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growing
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Indoor Growing #3
Jetzt wird’s tropisch – Klimasteuerung
(Pub. März 2004)
Publiziert am: 08.03.04 - Medienformen: Medienform Text


Hallo Liebe Growing Freunde!

Nachdem wir letztes mal gelernt haben den richtigen Boden für die Wurzeln unserer kleinen Lieblinge auszuwählen, wollen wir uns heute um eine wohlige Atmosphäre für die Triebe kümmern. Dabei steht uns natürlich unsere Expertin Julia aus Holland zur Seite, die uns mit ihrem Grow begleitet. Sie wird uns erklären, wie wir Licht, Temperatur und Feuchtigkeit auf die Bedürfnisse der Pflanze anpassen und regeln können.

Seit drei Wochen stehen unsere Kleinen nun unter der Natrium-Dampf-Lampe (NDL) und haben sich zu einem stattlichen Urwald entwickelt. Nun wird es wohl Zeit die Reihen zu lichten und die für uns unbrauchbaren Männchen zu entfernen, damit sie keinen wertvollen Platz oder Licht wegnehmen. „Hanf ist eine Kurztagspflanze, das heißt ihre Blüte wird über die Dauer der Photoperiode eingeleitet“, erklärt Julia während sie etwas Tabak auf dem Paper vor sich ausbreitet. „Dafür werden einige Tage lang je 12 Stunden absolute Dunkelheit benötigt. Erst dann beginnt die Produktion von Blütenwuchshormonen.“ Um die Blüte zu beschleunigen setz Julia sogar noch die rötliche NDL ein.

Mit einer Schere schnipselt Julia etwas süß duftendes K2-Gras auf den Tabak und schildert weiter: „Wer es richtig professionell angehen möchte, kann auch von jeder Pflanze einen Steckling schneiden, der in die Blüte geschickt wird. Die Mutterpflanze hat immer dasselbe Geschlecht wie der Steckling“ erläutert sie. „Aber leider habe ich dafür nicht genug Platz, denn man benötigt einen separaten, komplett abdunkelbaren Raum. Oder stellt sie manuell jeden Abend und Morgen in einen Karton.“

Nach drei Tagen zeigten sich die ersten Blüten am Hauptspross. Nach fünf Tagen hatte Julia sieben männliche Pflanzen aussortiert und nach zehn waren nur noch die zwölf besten Frauen übrig. Dabei hatte Julia nicht nur auf Größe, Gesundheit und saftig grüne Blätter geachtet, sondern auch auf Verzweigung und Dicke der Stängel. Interessanterweise waren von den 40 gekeimten Pflanzen sotlze 30 weiblich, was sehr schade ist, denn schließlich hat Julia nur Platz für 12 Pflanzen und so wanderte der Rest auch auf den Kompost. „Normalerweise muss man ungefähr 60 Samen ausbringen um am Ende 20 weibliche Pflanzen zu erhalten“ gibt Julia zu bedenken.

Die ausgewählten Pflanzen beschnitt Julia dann ab einer Höhe von circa 40 cm und steckte se in Vier-Liter-Töpfe. Um sie wieder zum Wachsen anzuregen wurde die blaue NDL eingeschraubt und auf 22 Stunden Beleuchtungszeit gestellt.

Die genaue Regelung von Licht und Klima ist wichtig für die Entwicklung gesunder Pflanzen. „Aber wie mache ich das denn nun?“ frage Ich mich und Gott sei Dank weiß Julia dazu die passende Antwort: „Am einfachsten ist das Licht. Während der Wachstumsphase benötigen die Kleinen mindestens 18 und in der Blüte maximal 12 Stunden Licht pro Tag“ erklärt sie und reicht mir einen Joint. „Das Wichtigste ist eine ausreichende Lichtleistung.“ Am Anfang reichen, wie wir bereits aus dem letzten Teil wissen, Leuchtstoffröhren vollkommen aus. Man kann sie bis auf wenige Zentimeter an die Sämlinge heranführen, damit sie sich nicht nach dem Licht strecken müssen und schön verzweigen. Nach zwei bis drei Wochen brauchen sie dann aber doch eine NDL, die es in jedem guten Grow-Shop gibt. Diese Lampe ist zwar teuer und verbraucht eine Menge Strom, doch es gibt keine andere Lampe die soviel Lichtenergie auf einmal liefert.


