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Guerilla Growing Teil 9 - Wo bleibt die Ernte?
(Pub. Oktober 2003)
Publiziert am: 28.09.03 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 03oktober artikel Das Guerilla Growing-Team präsentiert:

Langsam neigt sich unser Abenteuergrowing in dem Garten des sympathischen Grow Profis Nils in Holland dem Ende zu. Eigentlich waren unsere Planungen, bereits vor 4 Wochen eine fette Ernte einzubringen, aber leider, ihr kennt ja unser Missgeschick.

Wir fassen noch mal für euch zusammen: Nachdem die erst angebauten Pflanzen entwendet wurden, haben wir Mitte Mai 14 Samen der Sorte Guerillas Gusto eingepflanzt. In der letzten Ausgabe konnten wir euch stolz berichten, dass aus den 14 nur eine männliche Pflanze entstanden ist. Doch selbstkritisch mussten Nils und ich feststellen, dass wir zu voreilig mit unserem Urteil waren. Tja, man soll den Tag halt nicht vor dem Abend loben: Statt einer männlichen Pflanzen sind es jetzt also doch 3 geworden, schade. Außerdem gab es unter den Pflanzen auch einen Zwitter, also eine Pflanze, die zweigeschlechtlich ist.
In der Blühphase bzw. mit Beginn der Blühphase muss man besonders vorsichtig sein, nicht dass da eine männliche Pflanze all eure Mädels bestäuben!!!
Allerdings warnen wir auch davor, die Pflanzen zu schnell wegzuwerfen.. Erst wenn man sich 100prozentig sicher ist, sollte eine Pflanze entfernt werden. Übrigens: nicht einfach auf den Müll oder Kompost, wo andere Menschen einen Einblick haben. Wäre zu dumm, kurz vor der Ernte erwischt zu werden!

Den Zwitter haben wir dann weggeworfen. Halt Moment mal, es gibt doch durchaus Grows, wo auch zwittrige Pflanzen bei raus kommen, wo die Leute die männliche Triebe aber einfach schnell abtrennen und so trotzdem eine erfolgreiche Ernte haben, oder?! „Ja, da hast du schon recht, es kommt ja vor allem darauf an, wie viele männliche Blüten die Pflanze besitzt. Aber Vorsicht ist nun mal besser als Nachsicht!“, entgegnet Nils meinem Einspruch und fügt hinzu: „Auch solltet ihr vorsichtig sein, wenn ihr mit den Samen einer zwittrigen Mutterpflanze weiterzüchtet. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass dann auch die nächsten Pflanzen hermaphrodit (zweigeschlechtlich) sind, wird von Generation zu Generation immer größer! Außerdem sollte man beim Samenkauf sowieso nicht geizen.“

Aber jetzt mal wieder zurück zu unseren aktuellen Pflanzen: die großen Kleinen sind noch draußen und genießen den wunderbaren Spätsommer. Sicherlich habt ihr in Deutschland auch davon profitiert. Sie sind jetzt ca. 1,70 bis 1,90 Meter hoch und leider nicht ganz so breit geworden.
Eine Pflanze blüht noch gar nicht richtig., Nils hat sie die lange Gretel getauft. Die verspätete Blüte sowie der enorme Längenwuchs deuten laut Nils auf eine sativa-lastigere Pflanze hin.
Bei einigen Pflanzen hat Nils aus Platzmangel auf dem Balkon den Topf schräg gestellt, so dass die Pflanzen im 90 Grad Winkel unter der Balkonbrüstung hervorgewachsen sind.Diese sind am weitesten in der Blütenphase fortgeschritten. Alle Wunderwerke der Natur sind schon etwas gelbblättrig geworden. „Entweder hab ich wirklich ein bisschen zu wenig gedüngt, oder diese Sorte baut auch recht früh das Chlorophyll ab“, erklärt Nils. Damit die lieben Grünen noch richtig fett und lecker werden, gibt Nils ihnen bis 10 Tage vor der Ernte regelmäßig Blütedünger und Blüte-Stimulanzen sowie Booster, sie sollen ja groß und kräftig werden!
Schade, dass wir euch nicht unsere Nasen leihen können, denn obwohl die Ernte noch dauert, kommen wir jetzt schon in den Genuss leckerer Düfte: süßlich zitronig, leicht herb, echt lecker (vergleichbar mit Durban Poison, meinte Nils). Aber er darf schon noch intensiver werden. Generell sind die GGs sehr Sativa-lastig. Die lange Gretel ist sicher der Ausreißer unter unseren Babies, aber auch alle anderen haben sehr wenige Indica-Merkmale. Die Blattfinger sind immer dünner geworden, die Blüten sind fein, filigran und luftig, nicht kompakt und hart wie man es von einer Indica erwarten würde.Das ist keinesfalls schlimm, aber es deckt sich nicht so ganz mit den Angaben von Sensi Seeds.

Leider werden unsere Kleinen von bösen Spinnmilben gequält. „Aber keine Sorge, ich habe gleich Celaflor (aus Rapsöl) auf die Kleinen gesprüht, die bösen Viecher sind nun eingedämmt und werden unsere Ernte nicht zerstören! Das wichtigste beim Sprühen ist, dass man die Blattunterseiten besprüht, denn da sitzen die Mistviecher. Allerdings war das auch die letzte Anit-Spinnmilben-Kur, weil ich das Zeug nicht mitrauchen will.“, beruhigt mich Nils. Und was ist, wenn man so viele kleinen Biester oder andere Schädlinge hat, dass man weiter spritzen muss? „Naja“, meint Nils, „ich würde ab der zweiten Blütewoche nichts mehr außer Wasser sprühen, aber das ist sicher individuell anders. Wenn ich jetzt noch einmal zu viele Milben entdecke, dann targ ich die pflanzen unter die Dusche und brause die Blattunterseiten so richtig hart ab, das vertreibt auch die meisten Milben und anderen Viecher. Aber Vorsicht, danach gut ausschütteln und trockenen lassen, Stichwort: Schimmelgefahr!!!
„Ach Nils wann werden wir denn jetzt endlich ernten können, ich halte es einfach nicht mehr aus, ich will nicht mehr warten!“ jammere ich. „Grummel, Grummel. Naja, ich probiere die Sorte zum ersten Mal mit dir aus, ich kann dir auch nicht genau sagen, wann die Kleinen fertig sind. Hab Geduld, in vier Wochen wird es schätzungsweise soweit sein!“, antwortet unser Grow Meister. Wirklich begeistert ist Nils aber nicht von den Pflanzen: „Sie sind schon nett und fett. Ich bin gespannt auf den Ertrag. Aber es hat mich wirklich gedisst, dass unsere ersten Pflanzen geklaut wurden und wir wieder neu ansetzen mussten im Mai, das war sehr uncool, und wirklich der allerspäteste Zeitpunkt, noch anzufangen.“ Dadurch konnten wir leider den heißen Sommer kaum nutzen, wir hoffen euch erging es anders!

Und jetzt will er wissen, wie es bei euch lief. Schickt uns eure Berichte, Fotos usw. anonym ein. Entweder per Post oder noch eleganter bei uns im Forum auf www.hanfjournal.de. In der nächsten Ausgabe können wir euch dann hoffentlich endlich von unserer Ernte berichten.

Bis dahin bleibt grün und lasst euch net erwischen!



Euer Guerilla Growing Team
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