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Sag JES zu Leben

15 Jahre für ein menschenwürdiges Leben mit Drogen
Publiziert am: 06.11.04 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Werner Graf!
Vor 15 Jahren schlossen sich im Rahmen eines Seminars der Deutschen
AIDS Hilfe e. V. von HIV/AIDS bedrohte bzw. betroffene Drogengebraucher zu einem bundesweiten Netzwerk zusammen, das bis zum heutigen Tag
weltweit einzigartig ist.Zur Gründungszeit des Selbsthilfe-Netzwerkes dominierten noch die Abstinenzvertreter mit absoluter Mehrheit in Politik und Gesellschaft.
Das JES-Netzwerk war eine der ersten Verbindungen, die sich einer
menschenwürdige Drogenpolitik und einer grundsätzlichen Neuausrichtung
im Umgang mit drogengebrauchenden Menschen verschrieben hat und sich
noch heute dafür einsetzt. Denn die größten Probleme von
drogengebrauchenden Menschen sind nach wie vor durch das Verbot
verursacht. Seien es die sozialen Ausgrenzungen, Platz- oder sogar
Stadtverbote, Hausdurchsuchungen oder einfach nur das fehlende Wissen,
wie viel Heroin eigentlich im Heroin ist. Ganz zu schweigen vom Problem
der Ärztesuche. Nach Angaben von JES sind über 80 Prozent der Ärzte
nicht gewollt drogengebrauchende Menschen zu behandeln. Jürgen Heimchen von Elternverband für akzeptierende Drogenarbeit ging sogar so weit, den Politikern, die sich für die Verbote von Drogen stark gemacht haben vorzuwerfen „unsere Kinder infiziert“ (mit HIV/AIDS) zu haben. Es müsse um ein menschenwürdiges Leben und eben nicht um veraltete Dogmen gehen.

JES, was ausgesprochen „Junkies, Ehemalige, Substituierte“ heißt, hat
wohl auch in den nächsten Jahren noch viel zu tun. Seien es die
fehlenden Spritzen in deutschen Knästen oder das Problem des fehlenden
Jugend- und Verbraucherschutzes. Denn für JES, und das unterstrichen
sie auf ihrer Pressekonferenz, heißt Legalisierung eben mehr Kontrolle!

Neben mehr Kontrolle muss aber auch mehr Aufklärung erfolgen. Gerade
Hygiene sollte beim Drogengebrauch groß geschrieben werden. So sollte
eben auch wegen des hohen Ansteckungsrisikos von Hepatitis C beim
Sniefen von Drogen jeder sein eigenes Ziehröhrchen benutzen.



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