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Wenn Redaktionsmitglieder streiten
Diskussionen rund ums Kiffen
(Pub. November 2003)
Publiziert am: 01.11.03 - Medienformen: Medienform Text


Probleme, Fragen, Illusionen – Themen zu denen es nur eine wirkliche Instanz gibt, die die absolute Wahrheit in den Händen hält: diese Redaktion. Sie kann die Wahrheit beschließen, weiß alles und wird sich niemals irren. Deshalb auch für euch nun die wohl interessantesten Fragen, auseinandergenommen von uns beiden Redakteuren des „Hanf Journal“, quasi der letzten Instanz.

M: Ja, cool, dann leg ich gleich mal los mit der ultimativen Frage: Ähm, sachma Werner, wie kann man denn nur Polizist werden?

W: Das frag ich mich auch ständig, ich kann’s gar nicht verstehen, weil ich mir denke, wenn einem alles so passt wie’s ist, ja, da kann ich das noch irgendwie verstehen. Wenn man aber ein bisschen Gesellschaftskritik hat und sieht, wie das so abläuft . . . Ich mein, da kommt dann halt immer das Argument, man könnte das Ganze doch irgendwie von innen heraus verändern, aber im Prinzip lässt man sich nur auf die andere Seite ziehen. Da passiert jedes Mal das Gleiche. Die fangen irgendwie nett an und am Ende nehmen sie doch die ganzen Kiffer hoch.

M: Oft gibt es auch das Argument, das man nur was Gutes tun will. Es ginge doch nur um die richtige Kriminalität, um Raub und Mord.

W: Ja, kann man wirklich bei der Polizei so was tun, was Gutes? Dein Freund und Helfer – ist das wirklich wahr? Die sind da um Dominanz und Gewalt auszustrahlen und die Macht zu zeigen, die der Staat hat, nicht um dem Bürger nett an der Seite zu stehen.

M: Das Problem ist ja, dass man als Polizist kaum Entscheidungsfreiheit hat, man ist halt wirklich nur ausführendes Organ. Wer jetzt böse ist und wer zu den Guten gehört, das entscheidet ja nicht die Polizei. Die ist nicht mehr als ein Einsatzroboter der Regierung.

W: Handlanger halt, aber trotzdem okkupieren sie so vieles. Auf manchen Demos sieht man’s dann wieder, Castor-Demos oder ähnliches, wie viele Polizisten da wieder sind und was sie dann für ’nen Scheiß machen. Oder die Prohibition, hier sorgt die Polizei dafür, dass die organisierte Kriminalität genug verdient und trägt alles auf dem Rücken der Konsumenten aus.

M: Ich glaube um Polizist zu werden, muss man entweder machtgierig oder naiv sein. Ich glaub schon, dass es welche gibt die sich denken: „Ich tue Gutes.“ Aber das ist halt schon naiv.

W: Ja, man muss immer damit rechnen, dass man – wenn man in ein System reingeht – nicht nur selbst das System verändert, sondern auch vom System verändert wird.

M: Lass uns mal über was viel Wichtigeres diskutieren.

W: Wichtiger als Polizei?

M: Ja, definitiv, und zwar: Pilze

W: Ok, reden wir über Pilze. Ich find ja, dass die Champignons aus der Dose definitiv schlechter schmecken als die frischen.

M: Ja, ich kann aber auch die Leute verstehen, die Champignons aus der Dose kaufen.

W: Nee, voll eklig. Aber ich find, Pilze sind mit eine der interessantesten Drogen.

M: Ja, es ist halt ein Rausch mit Anspruch, nicht so wie die ganzen Fit- und Glücklichmacher – das kann auch schief gehen. Es gibt niemals diese Sicherheit, ich nehm das und dann werd ich glücklich, sondern es ist immer ein Abenteuer. Ich find das gut, dass die Risiken direkt präsent sind, dann sieht man das nicht als Spielzeug.

W: Bei Pilzen hab ich schon verschiedenste Menschen beobachtet, wie die damit umgehen. Es gibt zum Beispiel welche, die gehen ganz behutsam vor, die ziehen sich dann immer in sich zurück und machen das mit sich selbst aus. Und dann gibt’s wieder ganz andere Menschen, die auf Pilzen superkrass abgehen und voll aktiv werden.

