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growing
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Indoor Growing #5
Die richtige Pflege für gesunde Pflanzen:
Versorgung
(Pub. Mai 2004)
Publiziert am: 04.05.04 - Medienformen: Medienform Text


Hallo, liebe Growing-Freunde!

Sicherlich wartet ihr schon gespannt auf meinen Bericht vom Besuch unserer Freundin Julia in Holland. Das letzte Mal hat sie uns erklärt, wie wichtig es ist, die Kleinen gut zu belüften. Heute erfahren wir, wie man ihnen die nötigen Nährstoffe zuführt, damit sie sich gesund und kräftig entwickeln und wie man sich gegen Mängel und Schädlinge zur Wehr setzt, damit sie es auch bleiben.

Inzwischen befinden sich Julias Schützlinge seit sieben Wochen in der Blüte und haben sich zu prächtigen Hanf-Damen entwickelt, wie der Blick in den Schrank eindrucksvoll zeigt. „Nach dem Einsatz der Nützlinge sind auch keine Trauermücken mehr zu sehen“, freut sich Julia. „Dafür zeigen sich leichte Mangelerscheinungen. Das ist aber noch kein Grund zur Sorge, sondern zeigt nur, dass die Pflanzen die in den Töpfen vorhandenen Nährstoffe aufgebraucht haben und es Zeit wird zu düngen oder erneut umzutopfen“, beruhigt sie. „Leider habe ich dafür nicht genug Platz und werde Flüssigdünger verwenden, den ich dem Gießwasser zusetze.“



 
hanfjournal mai04 artikel Das Guerilla Growing-Team präsentiert: Indoor Growing #5 Die richtige Pflege für gesunde Pflanzen: Versorgung „
An diesem abgeknickten Trieb wachsen die Buds nebeneinander nach oben.


Während sie erklärt, baue ich einen Joint, denn diesmal war ich vor meinem Besuch im Coffee-Shop und habe einen Bobbel schön klebrigen Nepalesen mitgebracht. „In der Blütezeit benötigen die Pflanzen viel Phosphor und Kalium. Um richtig hohe Erträge zu erzielen, sollten sie verstärkt zugeführt bzw. beim Umtopfen darauf geachtet werden, dass sie im neuen Substrat ausreichend vorhanden sind. Man kann jetzt auch spezielle Blüten-Booster und ähnliche Produkte verwenden, um den Ertrag noch weiter zu steigern“, weiß Julia.

„Machen wir es uns doch auf der Couch bequem. Da dann verrate ich dir ein paar Tips, wie ich es schaffe, dass ich so schöne und gesunde Pflanzen bekomme und behalte.“ Die Idee gefällt mir, weil die Couch an einem großen Fenster in der Sonne steht, wo es schön hell und warm ist.

„Am wichtigsten ist das Wasser. Wie bei allen Lebewesen bildet es die Grundlage für den Stoff- und Energiewechsel in der Hanf-Pflanze. Die Eigenschaften des Wassers werden durch den pH-Wert (Wasserstoff-Ionen Konzentration; Anm. d. Red.), den EC-Wert (Salzgehalt über die elektrische Leitfähigkeit; Anm. d. Red.) und die Härte (Carbonatgehalt; Anm. d. Red.), bestimmt. Der pH-Wert gibt an, wie sauer oder basisch eine Lösung ist und muss bei der Zucht auf Erde zwischen 6,2 und 6,8 - also sagen wir schwach sauer liegen, damit die Salze in einer für die Pflanze aufnehmbaren Form vorliegen“, erklärt sie und reicht mir den Joint zurück - „Ist echt lecker!“ Danach ergänzte Sie noch, dass es im Handel pH-Meßgeräte gibt, die den pH-Wert zuverlässig bestimmen. Da diese für Julia aber zu teuer sind, behilft sie sich meist mit Teststreifen oder Lösungen, mit denen man den pH-Wert grob ermitteln kann. Um ihn anzupassen, benützt sie Säuren und Basen aus dem Growshop, aber im Prinzip würden es auch billige Haushaltsmittel wie Essig oder Zitronensäure (senken) und Soda oder Natronsalz (anheben) tun..

 
hanfjournal mai04 artikel Das Guerilla Growing-Team präsentiert: Indoor Growing #5 Die richtige Pflege für gesunde Pflanzen: Versorgung „
Eine typische Indica-Sorte mit kompakten Buds.


