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Hanfberatung im Hanf Journal
– Erste Hilfe für Kiffer
Publiziert am: 30.11.04 - Medienformen: Medienform Text

hanfjournal 04dez artikel Die Hanfberatung im Hanf Journal

Ho, ho, ho, es weihnachtet sehr! Naja, zumindest bald. Und damit ihr nicht völlig plan- und hilflos durch diese von gesellschaftlich anerkannten Festen verseuchte Zeit kommen müsst, hat Kascha natürlich wieder rat- und tatkräftige Unterstützung für euch. Wie immer gilt: Wer sich nicht mehr zu helfen weiß, lässt sich am besten von Kascha helfen. Zumindest was die Versorgung mit Informationen angeht, ist sie allererste Sahne. Also ihr hilflosen Wesen, wendet euch an:
hanfberatung@hanfjournal.de

Sarah (21) aus Magdeburg möchte wissen:
„Hi Kascha,
es weihnachtet bald wieder sehr, und ich möchte mit meinen Mitbewohnern gerne mal ein paar weihnachtliche Kekse backen.  Ich habe nur gehört, dass das gar nicht so einfach ist, und man sehr auf die Dosierung und die anderen Zutaten achten muss. Daher habe ich die Hoffnung, dass du mir das mal genauer erklären kannst?“

Kascha kann es genauer erklären:
„Liebe Sarah,
da hast du Recht, es gibt eine Reihe Sachen, die du beachten solltest. So wahnsinnig kompliziert ist es allerdings auch nicht. Technisch ist erst einmal darauf zu achten, dass THC fettlöslich ist. Also: je mehr Fett (Butter, Öl) in den Keksen ist, desto besser verteilt sich das THC. Lecker sind Mürbeteigkekse, aber selbst Brownies aus Fertigbackmischungen kann man verwenden.
Die THC-haltige Sonderzutat wird dann sozusagen vor dem Backen mit dem Fett vermischt. Wenn man Butter nimmt, ist es sinnvoll, sie vorsichtig zu verflüssigen. Öl ist ja von Natur aus eigentlich flüssig.
Am besten im Fett auflösen kann man Haschisch, aber auch Gras, wenn es sehr fein gekrümelt wurde. Alternativ kann das Gras auch mit Fett gekocht werden, wenn das Fett dann abgeschöpft wird, bleibt unten das Gras übrig. Die paar grünen Krümelchen im Keks stören aber auch nur die wenigsten. Richtig genial macht sich loses Pollenhasch, also das grünliche Pulver, das entsteht, wenn Harzdrüsen nicht zu Haschisch gepresst werden, sondern lose bleiben.
Jetzt ist das Technische geklärt, bleibt die Frage der Dosierung. Wenn man sein Dope isst, statt es zu rauchen, kann es etwa ein bis zwei Stunden dauern, bis die Wirkung los geht. Dafür hält sie auch bis zu zehn Stunden an. Dementsprechend ist gefühlvolle Dosierung sehr wichtig. Am besten ist es, bei der Gesamtberechnung pro Keks nicht mehr als 0,3 bis 0,5 g zu berechnen. Das müsste im Normalfall für eine Person reichen. Wenn man nach einer Stunde noch immer nicht den gewünschten Zustand erreicht hat, kann man ja noch einen Keks (oder einen halben) hinterher essen. Vorsicht nur, wenn die Kekse wirken und aber auch all zu lecker sind: Mir wurde von Leuten berichtet, die gierigerweise insgesamt über 3 g Haschisch auf diese Weise gegessen haben. Auf solchen Erfahrungen basieren wohl der Begriff „SpaceCake“ sowie die Entstehung einiger peinlicher Fotos.“

Backe Backe Kuchen, der Lehrer darf’s versuchen:
http://www.hanfjournal.de/dopeamsonntag/archiv/dams178.pdf

Tony (17) aus Frankfurt fragt:
„High Kascha,
ich habe ein Problem mit meiner Ernte. Einen Teil habe ich ganz gut trocken gekriegt, der liegt jetzt entspannt in meinem Tiefkühlschrank rum. Ein guter Teil ist mir aber irgendwie nicht so geglückt und ich befürchte nun, dass das Gras mal gut angeschimmelt ist. Ich habe mal gehört, dass es dann besser knallen soll. Schwarzer Afghane ist doch auch verschimmeltes Hasch, oder?“

Kascha sagt dazu:
„Hey Tony,
tut mir Leid, da muss ich dich enttäuschen. Afghane ist kein geschimmeltes Haschisch, der so genannte „Schimmelafghane“ dagegen schon. Der ist deswegen aber nicht besser, wie es manche „Fachverkäufer“ erzählen wollen, sondern einfach minderwertig und sollte auch nicht mehr geraucht werden. Dasselbe gilt auch für dein verschimmeltes Gras. Die Qualität und der Geschmack leiden durch das Schimmeln und außerdem ist es echt ziemlich schädlich, verschimmelte Sachen zu rauchen. Freu dich an dem Teil deiner Ernte, der sicher im Freezer gelandet ist, und verabschiede dich von dem Rest, tut mir Leid.. Noch mal allgemein: es ist zu beachten, dass der Ort, wo die Ernte getrocknet wird, wirklich möglichst trocken ist. Die Ernte sollte möglichst großflächig und flach ausgebreitet oder aufgehängt werden. Es muss möglichst überall Luft ran kommen, es darf auch kein stickiger Ort ohne gute Belüftung sein. Dann hat man gute Chancen, das ganze ohne ekligen Schimmel trocken zu kriegen.“

Was tun, wenn die Pflanze schon vor der Ernte am Schimmeln ist?
http://www.hanfjournal.de/...

Johanna (18) aus Mannheim hat auch ein Problem:
„Hallo Kascha,
mein Problem beim Kiffen sind die roten Augen. Ich habe keinen Führerschein, der dadurch gefährdet sein könnte. Trotzdem stört es mich manchmal irgendwie, besonders, wenn ich in der Stadt unterwegs bin und dann das Gefühl habe, dass alle sehen, dass ich stoned bin. Außerdem fühlt es sich manchmal ziemlich unangenehm an. Weißt du vielleicht etwas, was man dagegen machen kann? Vielleicht Augentropfen oder so?“

Kascha antwortet:
„Hi Johanna,
mit diesem Problem bist du sicher nicht alleine. Es gibt tatsächlich Augentropfen, die da helfen könnten. Das ist dann natürlich keine Lösung für den täglichen Gebrauch, sich ständig was in die Augen zu tropfen, ohne dass man wirklich eine Krankheit oder ähnliches hat, muss nicht immer gut sein. Wenn du aber wirklich mal akut weiße Augen brauchst, helfen Sympathomimetische Augentropfen. Ein solcher Wirkstoff wäre beispielsweise Naphazolin. Das wirkt ähnlich wie Adrenalin, allerdings nur lokal an den Augenschleimhäuten. Dort werden die kleinen Blutgefäße in den Bindehäuten verengt, die Augen werden weißer als du sie jemals erlebt hast. Damit wirst du auch das unangenehme Fremdkörpergefühl im Auge los. Für solche Medikamente gilt natürlich auch, dass du Risiken und Nebenwirkungen beachten musst. Die findest du in der Packungsbeilage.“
Eure Kascha R.
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