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growing
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Jorges Grow Corner .- Growing leicht gemacht!
Heute: Das Aussetzen!
Publiziert am: 04.05.04 - Medienformen: Medienform Text


Dies ist der erste Artikel meiner neuen Reihe „Growing leicht gemacht“ im Hanf Journal. Vorab – quasi als erste offizielle Handlung – will ich mich bei euch bedanken, dass ihr dieses Journal und diesen Bericht lest. Zusammen können wir letztendlich die Cannabis-Gesetze ändern. Und meiner Meinung nach ändern wir am Einfachsten etwas, wenn wir solange Cannabis anbauen, bis überall nur noch Hanf wächst!

Ich lebe in Spanien und bin zwar kein Experte für die klimatischen Bedingungen in Deutschland, habe dafür aber schon in vier Kontinenten viele In- und Outdoor-Gärten besucht. In meiner Artikelreihe werde ich versuchen, die Informationen so nah wie möglich an eure Bedürfnisse anzupassen, egal ob ihr nun in den Bergen Süddeutschlands oder der norddeutschen Ebene wohnt.

Wenn du schon einmal ein Grow-Buch mit einer Glühbirne auf dem Cover gesehen hast, dann hast du wohl mein in deutsch übersetztes Werk, „Marihuana Drinnen; das Standardwerk“, entdeckt. Ich studiere die Pflanze Cannabis und ihre Kultivierung nun seit über 20 Jahren und habe es zu meinem Job gemacht, alle Informationen zu sammeln, um sie gefiltert und sortiert an euch weiterzugeben.

Eine große Bitte habe ich noch: Sendet eure Fragen und Wünsche zu meinen Artikeln einfach an jorge@hanfjournal.de. Ich werde mich bemühen, immer so schnell wie möglich auf alles einzugehen. Aber Achtung: Ich spreche nur Spanisch und Englisch!!!

Meiner Erfahrung nach wollen Grower Informationen über einfache und effektive Techniken, die sie sofort umsetzen können. Und genau das will ich in Zukunft an dieser Stelle vermitteln: Einfache und simple Wege, den Ertrag zu steigern.

Der Mai ist die perfekte Zeit, um Pflanzen rauszusetzen. Das sollte wohl auch für den größten Teil Deutschlands gelten. Also widme ich den ersten Artikel diesem Thema. In Deutschland gibt es ja die Eisheiligen, circa. Mitte Mai, welche die letzten Frostnächte markieren. Erfahrene Grower wartet diese Tage ab und setzen die Kleinen erst danach draußen aus. Natürlich nicht ohne eine Umgewöhnphase. Am ersten Tag eine Stunde, am zweiten zwei Stunden und so weiter, bis sie sich an das Wetter gewöhnt haben. Zu Beginn sind die Pflanzen auch vor zu starkem Wind sowie direkter Sonne zu schützen. Die Kleinen brauchen insgesamt eine Woche, um sich an all das gewöhnen zu können.

Damit die Töpfe wärmer bleiben, stellen viele Grower sie nicht direkt auf den Boden, sondern auf etwas isolierendes, wie Styropor oder Holz. Viele bedecken die Pflanzen auch in der Nacht, um die Wärme zu halten. Mit Erstaunen konnte ich jedes Mal feststellen, wie schnell eine Pflanze wächst, wenn sie nachts abgedeckt und dadurch nicht kälter als zehn Grad Celsius wird.

Wenn es immer noch sehr kalt ist, ziehen erfahrene Grower oft den Wall-O-Water in Erwägung. Ein wassergefülltes Tipi, das die Pflanzen vor der Kälte schützt. Weitere Infos unter www.wallowater.com.

Auch ein Heizkabel für die Erde eignet sich perfekt dafür und wird das Wachstum sehr positiv beeinflussen. Hier lohnt sich das nächtliche Abdecken der Pflanzen sogar doppelt, denn so wird die Wärme über Nacht gehalten.

Kommen wir zum Umtopfen: Stecklinge und Setzlinge sollten in möglichst große Töpfe (20 bis 50 Liter) gesetzt werden. Bei der Erde ist wichtig, dass sie eine gute Drainage hat. Vernünftige Grower sparen nicht an der Erde und am Volumen und werden am Ende mit vielen gut schmeckenden Buds dafür belohnt. Um die Drainage-Fähigkeit der Erde zu testen, befüllt man einen der Töpfe und gibt anschließend so lange Wasser dazu, bis die Erde übersättigt ist. Wenn das überschüssige Wasser innerhalb von 30 Sekunden abgelaufen ist, so ist die Erde OK. Wenn nicht, mischen einige Kokosfasern oder Perlite unter. Die Kokosfasern nehmen gleichmäßig viel Wasser wie Luft auf und haben dazu noch einen lockernden Effekt. Perlite beschleunigt die Drainage. Bis zu 30 Prozent Perlite können beigemischt werden.

Umtopfen ist super easy. Einfach vorsichtig den Erdballen vom alten Topf lösen und ihn dann in das vorgefertigte Loch im neuen Topf setzen. Die Erde außen herum wird leicht angedrückt und anschließend dann mit Wasser gegossen. Um den Umtopfschock so gering wie möglich zu halten, gibt es drei Tipps:

-Am Abend umtopfen.

-In den ersten Tagen nach dem Umtopfen kein direktes Sonnenlicht.

-Produkte mit Vitamin B1 helfen der Pflanze, den Stress besser zu überstehen.

Wenn die Sämlinge in den ersten Wochen sehr dünn und lang geworden sind, so ist es ratsam, die untersten Blätter zu entfernen und die Pflanze beim Umtopfen einfach zehn bis 15 Zentimeter tiefer in die Erde zu setzen. Der Stamm wird dabei anfangen Wurzeln zu schlagen, und die Pflanze wird so robuster und mehr gegen Austrocknen gefeit.

Pflanzen, die es gewöhnt sind draußen zu wachsen, gedeihen am besten, wenn sie zwischen zehn und 18 Uhr in der vollen Sonne stehen. Die Sonne ist gegen 14 Uhr am stärksten. Drei Stunden Sonne davor und danach reicht vollkommen für die Ausbildung von kräftigen Buds aus. Aber man darf auch nie vergessen, dass sich der Einfallswinkel der Sonne im Laufe des Sommers auch verändert.

Auf www.hanfjournal.de unter der Rubrik „Guerilla Growing“ findet ihr auch den englischen Originaltext!

Jorge Cervantes


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