Der EC-Wert ist jedoch nur wenig aussagekräftig, weil er nicht angibt, in welchem Verhältnis zueinander die einzelnen Nährstoffe vorliegen. Jedoch kann Julia so Über- bzw. Unterdüngung feststellen und vorbeugen. Bei Cannabispflanzen liegt ein guter pH-Wert zwischen 0,8 und 1,5.

„Um den Wurzeln keinen Schock zu versetzen, verwende ich stets lauwarmes Wasser zum Gießen“, verrrät Julia mir dann noch.

„Welche Nährstoffe brauchen die Süßen denn?“, frage ich sie und reiche ihr erneut die Tüte. „Nun, die wichtigsten Nährstoffe für die Cannabis-Pflanze sind Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K). Daneben sollten auch ausreichend Kalzium (Ca), Eisen (Fe), Magnesium (Mg) und einige Spurenelemente im Boden enthalten sein“, schildert sie mit einem allwissendem Lächeln und lässt sich den Joint weiter schmecken. „In der Blütephase werden hauptsächlich Phosphor und Kalium benötigt, während es im Wachstum viel Stickstoff und etwas Magnesium sind.“

„Gesunde Pflanzen sind im Wachstum komplett tiefgrün (je nach Sorte etwas heller oder dunkler; Anm. d. Red.) und entwickeln sich rasch, nur die Stängel sind heller“, erklärt sie. Rote Stängel deuten auf P-/K-Mangel hin. Vergilbung von unten nach oben auf N-Mangel und Vergilbung von oben nach unten auf Mg-Mangel. Generell erkennt Julia einen Mangel durch schleppenden, kümmerlichen Wuchs.

„Ich hole mir immer aus dem Grow-Shop Flüssigdünger, den ich dann mit dem Gießwasser verabreiche. Früher wollte ich es meist ein bisschen genauer haben und verwendete den Einzelkomponentendünger. Mit dem lässt sich die Nährstoffzufuhr nämlich genau an die Bedürfnisse der Pflanze anpassen. Dazu gibt es noch eine Reihe Spezialdünger wie Wurzelstimulantien, Vitalitäts-Mittel, Bodenverbesserer, Enzyme und so weiter. Die meisten davon dürften wirklich positive Effekte mit sich bringen, nur ist fraglich, wie viel man davon am Ende in seinem Gras haben will“, gibt Julia zu bedenken. Neben den flüssigen Varianten es gibt auch Langzeitdünger, die unter das Substrat gemischt werden, wo sie sich langsam zersetzen und die Nährstoffe über viele Wochen oder Monate hinweg abgeben.


 
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Der Harzbesatz ist schon deutlich zu erkennen.


„Eine große Gefahr stellen vor allem Insekten dar, die im Grow-Room einen idealen Lebensraum ohne natürliche Fressfeinde vorfinden“, erklärt sie weiter. Um einen Befall zu vermeiden, achtet Julia darauf dass ihre Grow-Ecke immer sauber und ordentlich ist, denn haben sich Insekten erst mal eingenistet, vermehren sie sich rasend. Ist das Unglück geschehen, würde Julia niemals auf chemische Insektizide zurückgegriffen werden. Oft reicht hartes Abduschen mit Wasser, Abspülen mit Seifenlauge oder der Einsatz von natürlichen Insektenmitteln wie Tabaksud (Vorsicht: giftig!) oder Neem-Öl. Wo das nicht reicht, hat Julia noch einen guten Tipp: „Nützlinge, die natürlichen Gegenspieler der Schädlinge, für die es in jedem guten Baumarkt mit Gartenabteilung Bestellkarten gibt.“

„Bei zu hoher Luftfeuchte kann es zu Schimmelbildung kommen“, warnt Julia. Und der böse Schimmel siedelt sich nur auf toten Pflanzenteilen an, daher entfernt Julias verwelkte oder vertrocknete Blätter und Pflanzenteile - vor allem in den Buds - möglichst rasch.



Das Guerilla Growing-Team


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