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Hanfberatung im "Hanf Journal"
Erste Hilfe für Kiffer
(Pub. Oktober 2003)
Publiziert am: 28.09.03 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 03oktober artikel Das Eckthema

Wer, wie, was, wieso, weshalb, warum – wer nicht fragt bleibt dumm. 1.000 tolle Sachen die gibt es überall zu sehn, manchmal muss man fragen – um sie zu verstehen.
Und wen fragen Kiffer? Natürlich, Kascha R. und die antwortet auch jedes Mal wieder, hier der Beweis. (Fragen an hanfberatung@hanfjournal.de)



Peter (ohne Alter und Wohnort) möchte wissen:

„Hallo ihr Lieben,
im Frühjahr habe ich zwei weibliche Pflänzchen in Holland gekauft. Sie wachsen und gedeihen und blühen prächtig – aber sie haben nicht den üblichen antörnenden Duft (wie ich es sonst immer hatte), eigentlich riechen sie gar nicht. Was hat das zu bedeuten???
Ich bin sehr neugierig auf eure Antwort,
liebe Grüße
Peter“

Kascha antwortet:

„Hi Peter,
so ganz genau kann ich dir das leider auch nicht beantworten. Da du sagst, dass deine Pflanzen normalerweise stärker riechen, kann ich davon ausgehen, dass es nicht am Standort (Boden, Licht) liegt, der vielleicht einen Einfluss auf die Entwicklung der Pflanze haben könnte. Ich tippe auch darauf, dass du eine andere Sorte als sonst bekommen hast. Nimm mal den Hauptstängel im oberen Drittel vorsichtig zwischen zwei Finger und reibe ein bisschen auf und ab. Dann wird wahrscheinlich der typische Geruch wahrnehmbar sein! Zwischen Geruch und THC-Gehalt besteht kein zwingender Zusammenhang, auch Nutzhanf kann stark riechen. Daher kann es trotzdem gut möglich sein, dass deine Ernte trotz fehlenden Geruchs die erwartete Wirkung bringt. Es soll jedenfalls auch neue, „geruchsarme“ Züchtungen geben, die speziell zum Anbau und Konsum in Gegenden gedacht sind, wo der Geruch nicht erwünscht (weil auffällig) ist. Falls du eine solche Sorte erwischt haben solltest (du hast leider nicht erwähnt, was du genau für Pflanzen gekauft hast) musst du halt beim „Erntedankfest“ auf den bekannten Geruch verzichten, was im Alltag aber auch durchaus vorteilhaft sein kann.“


Karsten (15) aus Halle fragt:
„Hi Kascha,
als ich neulich mit ein paar Mitschülern über Hanf diskutiert habe, meinte einer, dass Hanf schon seit es das in Deutschland gibt verboten ist. Ich glaube das aber nicht, ich habe mal gehört dass es erst seit 50 Jahren verboten ist? Wer hat nun Recht und wie lange gibt es hier in Deutschland überhaupt schon Hanf?“

Kascha antwortet:
„Hey Karsten,
dein Mitschüler liegt völlig daneben und du nur ein klein wenig. Hanf gibt es in Deutschland schon seit vielen hundert Jahren: Die Samen wurden gegessen, aus den Fasern wurden Seile, Kleidung und Papier hergestellt und die Blüten dienten vermutlich auch schon seit langer Zeit als Genussmittel. Das erste Gesetz, in dem der Verkauf von Hanfblüten eingeschränkt wurde, stammt aus dem späten 19. Jahrhundert und besagt, dass diese nur in Apotheken verkauft werden durften. Das galt übrigens dann auch für Kokain und Kamillentinktur (und Dutzende andere Arzneimittel). Hanf wurde damals überall in Deutschland angebaut und war ein beliebtes Hausmittel beispielsweise gegen Hühneraugen und Kopfschmerzen. In den 30ern wurden dann auch in Deutschland die internationalen Opiumabkommen durchgesetzt, die auch den Hanfgebrauch einschränken sollten. Trotzdem ist Hanf als Faserpflanze noch einige Jahre angebaut worden, in vielen älteren Häusern finden sich beispielsweise immer noch Rohrleitungen die mit Hanf isoliert wurden. Etwa 40 Jahre lang allerdings wurde in Deutschland (offiziell) kein Hanf angebaut und erst jetzt ist der Anbau von Nutzhanf wieder unter bestimmten Umständen genehmigungsfähig. (Mehr dazu erfährst du jeden Monat in der Geschichts-Reihe des „Hanf Journal“ auf Seite 2)

Steffi (18) aus Stuttgart fragt:
„Hallo,
ich kiffe selbst nicht, finde aber das Thema interessant. Irgendwie kann mir allerdings kaum jemand folgende Frage beantworten: Wie viel Haschisch oder Gras muss man eigentlich rauchen, um etwas zu merken? Reicht ein Gramm oder sollte es mehr sein? Wie viel kommt in einen Joint? Und gibt es eine Möglichkeit sich „überzudosieren“?
Danke im Voraus,
Steffi“

Kascha antwortet:
„High Steffi,
die Frage ist in der Tat schwer zu beantworten. Nicht, weil es keiner weiß, sondern einfach weil das bei jedem unterschiedlich ist und dann auch noch von der Qualität des Cannabis abhängt (also dem THC-Gehalt, der allerdings meist eher nur geschätzt werden kann. Er steht ja nicht drauf auf dem Tütchen, was man kauft).
Gerade wenn man unerfahren ist sollte gelten: weniger ist mehr. Erste Wirkungen (Entspannung) merkt man schon bei 0,1 Gramm. Wenn man mehr raucht, kommt mehr Wirkung, also z. B. Heiterkeit, veränderte Sinneswahrnehmung, Sprach- und Koordinationsschwierigkeiten (sog. Verpeiltheit), Verwirrung bis hin zu (und das sind dann im Allgemeinen die Überdosierungen) Angstzuständen, Desorientiertheit, Schwindelgefühlen, Kreislaufproblemen (niedriger Blutdruck, hoher Puls) und Schläfrigkeit. Ein Gramm ist schon eine ganz schöne Menge für einen Joint, meist ist da so zwischen 0,3 und 0,5 Gramm drin, hängt aber auch davon ab, wie viele Leute mitrauchen und wie groß das Teil wird. Eine tödliche Überdosierung ist praktisch nicht möglich und wohl auch noch nie vorgekommen (man müsste ca. 500–1000 Gramm gutes Haschisch auf einmal rauchen!!). Die Wirkung hängt allerdings auch von der Konsumform ab. Bong wirkt am schnellsten und kürzesten und im Verhältnis zur gerauchten Menge am heftigsten, während oraler Konsum (also essen oder trinken) spät einsetzt, man eine größere Menge benötigt (aber die Dosierung ist schwierig, daher sollte man das langsam angehen) und am längsten anhält.
Eure Kascha
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