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growing
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Jorges Grow Corner
– Growing leicht gemacht


Publiziert am: 16.07.04 - Medienformen: Medienform Text


Sommer und Herbst sind die Jahreszeiten, in denen „Pythium“ normalerweise auftritt. „Pythium“ ist ein Gattungsname für verschiedene Wurzel- und Stammfäule-Pilzarten, darunter Verticillium, Phytophtora, Fusarium oder eben Pythium.


Durch Pythium-Befall kommt es zu Infektionen, geringeren Ernten und sogar zu ganzen Ernteausfällen. Pythium verbreitet sich gerade in Hydrokulturen sehr schnell. Vor allem Systeme mit geschlossenem Wasserkreislauf bieten den Pilzen ideale Möglichkeiten zur rapiden Verbreitung in der gesamten Zucht.

Pythium gedeihen am besten in anaerobem, also sauerstoffarmem, 24 bis 33 Grad Celsius warmen, stehendem Wasser. Stark tonhaltige Erde mit schlechter Drainage begünstigt das Pythium-Wachstum genauso.

Pythium kann man durch nicht sterilisierte Werkzeuge, verdorbenes Wasser oder von verrottenden Wurzeln bekommen. Es kann auch durch infizierte Pflanzen verbreitet werden.


Der Schlüssel zur Bekämpfung und Vermeidung von Pythium heißt Sauerstoff. Erfahrene Grower sorgen immer für genug Sauerstoff im Wurzelbereich sowie in der Nährlösung. Dabei ist die Temperatur des Wassers von großer Bedeutung. Je kälter das Wasser ist, desto mehr Sauerstoff kann es aufnehmen. Anbei eine Tabelle, die zeigt, wie viel Sauerstoff Wasser bei den verschiedenen Temperaturen aufnehmen kann:

10 °C–13 ppm (Parts Per Million)

20 °C–10 ppm

30 °C–7 ppm


Die Wurzeln verdoppeln pro zehn Grad Celsius Temperaturerhöhung ihren Sauerstoffbedarf. Die Aufnahmekapazität des Wassers verringert sich gleichzeitig um mehr als 25 Prozent. Ab 22 Grad Celsius ist also schnell nicht mehr genug Sauerstoff im Wasser vorhanden. Dies führt zu anhaltender Sauerstoffunterversorgung. Langsames Wachstum, Mangelerscheinungen, Wurzelsterben und geringere Erträge sind die Folgen. Dieser Stress macht die Pflanzen anfällig für weitere Krankheiten und Schädlinge.


Symptome:

Welke, gelbe, schlaffe Blätter, häufig mit Mangelerscheinungen.

Der pH-Wert wird langsam immer saurer.

Die Wurzelspitzen oder Wurzeln sind braun – könnte aber auch Zeichen von Überdüngung oder Färbung durch organische Dünger sein.

Geringer Wasserverbrauch.

Wurzeln werden braun und schleimig, fangen an zu stinken. Oft auch wenn die Pflanze oben noch gesund wirkt.

Die äußere Haut der Wurzel lässt sich leicht abziehen und fühlt sich matschig an.

Schon beschädigte Wurzeln werden nicht wieder gesund, bei nur leicht infizierten besteht Hoffnung, wenn sie sofort behandelt werden.


Prävention:

Achte auf gesunden, kräftigen, stressfreien Wuchs. Wenn ein System einmal von Pythium befallen ist, so ist es fast unmöglich, ihn wieder auszutreiben. Am besten, man schmeißt alles weg, was nicht zu sterilisieren ist und fängt dann mit neuen Pflanzen an.


Benutze Zusatzmittel, um den Tank sauber und biologisch gesund zu halten.

Wechsele den Tankinhalt regelmäßig und desinfiziere ihn auch immer wieder.

Halte die Temperatur der Nährlösung zwischen 19 und 22 Grad Celsius.

Achte auf regelmäßige Sauerstoffzufuhr durch Luftpumpen oder H2O2-Gaben.

pH-Wert unter 6,2.


Erde

Immer gut sterilisierte, gesunde Erde nehmen. Wenn nötig, mit Zuschlagstoffen zur besseren Drainage und Luftigkeit versehen.

Vermeide Überwässerung. Eine vollgesogene Erde bietet anaerobe Bedingungen.

Achte auf braune Wurzeln. Gestresste Pflanzen erwischt es immer zuerst. Also nicht zögern und alle ungesunden Pflanzen rausschmeißen.

pH Wert um 6,5.

Halte die Wurzeltemperatur niedrig, 15 bis 21 Grad Celsius sind ideal. Auch in Erde kann man Luft pumpen!


Behandlung von Pythium

Entferne betroffene Wurzeln und Erde großflächig. Achte auf bessere Drainage und auf genug Freiraum zwischen den Pflanzen.

