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growing
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Jorges Grow Corner - Growing leicht gemacht
Jorges Grow-Frage des Monats: Wie filtert Aktivkohle Gerüche?
(Pub. Juni 2004)
Publiziert am: 09.06.04 - Medienformen: Medienform Text


Diesmal ein paar Surftipps vorweg:


Willst du mehr über die Anzucht einer ganz speziellen Grassorte wissen? Wenn du Englisch lesen kannst, check www.overgrow.com, mit über 75.000 registrierten Mitgliedern die größte Grow-Seite im Netz. Dort gibt es seit circa sechs Monaten auch den „Strain Guide“, mit über 760 verschiedenen Sorten von 64 Züchtern. Es gibt schon 529 Berichte mit über 4.000 Bildern zu den Sorten, geschrieben von Growern weltweit, die jedem bei der Auswahl und richtigen Aufzucht der Lieblingssorte helfen können.


Und wenn ihr einen Samenkauf über das Netz tätigen wollt, so empfiehlt sich vorher ein Blick auf www.seedbankupdate.com. Dort führt ein Freund von mir, „Green Man“, seit sechs Jahren schon ein wöchentlich aktualisiertes Register mit vielen Samenbanken und Versand-Händlern. Er sammelt alle Informationen die er bekommen kann, und schafft so eine möglichst objektive Bewertung der verschiedenen Anbieter. Meiner Meinung nach eine exzellente Seite.


Falls du immer noch keinen Samen gesät hast, so wird’s langsam höchste Zeit, oder es vergeht ein weiteres Jahr, in dem du den kostenlosen Growschrank „Natur“ nicht genutzt hast. Sämlinge und Stecklinge können jetzt ohne Bedenken nach draußen, auch Samen können jetzt wohl überall in Deutschland direkt draußen gesetzt werden. Tatsächlich warten auch viele Spanier bis Anfang Juni, um ihre Pflanzen raus zu setzen.


Ab Juni kann es tagsüber schon richtig heiß werden, was dazu führt, dass die Pflanzen draußen auf einmal viel Wasser brauchen. Meine Outdoorpflanzen brauchen jetzt schon zwei bis vier Liter am Tag. Zur Kontrolle, ob die Pflanzen Wasser benötigen steckt man einfach den Finger bis zum ersten Glied in die Erd. Ist sie trocken, muss wieder gegossen werden. Beim Giessen achten professionelle Grower immer darauf, dass mindestens 20 Prozent des Wassers wieder unten heraus läuft. Also einen Liter gießen, warten, bei Bedarf noch einen, und so weiter, bis das Überschusswasser unten wieder abläuft.


Wenn es heiß ist, dann verkrustet die Erdoberfläche auch leichter. Die Erde zieht sich schneller zusammen und hinterlässt so einen Spalt zwischen Topfrand und Erde. Das gleiche kann natürlich auch Indoor passieren. Deshalb lockern viele die Erdoberfläche immer wieder auf. Entstehende Spalten füllen sie mit Erde, damit das Giesswasser gleichmäßig aufgenommen werden kann, und nicht nur von der trockenen Kruste abperlt und an den Seiten vorbei läuft.


Wenn die Pflanzen draußen in der direkten Sonne stehen, beschatten viele Profis ihre Babies über die Mittagshitze. Dadurch verdunstet nicht so viel Wasser und die Pflanzen bleiben kühler. Dies ist ungemein wichtig, da das Wachstum ab circa. 30 Grad Celsius eingestellt wird. Schon gewusst, dass die Temperatur innerhalb der Blätter normalerweise sogar um zehn Grad höher ist als die Außentemperatur?!


Auch die Geruchsprobleme nehmen mit steigender Temperatur zu. Diese Gerüche beseitigen viele Grower mit einem Aktivkohlefilter.



 


Aktivkohle oder auch aktivierte Kohle ist Kohle, die mit Sauerstoff behandelt wurde, um Millionen kleiner Poren zu öffnen. Als Ergebnis erhält man eine Oberfläche von 300qm bis zu 2000qm pro Gramm Kohle. Eines der Anwendungsgebiete von Aktivkohle ist die Geruchsneutralisation der Abluft von Indoor-Zuchtanlagen. Dabei werden die Geruchspartikel von der Oberfläche der Kohle gebunden, und so das Austreten des Geruches verhindert.


