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growing
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Das Guerilla Growing Team präsentiert: Guerilla Farming 2002/-1
„Nur die Harten kommen in den Garten!!!“
(erschienen juli 2002)
Publiziert am: 04.07.02 - Medienformen: Medienform Text


Endlich ist es soweit! Die meisten leidenschaftlichen Grower unter euch dürften jetzt langsam ihre Zöglinge aufs Feld gebracht haben. Und auch das Hanf Journal widmet sich ab jetzt monatlich dem Thema. Wir werden versuchen, euch eine gesunde Mischung zwischen Einsteiger-Info und Profi-Wissen zu präsentieren. Feedback von allen Seiten ist immer willkommen. Schließlich wollen wir ja auch nicht dumm sterben.
Beginnen wollen wir mit der Dokumentation eines Outdoor-Grows. Leider ist immer jeder Anfang schwer und deshalb hat auch das „Guerilla Growing Team“ noch ein paar Probleme gehabt. Wir versprechen aber: Alles wird besser! Alles, was ihr hier findet, könnt ihr natürlich auch im Internet nachlesen. Einfach auf die Seite www.hanfjournal.de gehen, den Rest findet ihr selber. Aber nun lasst das Growing beginnen:
Auf Bild 1 sieht man ein frisch angelegtes Feld mit 10 Pflanzen. Die ca. 3 Wochen alten Babys sind tief im Wald auf einer Richtung Süden angelegten Lichtung untergebracht. Für diese Aufzucht haben wir Stecklinge verwendet, um sicher zu gehen, dass alle Pflanzen weiblich sind. Der Standort sollte genau wie in unserem Beispiel nach Süden gerichtet sein. Des weiteren sollte möglichst wenig Schatten von umliegenden Bäumen auf die Pflanzen fallen. Äußerst gut eignen sich hier Schonungen mit jungen Bäumen. Ihr könnt euch natürlich auch die Mühe machen, die Pflanzen wie auf Abb. 2 einzeln zu setzen. Hierfür grabt ihr am besten pro Pflanze ein möglichst großes Loch und füllt es mit einem „All Mix“ - einer speziell für Cannabispflanzen angemischten Erdmischung - aus eurem Grow-Shop. Darin fühlt sich die Pflanze pudelwohl, weil der pH- (bei 6,8) und der EC-Wert (bei 1,4 – 1,7) optimal auf die Pflanze abgestimmt sind. Ein bisschen schwitzen, Löcher buddeln und Erde schleppen müsst ihr dafür schon. Ihr werdet aber reichlich dafür belohnt werden. Ein paar grundlegende Fehler solltet ihr unbedingt vermeiden: Erstens, pflanzt nicht zu viele Stecklinge nebeneinander an, sonst bemerken dies zu schnell zu viele Menschen. Und zweitens solltet ihr die Pflanze nicht einfach in den Waldboden einsetzen. Dieser ist meist von seiner Beschaffenheit ungeeignet für eine Hanfkultur.
Wenn ihr so wie auf Abbildung 1 ein kleines Feld anlegt, dann könnt ihr euch den Transport der vielen Erde (All Mix) sparen. Stattdessen nehmt ihr Hacke und Spaten, ein biologisches Pre Mix - biologischer Langzeitdünger aus dem Grow-Shop - und außerdem A-Z Kalk aus dem Gartenfachhandel und arbeitet alles mit der Hacke in das vorher angelegte und umgegrabene Feld ein. Der A-Z Kalk ist nötig, da in Wäldern der Boden meist viel „sauberer“ ist. Das Feld anschließend einfach ein bis zwei Wochen brach liegen lassen. Jetzt könnt ihr endlich die Pflanzen einsetzen. Wie gesagt, je größer das ganze Feld wird desto größer die Gefahr, erwischt zu werden. Ein richtiger Guerilla–Grower fährt mehrgleisig und streut das Risiko!
Vorsicht: Die ersten Wochen sind die Pflanzen noch relativ klein und empfindlich! Böse Nacktschnecken und andere „Schädlinge“ werden versuchen, eure Ernte zu zerstören. Hier müsst ihr euch wehren! Gegen Schnecken hilft es beispielsweise, wenn ihr zwischen den Pflanzen sogenannte „Bierfallen“ aufstellt. Dafür nimmt man ein Einmachglas, gräbt dies etwas ein und füllt es dann mit Bier. Die Schnecken werden davon magisch angezogen und ertrinken. Auch Sägemehl–Wälle haben sich bewährt. Oder ihr nehmt Schneckenkorn, dies könnt ihr überall kaufen. Ach ja, achtet immer und überall auf Nützlings- und Umweltverträglichkeit – der richtige Guerilla-Grower ist natürlich voll-biologisch-dynamisch!!! Generell gilt: Gesunde, starke Pflanzen können auch einiges an Befall gut wegstecken. „Nur die Harten kommen in den Garten!!!!“
Last but not least: Man sollte sich im Klaren sein, dass man je nach dem, in welchem Land man sich befindet, etwas Illegales tut. Deshalb sollte man unbedingt folgende Grundregeln einhalten:
- der Platz darf nicht von außen einsehbar sein
- alle Arbeiten sollten spät abends oder nachts gemacht werden
- denkt daran, den Weg zu eurem Platz öfter zu ändern, um keine Trampelpfade zu hinterlassen
- achtet auf Wildwechselspuren – auch wegen der Jäger
- tragt nicht einfach so haufenweise Erde oder Wasserkanister mit euch herum, geht mit einem großen Rucksack auf eine (Rad-) Wanderung,...
- ........ und erzählt es vor allen Dingen nicht jedem!
Frei nach dem Motto: „Gut getarnt ist halb geerntet!“
So, das war ein klitzekleiner erster Einblick in die Tücken und Kniffe des Outdoor-Growings. Wir werden das Feld von jetzt ab über das Jahr hinweg begleiten, und euch – wenn nichts und niemand dazwischen kommt - jeden Monat über die Entwicklung der Babys berichten.

Euer Guerilla Growing Team
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