M: Bei vielen ist das so ’ne Dosisgeschichte, so mittel bis gering dosiert ist immer noch mit viel Lachen und Abgehn und Scheiß bauen. Aber bei hohen Dosen, da geht das oft nicht mehr. Man ist dann einfach zu verwirrt um irgendwas zu machen.

W: Ja, aber wenn man so am Runterkommen ist, dann kann’s auch wieder witzig werden. Was war eigentlich dein coolstes Pilzspielzeug?

M: Das Coolste was mir mal begegnet ist, war ’ne Orange. Da kam erst mal diese krasse Oberfläche, die glänzt so und sieht aus wie ein verrückter Planet. Dann brichste die so auf, alles kommt so raus und das Fleisch hat so krasse Farben, so ultraorange. Wenn man dann das Fleisch aufmacht kommen diese kleinen Bubbel aus denen das besteht und man kann seinen Blick voll reinzoomen, so, dass du alles außenrum vergisst. Ja krasser Film – und wie das schmeckt!

W: Ach, wo wir grad bei Drogen sind, da wollt ich dich auch noch was fragen: Warum drehst du deine Joints immer konisch?

M: Ich? Was fragste mich? Ich bin doch einer von denen, die kaum konisch drehen, so Stickies eher. Aber prinzipiell denk ich, der Joint muss konisch sein, damit der Filter nicht so riesengroß wird und trotzdem noch genug Mische reinpasst.

W: Ich glaube der muss konisch sein, damit die Polizisten eher erkennen das es ein Joint ist. Aber es geht doch auch irgendwie gar nicht anders.

M: Man könnt’s doch auch so wie in den USA machen, so ne Wurst basteln die vorne und hinten zugedreht ist. Wie so ’ne selbstgedrehte Kippe.

W: Ja, aber dieses zusammengedrehte Teil im Mund zu haben ist ober-ekelhaft, da ist so ein Tipp viel leckerer.

M: Wir kommen wohl nicht zu einem abschließenden Ergebnis, warum der scheiß Joint konisch ist?

W: Ist halt angenehmer zu rauchen. Die Frage ist eher: warum rauchen die Amis so komisch? Aber viel wichtiger als zu wissen, warum der Joint konisch ist, ist doch zu wissen, was man auf die einsame Insel mitnehmen würde, wenn man nur drei Sachen frei hätte.

M: Drei Sachen?

W: Drei Sachen. Eine ultimative philosophische Frage, die auch diese Redaktion endlich klären muss.

M: Was würd’ ich mitnehmen? Wächst da irgendwas auf der Insel? Wie sind denn die Niederschlagsverhältnisse so? Also ich geh einfach mal davon aus, es wäre eine tropische Insel. Dann nehm’ ich leckere Hanfsamen mit. Ich brauch wohl mindestens zwei, ein Männchen und ein Weibchen. Und dann nehm’ ich noch Taucherbrille und Schnorchel mit. Und ein gutes Buch, das gibt dann zur Not die Blättchen, wenn ich’s gelesen hab. Gilt Haus- und Hof-DJ samt Equipment auch als eins?

W: Ne, da gibt’s noch nich mal Strom.

M: Ok, dann war’s das – sag mal deins.

W: Ich würd’ einfach viel Gras mitnehmen, Samen wär’n mir echt zu stressig. Gute Literatur und ein Rückflugticket.

M: Da gibt’s keinen Flughafen

W: Ich bin ja irgendwie hingekommen, dann muss ich auch wieder zurückkommen.

M: Ich würd’s mal mit Taucherbrille und Schnorchel probieren.

Ok, das war’s schon wieder für dieses Mal. Die darauf folgende Diskussion über den Sinn und Unsinn von Flughäfen auf kleinen einsamen tropischen Inseln ersparen wir euch mal. Hey Leute, schreibt mal was wegen dem Comic, wir finden’s cool – und ihr? (redaktion@hanfjournal.de)
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