Hanf Journal Logo Teil 1
Hanf Journal Logo Teil 2
*
  SITEMAP
 
  * Rubriken
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

*
 
*
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-

*
 
*
-
-
-

- news
*
Versenden: Artikel drucken Bild Druckversion

Der Fall " IFP - Invisible Freak Project"

Kriegsberichterstattung aus dem War on Drugs
Publiziert am: 03.12.04 - Medienformen: Medienform Text

Autor: Martin Schwarzbeck
hanfjournal 04dez artikel Der Fall „ IFP – Invisible Freak Project“ Kriegsberichterstattung aus dem War on Drugs
Multikulturell, international, selbstversorgend. Was sich anhört wie die Beschreibung einer Hippie-Kommune, muss der Polizei natürlich ein Dorn im Auge sein.
In Österreich wurden jetzt acht Mitglieder des international renommierten Techno-Party-Veranstalterteams „Invisible Freak Project“ festgenommen. Acht weitere sind untergetaucht und werden polizeilich gesucht.

Kostenlose Partys in zumeist illegalen Locations in ganz Europa waren ihre Spezialität. Die bis zu 5.000 Besucher dieser Veranstaltungen wurden mit allem versorgt was das Herz begehrte. Gastronomie, Beschallung, Drogen. Sogar Platten und Klamotten konnten die Gäste käuflich erwerben. Es scheint, als hätte sich das Kollektiv alle Mühe gegeben, dass sich seine Gäste rundherum wohlfühlen.

Da steckte viel Liebe drin!

Alles aus einer Hand: Sämtliche anstehenden Arbeiten wurden von den Mitgliedern des vierzigköpfigen Kollektivs selbst erledigt. Vom Aufbau über das Djing bis zum Getränke- und Drogenverkauf. Mutmaßlich war das Kollektiv sogar an der Herstellung der Drogen in einem Labor in Holland beteiligt. Von ihrer Homebase, einem verlassenen Sägewerk, aus reisten sie mit Lkws voller Equipment quer durch Europa. Ziel war nur eins: Schöne Partys zu feiern. Polizei und internationale Presse sehen das anders. Ihnen zufolge war der „sektenähnlich geführte Drogenring“ nur dazu da, um schnell viel Geld zu verdienen.

Davon kann aber nicht die Rede sein. Nachdem in einer groß angelegten Polizeiaktion sämtliche vermeintlichen Aufenthaltsorte der Mitglieder gestürmt wurden, konnte die Polizei gerade einmal Drogen mit einem Straßenverkaufswert von 44.000 Euro sicherstellen. Zum Vergleich: 4,4 Kilo Gras würde die Polizei auf den gleichen Straßenverkaufswert schätzen. Und dafür gehen jetzt vermutlich 16 Menschen in den Knast. Und ganz nebenbei: Ich glaube nicht, dass auch nur ein Besucher sich beschweren würde, weil er dort gut versorgt wurde. Ein Verbrechen ohne Opfer sozusagen.

Herzlichen Dank auch an die Polizei in Österreich für den Diebstahl eines schönen Stückchens Subkultur!
Versenden: Artikel drucken Druckversion Versenden: Artikel bookmarken bei einem ServiceBookmark it!

Mehr zum Thema:

- Diskutiere das Thema im Hanf Journal Forum

 
*
 Aktuelles HanfJournal
-