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growing
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Das Guerilla Growing präsentiert: Katrin entdeckt die Welt des Growing Teil 6
Outdoor – nur für die Harten (pub. Juli 2003)
Publiziert am: 26.06.03 - Medienformen: Medienform Text


Nils und ich haben uns von den bösen Dieben, die uns unsere Guerillas Gusto geklaut haben, nicht die Lust aufs Growing verderben lassen. Wir werkeln fleißig weiter im holländischen Garten. Unsere Valley Queens und unsere Guerillas Gusto entwickeln sich prächtig weiter. Lasst euch überraschen, was wir in dieser Folge so alles machen . . . Selbstverständlich ist die Outdoor-Methode der natürlichste Weg zum Weed, aber sehr abhängig vom nassen und kaltem Herbstregen. Vor allem in den nördlicheren Teilen Europas kommen die Pflanzen zwar gut durch das vegetative Stadium (Wachstumsstadium) und sehen auch sehr schön aus, aber dann geht es oft in der Blühphase schief, weil es draußen viel zu nass und feucht ist. Du solltest kein Risiko eingehen und deshalb die Babies nicht zu früh und nicht zu spät aussetzen: nach den Eisheiligen Mitte Mai ist wohl der optimale Zeitpunkt. „Gib mir mal die Schaufel“, ruft Nils mir in seinem wunderschönen Garten zu. Der sympathische Holländer und ich pflanzen nun die Valley Queens, die bisher auf Nils` Balkon wachsen, in den Garten. Diese Sorte schuf die Samenbank No Mercy mit einer Kreuzung aus Everest Queen und Silver Pearl, eine sehr gute Outdoor Pflanze, die verspricht innerhalb von neun Wochen einen reichlichen Ertrag zu bringen. Die Kleinen sind groß und stabil genug, circa 30 bis 50 cm hoch, um Wetter und Fressfeinde draußen zu überstehen. Außerdem, da legt Nils besonderen Wert darauf, ist sein Garten der optimale Platz fürs Outdoor-Growing. „Natürlich könnte ich die Pflanzen auch in die Pampa setzen, aber mir ist das irgendwie zu stressig. Da muss man schon ein besonders harter Grower sein. Der Aufwand und die Risiken sind mir einfach zu hoch“, erklärt mir mein hilfreicher Lehrer. Vergesst das nie: Ja, wir müssen es immer wieder sagen: der Anbau und Besitz von Cannabis ist in Deutschland verboten. Anders als hier in den Niederlanden dürft ihr keinen Hanf anbauen. Sollten doch einige von euch so böse sein und es doch tun, hier die wichtigsten Tipps, wie man es schaffen kann, dass keiner davon Wind bekommt: Es laufen selbst an den entlegendsten Örtchen Leute rum: Förster, Waldarbeiter, Bauern, Strommastenwärter oder Spaziergänger. Außerdem müsst ihr auf Wildwechsel achten, sonst sind eure Pflänzchen schnell weggefressen. Die beste Methode, um schnell einen sicheren Ort zu finden, ist folgendes Motto: Je schlechter und fieser der Weg, desto besser ist der Ort.“ Also, nehmt keine schon vorhandenen Trampelpfade - viel zu gefährlich und produziert sie vor allem nicht selbst. Durch Sträucher, Brennnesseln, Wälder und Gestrüpp kämpfen ist besser als entdeckt zu werden. Lasst außerdem auf gar keinen Fall euer Handwerkszeug zurück, das könnte euch verraten. Ebenso solltet ihr keine Bestellscheine von Samen und anderem Growing-Zubehör in eurer Wohnung liegen lassen. Manchmal frage ich mich schon, wie blöd sich so manche Grower anstellen können. Es gibt so viele Leute, die auf dem Balkon züchten und die gesamte Nachbarschaft kann zuschauen. Hey, die meisten Grower, die von unseren grünen Freunden entdeckt werden, haben ihre Pracht auf dem Balkon gezüchtet. Schützt eure Pflanzen und euch selbst und macht es so, dass es wirklich niemand mitbekommt! Und erzählt es so wenig Leuten wie möglich bzw. nur so vielen Leute wie unbedingt nötig. Das Outdoor- Experiment Von den 16 von Nils eingepflanzten Samen Guerillas Gusto sind 14 nun prächtige Pflänzchen mit bereits drei bis vier Nodien (Blattpaaren) geworden. Die Kleinen sind allerdings noch nicht groß und stabil genug, um Wetter und Fressfeinde draußen im Garten zu überstehen. Außerdem wird es schwierig werden, sie noch rechtzeitig zur Blüte zu bringen. „Mal sehen, ob wir die Kleinen noch nach draußen pflanzen, es kann sein, dass sie es dann nicht mehr rechtzeitig schaffen.