  1. Tauche die übrig gebliebenen Wurzeln eine gute Minute in H2O2.

  2. Sterilisiere alles Equipment mit einer fünfprozentigen Bleiche-Lösung.

  3. Füge Anti-Pythium Mittel, Vitamin B1 und frische, leichte Nährlösung in den sterilisierten Tank. Halte die Temperatur so niedrig wie möglich. Reduziere am Anfang die Lichtintensität, bis die Wurzeln wieder neu ausschlagen.


Biologische Zusatzstoffe beinhalten unter anderem Vitamine, Hormone und Nährstoffe, um die Pflanze zu stärken und um positive Bakterienkulturen um die Wurzeln herum anzusiedeln. Solche Zusatzstoffe sollten immer mit beigegeben werden. Es gibt auch die Bakterienkulturen selbst zu kaufen. Diese lassen Pythium keinen Raum und verarbeiten auch altes Wurzelmaterial zu neuen Nährstoffen.





Bildüberschriften:


  1. Eine wunderschöne Jack Herer, gegrowt auf einem Balkon.

  2. Eine Outdoor-Nevil´s Haze in 30 Liter Topf.

  3. Gesunde Wurzeln sind weiß und kräftig.

  4. Wurzeln mit Pythium-Befall sind dunkler und unterentwickelt.

  5. Halte immer einen Satz guter Steckis bereit, um sie in den Grow oder nach draußen setzen zu können.




Jorges Garten-Kalender Juni 2004



Outdoor:


Man kann immer noch Samen und Steckis setzen. Ziehe Samen drinnen vor und setzte sie dann raus, um beste Resultate zu erzielen.


Sämlinge und Setzlinge werden jetzt nach draußen gepflanzt. Beim Umtopfen von „gespargelten“ Pflanzen wird der Stängel bis zum ersten richtigen Blattpaar eingetopft. Der unterirdische Teil des Stammes wird Wurzeln schlagen.


Denkt dran: Abhärten vor dem Aussetzen. Wisst ihr nicht mehr wie?? Dann ab zu www.hanfjournal.de, in der Rubrik Growing steht es in meinem Kalender vom Mai!


Der Wasserbedarf nimmt bis Anfang September hin beständig zu!! Das heißt genug gießen, wenn nötig! Manche mischen wasserabsorbierende Polymer-Kristalle mit in den Boden, um ihm eine größere Speicherkraft zu geben. Eine gesunde „Frau“ in einem 30 Liter-Topf verbraucht locker fünf Liter pro Tag.


Nur wer jede Woche gießen kann, verwendet Flüssigdünger. Im Moment brauchen die Pflanzen mehr N als P und K, entsprechende Dünger verwenden! Vorsicht vor Überdüngung!!


Hohe Pflanzen werden heruntergebunden, um die Gefahr der Entdeckung zu minimieren. Spitzen abschneiden, um das Wachstum einzudämmen.


Wurzeln müssen vorm Gekochtwerden gerettet werden, indem man die Töpfe vor direktem Sonnenlicht schützt.



Indoor:


Temperaturen unter 30 Grad Celsius sind essenziell damit es beständig wächst.


Die Luftfeuchte nimmt indoor oft zu, wenn es draußen heißer wird. Man lässt die Temperaturen in der Nacht um zehn Grad kälter werden als am Tag und die Abluft die Nacht durchlaufen, um Kondenswasserbildung zu vermeiden.


Die Pflanzen verbrauchen bei Hitze mehr Wasser als sonst, aber die gleiche Menge an Nährstoffen. Verdünne die Nährlösung entsprechend! Eine gesunde Pflanze in einem acht Liter-Topf verbraucht schnell einen Liter pro Tag. Aber nicht ertränken!


Die Pflanzen werden einmal pro Monat mit einer sehr leichten Düngerlösung gespült.


Immer wieder die Unterseiten der Blätter auf Schädlinge untersuchen!


Gerüche entfernen erfahrene Grower mit Ozon-Generatoren oder Aktivkohlefiltern, bevor sie nach außen geleitet werden.


Viele schneiden schon früh neue Stecklinge, damit bei der Ernte gleich wieder neu gestartet werden kann. Aber Achtung: Wenn es über den Sommer zu heiß wird, lieber eine Pause einlegen.




Gewinnspiel:

Jorges Grow-Frage des Monats: Wie verhinderst du, dass dein Grow überflutet wird?

Unter allen richtigen Antworten auf Jorges Grow-Frage verlosen wir einen Aqua Safe von BTT. Mit dem Gerät wird das Befüllen des Tankes zur idiotensicheren Angelegenheiten. Ist vor allem was für größere Tanks.


Einfach Lösung bis zum 30. Juli 2004 an gewinnen@hanfjournal.de mailen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.




Jorges geballtes Wissen – in einem Buch


„Marihuana drinnen – Alles über den Anbau im Haus“

ISBN 3-907080-92-0



Jorge Cervantes


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