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Guerilla Growing "Hanfbelichtung" Teil 1
(Erschienen Nov. 2002)
Publiziert am: 02.11.02 - Medienformen: Medienform Text


Ohne Licht gäbe es kein Leben; kein tierisches und kein menschliches Leben und keine Pflanzen. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass auch Hanfpflanzen Licht brauchen - aber was für Licht? Und was ist Licht überhaupt?
Diese Fragen wird euch jetzt unser Lichtexperte Corvin Mußdorf, Mitglied im Guerilla Growing-Team beantworten.

Der folgende Artikel wird euch zeigen, wie euch die als Schulfach gehasste Physik beim „Pflanzenanbau“ helfen kann.
Im besagten Physik-Unterricht habt ihr sicherlich alle schon mal gelernt, dass Licht ein elektromagnetisches Wellen-Phänomen dualistischer Natur ist. Neben dem sichtbaren Licht, gibt es noch weitere elektromagnetische Wellen. Solch ein elektromagnetisches Spektrum kennen wir im Grunde alle:

Anwendungsbeispiel Wellenlänge

50 Hz-Netz 6000 km (ganz langwellig)
Rundfunk 3 km - 30 m
UKW 3 m
Mikrowellentelefon 300 mm
Radar 30 mm
Wärmestrahlen 30 μm
Infrarot 3 μm
sichtbares LICHT 3 μm bis 30 nm
(Natriumdampflampe 550 bis 650 nm)
UV A,B,C 30 nm
Röntgenstrahlen 3 pm
Kosmische Strahlung 3 am (ganz kurzwellig)

Sonnenblumen und Hanfpflanzen im Freien brauchen zur Erzielung „optimaler Ergebnisse“ viel Licht. Sonnenblumen produzieren dann viel Sonnenblumenkörner, Hanfpflanzen ganz viel Harz; und das ist auch gut so! Aber nicht alle haben viel Sonne zur Verfügung. Biophysikalische Untersuchungen haben gezeigt, dass Hanf auch hydrophonisch in geschlossenen Räumen angebaut werden kann. Dieser Anbau macht den Einsatz einer ausgeklügelten Steuer- und Regelungstechnik für Belüftung und Bewässerung zwingend erforderlich. Die Lichtquellen, die dabei eingesetzt werden, müssen eine hohe Lichtausbeute liefern. Außerdem müssen die Lichtquellen eine bestimmte spektrale Zusammensetzung besitzen, also, vereinfacht gesagt, eine besondere „Lichtmischung“ abgeben.
Die „Lichtmischung“ ist für die Wachstumsphase der Pflanze eine andere als für die Blütenphase, wie wir noch sehen werden. Außerdem sind zwei aus der Optik gehasste Größen, der Lichtstrom und die Lichtausbeute, für uns wichtig!

Definition 1:
Der Lichtstrom ist das Produkt aus Lichtstärke und dem durchstrahlten Raumwinkel.

Definition 2:
Die Lichtausbeute ist der in Lumen gemessene Lichtstrom einer Lichtquelle pro ein Watt elektrischer Leistungsaufnahme dieser Lichtquelle.

Eine hohe Lichtausbeute bedeutet, dass - je nach Lampentyp - unterschiedliche Mengen an Licht aus den Lampen fließen. Auch dazu eine Tabelle für euch:


Lichtquelle Lichtausbeute (Lumen pro Watt (lm/W))

YAG-Laser 0
Kerze 0,1
Gaslampe 1,2
Kohlenfadenlampe 3,2
Glühbirne 9,0
Hg-Niederdrucklampe 25,0
Halogenlampe 34,0
Hg-Hochdrucklampe 39,0
Na-Hochdrucklampe 150
He-Ne-Laser 683

Erstaunt stellen wir also fest, dass Lichtquellen ganz erheblich unterschiedliche Lichtausbeuten besitzen. So haben denn, wie wir aus der Tabelle errechnen können, zehn 60-Watt-Glühbirnen (10 x 60 = 600 Watt) nur eine Lichtausbeute von 5400 Lumen. Eine 600 Watt Hochdruck-Natriumdampf-Lampe hat dagegen „satte“ 90.000 Lumen „abliefert“.

Die folgenden Diagramme sollen euch die spektralen Zusammensetzungen von einigen euch bekannten Lichtquellen vor Augen führen. Ich habe drei Beispiele für euch ausgewählt:

Beispiel 1: Energiesparlampe (PL*Electronic),
Beispiel 2: Leuchtstofflampe (Tl-D.../33)
Beispiel 3: Hochdruck-Natriumdampf-Lampe (SON-T AGRO 400 W)

Hanfpflanzen brauchen also Lichtquellen mit hoher Lichtausbeute. Der Einsatz einer Hochdruck-Natriumdampf-Lampe wird dadurch zwingend.
Ist aber die „Wellen-Mischung“ dieser Lampen, also ihre spektrale Zusammensetzung für den Hanfanbau überhaupt geeignet?
Auch hier zeigen wissenschaftliche Untersuchungen, dass die Hochdruck-Natriumdampf-Lampe mit ihrer besonderen spektrale Zusammensetzung gut in der Blütenphase der Pflanze eingesetzt werden kann. Für die Wachstumsphase empfiehlt sich die Verwendung einer Hochdruck-Quecksilberdampf-Lampe.

Wie sind diese Lampen aufgebaut?
Gibt es auch eine Art Kombi-Lampe für Wachstums- und Blütenphase?
Wie werden diese Lampen betrieben?

Ihr seht, viele Fragen, die wir noch klären müssen. Eine zweite Erklärung wird deshalb in der nächsten Ausgabe folgen. Also seid gespannt und freut euch auf Teil 2!

Euer Guerilla Growing Team
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