“, blickt Nils skeptisch, „Vielleicht werden wir auch nur ein paar in den Garten setzen und den Rest auf dem Balkon weiter pflegen, mal sehen.“ Na dann warten wir mal ab . . . das wird ein richtiges Outdoor- Experiment: denn die Kleinen wurden nicht – wie gewöhnlich – anfangs unter Kunstlicht oder auf der Fensterbank vorgezogen, sondern werden „nur“ von der guten, alten Sonne beleuchtet, und sind auch erst am 20.Mai als Samen in die Erde gedrückt worden. Nils und ich pflanzen die Kleinen nochmals um, `ne Menge Arbeit, aber man muss einfach an den Ertrag denken und es geht highter weiter! Unsere Kleinen haben in den ersten Wochen einen relativ langen und dünnen Stängel bekommen, wie ihr auf Bild 2 sehen könnt. Nils zeigt mir beim Umtopfen noch einen Trick, wie man diese dünnen empfindlichen Pflänzchen in kurze robuste verwandelt. Einfach beim Umtopfen tief in den neuen Topf setzen und bis zu den Keimblättern mit Erde auffüllen. Der dünne Stängel verwandelt sich dann in eine Wurzel und die Pflanze wird stabiler und kürzer! Bild 3 und 4 zeigen euch wie`s geht. Am 21. Juni ist jedes Jahr die Sommersonnwende, schon immer. Was hat das mit meinen Pflanzen zu tun? Ne ganze Menge, denn sie hat Auswirkungen auf die Reifeschnelligkeit der Pflanze. Hanf durchlebt eine Wachstums- eine Übergangs- und eine Blühphase, eine biologische Uhr. Wenn die Pflanze die hauptsächliche Wachstumsphase abgeschlossen hat (die Pflanze wächst schon noch weiter), kommt sie in die Übergangsphase, wo die Pflanze die für sie nötigen Vorbereitungen auf die Blühphase trifft, z.B. mobilisiert die Pflanze die dafür nötigen Stoffe. Dieses Stadium kann sich bis zu 70 Tage hinziehen. Bei der Indoor- Zucht sind es meist 10 bis 12 Tage; denn dort stellt man ja nur das Licht von 18 auf 12 Stunden um. Wenn nun während der Sonnwende Vollmond bzw. der Mond sehr voll ist, kann es zu einer längeren Übergangsphase kommen. Das ist sehr ungünstig, da es dann logischerweise bis zur Blühphase länger dauert. Dann muss man die Pflanze nachts in dieser Zeit abdunkeln bis sie zum Blühen beginnt. Das gleiche gilt, wenn eine große Straßenlaterne oder anderes Licht die Pflanze in ihrer Nachtruhe stört. Und das wichtigste ist: die Pflanze muss wirklich durchgehend mindestens 12 Stunden abgedunkelt sein! „Meinst du die schaffen es noch bis zum Herbst zu blühen?“, frage ich Nils nach verrichteter Arbeit. „Dürfte schwierig werden, da wir vielleicht erst im Oktober/ November ernten können, die Blühphase kann bis zu 14 Wochen betragen. Da kann es schon wieder kalt werden und uns die ganze Ernte versauen. Allerdings gibt es da eben diesen Trick: wenn wir bis zur Sommersonnwende die Pflanze nachts bei ihrem 12 Stunden Schlaf noch abdunkeln (mit schwarzer Tüte/ dunklem Stoff), kommt die Pflanze schneller in die Blühphase. Wenn sie dann erst mal blüht, muss man das nicht mehr machen“, belehrt mich der Grow Profi. Und was muss man noch mal beim Boden beachten, wie hoch darf der pH-Wert sein, wie viel Dünger und Wasser brauchen die Pflanzen im Freien? Tja, diese Fragen sind nicht einfach zu beantworten. Und deshalb werdet ihr darüber in der nächsten Ausgabe einen kleinen Crash-Kurs erhalten, freut euch drauf. Solltet ihr dringend Unterstützung und Hilfe bei eurer Zucht brauchen, seid ihr in unserem Forum genau richtig. Die erfahrensten Grower und Kiffer stehen euch dort mit Rat und Tat zur Seite. Mehr erfahrt ihr auf www.hanfjournal.de! Dort könnt ihr auch mehr Bilder von den Guerillas Gusto und den anderen Babies bestaunen.
Katrin Schmidberger
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