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Hanfberatung im "Hanf Journal"
(Pub. November 2003)
Publiziert am: 01.11.03 - Medienformen: Medienform Text


Auch im Oktober erreichten Kifferfragen die „Hanf Journal“-Redaktionsräume. Und damit keiner alleine durch die Wildnis wandern muss, stand auch dieses mal wieder Kascha R. mit Rat und Tat zur Seite. Eure Fragen auch einfach an hanfberatung@hanfjournal.de senden und auf Hilfe warten.

Norman (17) aus Frankfurt hat eine Frage:
„Hallo erst mal,
also es geht um ein Problem beim Trocknen von Hanf, habe nämlich so direkt nicht die Möglichkeit mein draußen angebautes Gras zu trocknen (wohne noch zu Hause etc.).
Habe gelesen dass es kompliziert ist Gras zu trocknen, da die Gefahr von Schimmelbildung besteht.
Was gibt es für Ausweichmöglichkeiten, was ist so zu empfehlen, kann ich das Trocknen irgendwie beschleunigen oder gibt es geruchsneutrale Möglichkeiten um es doch zu Hause zu machen?
Wäre über Tipps sehr erfreut.“

Kascha weiß Rat:
„Hi Norman,
Ich verstehe dass du dir um die Gefahr der Schimmelbildung Gedanken machst und das finde ich auch gut. Der Konsum von geschimmeltem Gras ist gefährlich, du würdest eine Lungenentzündung riskieren. Auch wenn einige denken, dass es dann mehr „knallt“, sollte man es nicht probieren. Wichtig ist, das Gras im feuchten Zustand nicht in Plastiktüten o. ä. zu lagern, relativ zügig zu trocknen und auch möglichst, bis es wirklich trocken ist. Dabei sollte es möglichst viel Oberfläche haben, also flach und breit ausgelegt sein. Große Ballen und Haufen trocknen zu langsam, in der Mitte könnte sich auch Schimmel bilden.
Eine wirklich geruchsneutrale Art Gras zu trocknen ist mir leider nicht bekannt. Am besten ist es vielleicht noch auf dem Fensterbrett (bei offenem Fenster) oder auf dem Dachboden (falls du einen solchen hast). Wenn du es absolut nicht zuhause trocknen kannst und auch nicht bei einem Freund, solltest du dich nach einem trockenen, gut belüfteten und verhältnismäßig warmen Platz umsehen. Ach ja noch etwas, theoretisch könntest du es auch (bei ca. 50-80 °C) im Backofen trocknen. Dann wäre es ziemlich schnell trocken, das könntest du z. B. mal machen wenn deine Eltern mal einen Tag oder zwei weg sind.“

Felix (ohne Alter und Wohnort) möchte wissen:
„Hi Kascha!
Ich habe ein Problem:
Ich habe meinen letzten Zug vor ca. zwei Wochen gehabt. Jetzt bin ich JEDEN Tag meist nach dem Aufstehen bekifft. Was ist das? Wann geht es weg? Womit bekommt man das weg?
Felix“

Kascha antwortet:
„Hi Felix.
Dein Problem ist nicht sehr häufig, daher kann ich dir leider nur eine sehr vage Antwort geben. Dein „bekifftes“ Gefühl muss nicht zwangsläufig mit dem Kiffen zu tun haben, vielleicht schläfst du einfach nicht genug, ernährst dich nicht ausgewogen genug (man benötigt ein Minimum an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen), trinkst nicht ausreichend Flüssigkeit (Achtung: Bier und Kaffee beispielsweise wirken entwässernd) oder ähnliches. Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass das eine Nachwirkung deines letzten Joints ist, daher würde ich dir raten erst einmal eine Weile nichts zu rauchen. Die meisten cannabisverursachten Nachwirkungen klingen nach spätestens drei Monaten wieder ab, wenn es bis dahin nicht besser geworden ist kann eventuell ein Arzt klären woher dein Problem kommt. Dabei unterliegt der Arzt natürlich der Schweigepflicht.“

Kress (15, ohne Wohnort) fragt :
„Guten Tag
ich bin im Alter von 15 Jahren und gegann mit zwölf Gras zu rauchen (nur Outdoor). Machte nun ein halbes Jahr Pause und begann danach wieder zu kiffen, aber nur etwa ein oder zwei Mal im Monat. Danach wollte ich ein Jahr lang nicht mehr. Ein Dreivierteljahr danach begann ich wieder, doch ich hatte keine Lachflashs mehr. Ich hatte Angstzustände und es war sehr unangenehm. Ich rauchte nie eine zu große Menge. Später war ich in Amsterdam und rauchte am letzten Abend. Es war HORROR. Ich roch Dinge die ich noch nie roch, hörte Sachen extrem klar und hatte ca. zwei Stunden Stress und Angst. Seit-dem hat sich so einiges geändert. Anfangs wollte ich einfach nicht mehr rauchen / kiffen. Danach wurde ich in einem geschlossenen kleinen Raum „angeblich“ passiv high. Seitdem kann ich es nicht mehr riechen, nicht mehr sehen und bekomme schon nur Angst wenn ich draußen in der Nähe eines Joints bin. Ist es möglich passiv high zu werden oder ist es absolut ausgeschlossen? Und habt ihr eine Idee, wie ich dies am besten ändern kann?“

Kascha sagt dazu:
„Hi Kress,
Dein Problem (unter Cannabiseinfluss Paranoia zu schieben) ist nicht unbedingt so selten wie man meinen könnte. Du hast sehr früh angefangen zu kiffen, das kann eine der Ursachen sein. Du bist selbst jetzt noch in einem Entwicklungsstadium (zumindest statistisch, ich kenne dich ja nicht persönlich), in dem Drogenkonsum (auch Alk etc.) nicht unbedingt ratsam ist. Vielleicht war das Setting (z. B. ungewollt konsumieren in einer hektischen Stadt wie Amsterdam) nicht gerade optimal für einen angenehmen Verlauf des Rausches. Außerdem ist dort das Gras meist ungewöhnlich heftig. Da du ein Jahr hast Pause machen wollen und schon ca. neun Monate später wieder angefangen hast, waren vielleicht auch Schuldgefühle mit im Spiel, das Jahr nicht durchgehalten zu haben. Wenn man mit einer solchen Haltung in den Rausch hineingeht kann es auch schneller passieren, dass man die Wirkung anders empfindet als wenn man unvoreingenommen oder sogar mit Vorfreude auf den Rausch konsumiert. Du siehst: Set und Setting sowie die Erwartung bestimmen das „High“ wesentlich mit. Dass man „passiv high“ werden kann halte ich für durchaus denkbar. Dabei kann auch (muss aber nicht ausschließlich) ein sog. Placebo-Effekt mit im Spiel sein, also die Einbildung eines Rausches, da man den ja mit dem bekannten Geruch usw. assoziiert und der das „passiv-High“, das sicher nicht sehr stark ist, verstärkt. Wenn du dich absolut nicht mehr an den Geruch gewöhnen kannst kann ich dir nur raten ihn zu meiden. Eventuell wird es mit der Zeit wieder besser.“

Eure Kascha R.
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