzelnen Bundesländern findest du auf http://www.cannabislegal.de/dateien/che-einstellungspraxis.pdf .
Trotzdem das Verfahren voraussichtlich eingestellt wird, gibt es aber auch bei geringen Mengen vorerst eine Strafanzeige, von der auch deine Eltern mitbekommen dürften (da die ja per Post ins Haus flattert) solange du minderjährig bist.
Übrigens hat das Bundesverfassungsgericht schon 1994 empfohlen, eine bundeseinheitliche „geringe Menge“ festzulegen. Das ist bis heute noch nicht passiert.“




Torsten (24) aus Magdeburg fragt:

„Hi Kascha,
da ich mit dem Rauchen (Zigaretten) aufgehört habe interessiere ich mich immer mehr für das „Haschischessen“. Dazu habe ich gehört dass es wichtig ist in der Zubereitung viel Fett zu haben und das Dope zu erhitzen. Stimmt das und kannst du mir das erklären?“

Kascha antwortet:

„High Torsten,
da hast du schon mal recht. THC, der Hauptwirkstoff im Haschisch bzw. Gras ist in erster Linie lipophil, also fettlöslich. Um vom Körper aufgenommen zu werden muss es also in Fett gelöst sein. Auch in Alkohol kann THC gelöst werden, alkoholische Cannabistinkturen waren bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein bewährtes „Allheilmittel“ z.B. gegen Schlafprobleme, Kopfschmerzen, Menstruationsbeschwerden und Hühneraugen.
In den Hanfpflanzen kommen die Wirkstoffe vor allem als Cannabioidsäuren vor. Um wirksam zu sein müssen die Stoffe in der phenolischen Form vorliegen, es muss also CO2 abgespalten werden. Das geschieht in der Regel durch Erhitzen. In gepresstem Haschisch z.B. aus Afrika ist von vornherein der Anteil an phenolischen Cannabioiden höher, aber auch hier kann durch erhitzen noch einiges bewirkt werden.
Die Infos sind natürlich rein theoretisch und keine Aufforderung zum Konsum. Auch wenn oraler Konsum weniger schädlich für die Atemwege ist, ist er deswegen nicht völlig ungefährlich.“


Einen grünen Daumen und viele sonnige Tage wünscht euch

Euer Kascha R.
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Mehr wissenswertes von Kascha gibt gibt es in den Dossiers

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