Jetzt noch ein kleiner Tipp, wie man die Qualität und Haltbarkeit von Aktivkohle testen kann. Das geht ganz einfach und ist sehr schnell selbst gemacht: Wiege jeweils ein Gramm Aktivkohle von unterschiedlicher Herkunft ab, und gebe sie jeweils in ein Glas mit Wasser. Schlechte Aktivkohle (mit einer geringeren Oberfläche oder schon voll besetzt) wird zu Boden sinken. Je besser die Kohle (mehr Oberfläche und damit auch mehr Luft in der Kohle), desto langsamer wird die Kohle sinken. Die beste Kohle schwimmt auf dem Wasser.


Wichtig: Eine zu hohe Luftfeuchte verschlechtert die Filterwirkung! Das Wasser verstopft die Poren recht schnell. Ist die relative Luftfeuchte bei 50 Prozent oder weniger, so erreicht man eine effektivere und längere Filterleistung. Ab 70 Prozent relative Luftfeuchte ist die Filterleistung stark eingeschränkt!


Schon gewusst, dass ein Filter, der neu 100 kg wiegt, bis zu 300 kg wiegen kann, wenn er voll mit Gerüchen und Feuchtigkeit ist? Hättet ihr gedacht, das Gerüche so schwer sein können?




Jorges Garten Kalender Juni 2004



Outdoor:


Der letzte Frost ist vorbei, also können jetzt noch Samen direkt draußen in die Erde gesetzt werden. Aber Vorsicht: Diese brauchen jetzt von Anfang an mehr Aufmerksamkeit und Wasser damit sie sich noch voll entwickeln können.


Pflanze Sämlinge und Setzlinge nach draussen. Beim umtopfen den Stängel bis zum ersten richtigen Blattpaar eintopfen. Der unterirdische Teil des Stammes wird Wurzeln schlagen. Dadurch wird die Pflanze kompakter.


Denkt dran: Abhärten vor dem Aussetzen. Wisst ihr nicht mehr wie?? Dann ab zu www.hanfjournal.de, in der Rubrik Growing steht es in meinem Kalender vom Mai!


Schützt eure Pflanzen vor Raupen, Schnecken, Hasen und Rehen.

  • Schneckenkorn gegen Schnecken

  • BT (Bazillus Thuringiensis) gegen Raupen und Maden

  • Und einen kleine Haube aus Hasendraht schützt gegen Hasen und Rehe, bis sie groß genug sind, und keinen Schutz mehr brauchen . . .


Der Wasserbedarf nimmt von Juni bis Anfang September beständig zu!


Nimm nur dann Flüssigdünger, wenn du ohne Probleme jede Woche gießen kannst. Ansonsten sorge mit entsprechendem Langzeitdünger vor!


Achte auf die Höhe deiner Pflanzen! Binde sie herunter, um die Gefahr der Entdeckung zu minimieren.


Schütze die Pflanzentöpfe vor direktem Sonnenlicht, um die Wurzeln vor Überhitzung zu bewahren.



Indoor:

Halte die Temperatur indoor immer unter 30 Grad Celsius, um beste Resultate zu erzielen.


Die Luftfeuchte nimmt indoor oft zu, wenn es draußen heißer wird. Halte die Temperaturen in der Nacht um zehn Grad kälter als am Tag, und lasse den Ventilator die Nacht durchlaufen, um Kondenswasserbildung zu vermeiden.


Die Pflanzen verbrauchen bei Hitze mehr Wasser als sonst, aber die gleiche Menge an Nährstoffen. Verdünne die Nährlösung entsprechend!


Spüle die Pflanzen einmal pro Monat mit einer sehr leichten Düngerlösung


Dran denken, rechtzeitig neue Stecklinge zu schneiden.


Und natürlich immer wieder die Unterseiten der Blätter auf Schädlinge untersuchen!


Denkt dran, bei Hitze riecht alles intensiver – also nicht am Filter sparen . . . oder wollt ihr ungebetene Erntehelfer?






J. Cervantes (Übersetzung: Dirk Rehahn)


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