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Die Hanfberatung im "Hanf Journal"
Erst Hilfe für Kiffer
(Pub. September 2003)
Publiziert am: 02.09.03 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal september03 artikel Die Hanfberatung im Hanf Journal Erste Hilfe für Kiffer

Kein Monat ohne Hanfberatung. Auch im August war Kascha bei schweißtreibender Hitze und blendender Sonne für euch da und hat bei Sorgen, Ängsten und Problemen geholfen. Euch liegt auch etwas auf dem Herzen? Dann wendet euch an Kascha: hanfberatung@hanfjournal.de oder Brief an die Redaktion (Lettestraße 3, 10437 Berlin)


Bene (ohne Alter und Wohnort) fragt:
„High Kascha,
ich möchte Samen aus den Pflänzchen von mir in der 1. Generation gewinnen, um diese erneut einzupflanzen und so die 2. Generation zu erhalten. Aber wo genau finde ich die Samen an der Hanfpflanze und wann kann ich sie mir holen?
Bene

Kascha antwortet:
„Hi Bene,
Die Samen findest du in den Blüten der befruchteten weiblichen Pflanzen. Wenn du ohne Männchen gezüchtet hast kann es sein, dass deine Weibchen nicht befruchtet wurden und daher keine Samen gebildet haben. So baut man Sinsemilla-Gras, also Gras ohne Samen drin, an. Wenn die weiblichen Pflanzen befruchtet wurden, kannst du im Spätsommer/Frühherbst, also der Zeit, wo das Gras geerntet wird, aus den Blüten die Samen herauspulen.“

Felix und Marinus (auch ohne Alter und Wohnort) fragen:
„hallo lieber kascha,
Ich und mein Kumpel haben drei fragen.
1. Wie muss ich drehen, dass der Joint (oder die kippe) die typische Form hat?
2. Stimmt es dass Nutzhanf auch THC bilden kann? / Was muss ich dafür machen? Er züchtet indoor, ich outdoor, beide Nutzhanf.
3.Wie ernte ich Haschisch, und wie Dope?
Was ist eigentlich Dope, Shit oder Peace? Und mit welchen günstigen Sachen kann ich düngen?
Mach highter weiter so wie bisher
Dein Felix und Marius“

Kascha antwortet:
„High,
Die typische Form eines Joint ist konisch, das heißt, dass ein Ende dicker ist als das andere. Wenn man mit (vor allem breiteren) Longpapers (also denen, wo nicht „slim“ drauf steht) dreht passiert das eigentlich fast automatisch. Man kann das z. B. mit der Tabakverteilung und dem Durchmesser des Filters genau „einstellen“.
Nutzhanf ist Hanf, der so gezüchtet wurde, dass sein THC-Gehalt 0,2 Prozent nicht übersteigt. Das heißt, dass er THC bildet, aber nicht sehr viel. Mit viel Mühe könnte man versuchen, den Hanf „zurückzuzüchten“ damit er wieder mehr THC bildet. Dies ist aber sehr aufwendig und übersteigt jeden sinnvollen finanziellen Rahmen!
Dope, Shit und Peace sind drei verschiedene Begriffe für ein und dasselbe: Haschisch. Das ist das gepresste Harz der Hanfpflanze. Selbst wenn euer Nutzhanf THC bilden würde, wäre es nicht so leicht daraus Haschisch herzustellen, weil dies üblicherweise mit Cannabis-Indica-Pflanzen gemacht wird, die zwar viel Harz produzieren, aber eher klein sind. Da Nutzhanf vor allem der Fasergewinnung dient, sind das meist Sativa-Züchtungen, die bis vier Meter hoch werden, aber wenig Harz produzieren. Ernten könnte man aber die Blüten (als Gras bzw. Marihuana bekannt), die aber wegen dem ungünstigen Verhältnis der Cannabioide (Cannabis-Wirkstoffe) eher Kopfschmerzen verursachen. Dagegen hilft auch Düngen nicht allzuviel. Wenn ihr es trotzdem versuchen wollt: Dünger gibt es im Growshop oder halt Phosphor und Kalium für die Blüten. Mehr Infos findest du übrigens auf www.hanfjournal.de unter „Growing“.“

Kristin (17) aus Hamburg fragt:
„Hey Kascha,
wie ist das eigentlich mit dem Filter? Wieso kann man keinen Zigarettenfilter nehmen? Was ist der Unterschied zwischen den ganzen verschiedenen „Filtertipps“, die so angeboten werden, geht das auch ohne Filter und was macht einen „guten“ Filter aus? Gibt es Materialien die man lieber nicht nehmen sollte? Ich hab leider noch nicht so viel Ahnung davon, aber das macht jeder irgendwie anders.“

Kascha antwortet:
„Hallo Kristin,
der Filter ist am Joint das wichtigste Teil, wenn der nicht okay ist, ist es der ganze Joint nicht, schließlich muss da alles durch. Damit erklärt sich das mit dem Zigarettenfilter: der „filtert“ nämlich wirklich, und dementsprechend weniger Wirkstoffe erreichen deine Lunge. Umgekehrt kommt natürlich mit einem „Joint-Filter“ aus Pappe das ganze Nikotin und Teer ungefiltert in deine Lunge.
Mittlerweile ist die Zeit, wo Filter aus Fahrkarten, Schülerausweisen und Flyern hergestellt wurden offenbar vorbei und jeder hat einen Block „Filtertipps“ dabei. Die gibt es in allen Farben, Formen und Größen und du solltest einfach mal probieren, mit welche du am besten drehen kannst. Gerade die ganz kleinen drehen sich oft schlecht. Beispielsweise die Amis drehen ganz ohne Filter, dann verbrennt man sich aber schnell mal die Lippen. Das, und nicht wirklich filtern, ist übrigens der Zweck eines „Joint-Filter“. Allerdings gibt es neuerdings auch verschiedene Jointfilter (haben immer mal wieder eine Werbung im „Hanf Journal“), die das Nikotin filtern und das THC durchlassen sollen.
Ach ja, von Hochglanzmaterialien und ähnlichem ist beim Filterdrehen abzuraten, weil der Rauch der da durch geht ganz schön heiß sein kann und giftige Stoffe ablösen könnte, die du dann mit einatmen würdest. Am besten ist unbehandeltes, unbedrucktes (oder mit ungiftigen Farben bedrucktes) dickes Papier (oder dünne Pappe). Wie dick der Durchmesser des fertigen Filters dann sein soll ist Geschmackssache, je dicker der Filter, desto heftiger (aber auch heißer); wenn du zu eng gedreht hast kannst du kaum noch ziehen.“


So das war’s mal wieder für dieses Mal. Bleibt brav, anständig und bescheiden oder brecht die Regeln. Was ihr wollt!


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