Ein kleiner Wald

Ausgemustert - die ersten sieben männlich Pflanzen

Die kleinen Töpfe sind schon gut durchwurzelt

Der ausgewählte Rest

Die rote NDL für die Blüte kann nach den ersten drei Wochen eingesetzt und sollte laut Julia auf zwölf Stunden pro Tag eingestellt werden. Wer aber etwas mehr Platz im Schrank, Zeit und Geld hat kann für drei bis vier Wochen noch eine blaue NDL fürs Wachstum benutzen. Diese lässt die Pflanzen buschiger, breiter und verzweigter wachsen. Während für das Wachstum 250 W ausreichen, sollte es für die Blüte schon eine 400 W Röhre sein. Für einen einheitlichen Lichtrhythmus hat sich Julia zum Beispiel eine Wochenzeitschaltuhr aus dem Baumarkt zugelegt. Um die Effektivität der Lampe weiter zu steigern kann man auch die Wände mit weißer Farbe bestreichen.

„Wegen der Verbrennungsgefahr durch die hohe Wärmeentwicklung sollte die Lampe am Anfang 90 cm von den Spitzen der Pflanzen entfernt sein und dann langsam auf 30 bis 50 cm herangeführt und gehalten werden“, warnt Julia. „Deswegen nehme ich Ketten als Aufhängung, die kann ich jeden Tag bequem ein Stückchen höher setzen“ freut sie sich und zieht genüsslich an ihrem Joint.

Die Temperatur im Grow-Room sollte am Tag, also wenn die Lampe an ist, bei circa 22 bis 28 Grad liegen. Da die NDL sehr viel Wärme abgibt muss man für ausreichend Kühlung sorgen. Dazu hat Julia ein Thermostat, das an den Ablüfter angeschlossen ist und frische Luft hineinsaugt, sobald es zu warm wird. (Mehr zur Lüftung im nächsten Teil) Die relative Luftfeuchte sollte Anfangs um die 80 Prozent betragen, da dies laut Julia zu mehr Wachstum führt und in der Blüte nicht über 60 Prozent, wegen der Schimmelgefahr. Zur schnellen Kontrolle beider Werte hat Julia zum Beispiel ein Thermo- und Hygrometer angebracht. Die relative Luftfeuchte ist von der Temperatur abhängig. Da mit Ausschalten der Lampe die Temperatur im Schrank schnell abfällt, steigt die Luftfeuchtigkeit rasch auf 100 Prozent und so kann sich leicht Kondenswasser bilden. „Daher sollte auch nachts immer gut gelüftet werden.“ rät zumindest Julia.

Ich hoffe es war mal wieder interessant für euch. Das nächste mal sorgen wir für frische Luft im Schrank.



Indoor Growing #3

Tipps

 

  1. Die männlichen Pflanzen sollten möglichst früh entfernt werden um den anderen keinen Platz und kein wertvolles Licht wegzunehmen.
  2. Um die Pflanzen zum Blühen anzuregen werden einige Tage je zwölf Stunden absolute Dunkelheit benötigt.
  3. Wenn die Pflanzen nicht genug Licht erhalten, müssen sie sich danach strecken und werden lang und dürr . . .
  4. Die Pflanzen erhalten in der Wachstumsphase mindestens 18 und in der Blüte maximal zwölf Stunden Licht pro Tag.
  5. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte für Keimlinge und Stecklinge ungefähr 80 Prozent betragen. Während des Wachstums sollte er zwischen 60 bis 75 Prozent liegen und in der Blüte zwischen 40 –bis 60 Prozent, damit sich kein Schimmel bilden kann.
Das Guerilla Growing Team


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